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Köhler: Killen für Kohle

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Photo Quelle/Copyright: U.S. Army, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr

Nun ist es raus. Die Bundeswehr führt in Afghanistan auch einen Krieg um wirtschaftliche Interessen. So Bundespräsident Köhler. Wie war das noch mit den „Einsatzgründen für die Friedensmission“?  Verteidigung der Menschenrechte? Schutz vor Terrorismus? Was hat die SPD-Spitze nicht alles erzählt, was haben DIE GRÜNEN  nicht alles geglaubt, um uns und sich selbst diesen Krieg schmackhaft zu machen.Wer die letzten Jahre den Augenzeugen vor Ort aufmerksam zuhörte, der wusste längst, dass die  Mythen um Brunnenbohrer und Mädchenschulen vor allem eines waren: Showprojekte und Schaufensterdekorationen, um einen schmutzigen Krieg und knallharte strategische Interessen zu kaschieren.

Als im Mai 2007 in Afghanistan drei deutsche Polizisten Opfer eines Terroranschlags wurden, berichtete Matthias Gebauer, der die verletzten afghanischen Opfer des Anschlags besuchte: „Das Krankenhaus in Kunduz ist kaum als solches zu erkennen….im Raum schwirren Fliegen. Noch nicht einmal Seife liegt neben den Waschbecken für die Ärzte, die eisernen Bestecke liegen in einer offenen Schublade. Medikamente gibt es kaum in den Schränken. Nur zwei Lachgasflaschen für die Betäubung liegen auf dem Boden. Hygiene hat sich in diesen Raum wohl noch nie verirrt.“ (24. Mai 2007).

Über sechs Jahre “Aufbau” und noch immer kein Hospital in Kunduz, das diesen Namen verdient. Mehr als sechs Jahre “Einsatz für Demokratie” und heute blühen Chaos, Kriminalität, Korruption und die Mohnfelder der Warlords in Afghanistan wie nie zuvor (so Ulrich Ladurner in der ZEIT).

Auch unter einzelnen Führungsleuten im konservativen Lager macht sich schon lange Unbehagen breit. Sogar unionsnahe Politiker wie Wimmer, Todenhöfer, Gauweiler hielten und halten die Beteiligung der Bundeswehr am Afghanistankrieg für fatal. Sie wurden dafür schnurstracks von den gleichgetakteten Massenmedien in die Schmuddelecke wegsortiert, wohin man DIE LINKE bereits diffamiert hatte.

In der deutschen Bevölkerung war die große Mehrheit immer schon gegen dieses kriegerische Unternehmen.

Unter der Hand wusste jede und jeder, dass es in Afghanistan nicht um die Verteidigung des Abendlands und hehrer Ideale ging, sondern um wirtschaftspolitische Interessen. Horst Köhler hat es nun indirekt bestätigt. “Im Zweifelsfall”, so Horst Köhler, “ist auch militärischer Einsatz notwendig, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege…”, um unseren “Handel, Arbeitsplätze und Einkommen” zu sichern.


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