Kommt jetzt bald die Atem-Steuer?

von Thomas Böhm

Und jetzt bitte noch einmal tief Luft holen, denn damit kann es bald vorbei sein: Die Energiewende-Mafia hat eine neue Idee, um die Bürger noch weiter abzuzocken. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Eine Gruppe renommierter Klimaökonomen und Energiefachleute hat von der nächsten Bundesregierung einen Neuanfang in der Energie- und Klimapolitik gefordert. Es gehe darum,

„ein komplexes, historisch gewachsenes System aus Steuern, Abgaben und Umlagen“

abzulösen, heißt es in dem vier Seiten umfassenden Papier der Expertengruppe, über welches das „Handelsblatt“ berichtet. Stattdessen soll eine CO2-Abgabe eingeführt werden.

Zu den Autoren zählen 15 „renommierte Fachleute“ aus Wissenschaft und Praxis, darunter Ottmar Edenhofer (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), Manfred Fischedick (Wuppertal Institut), Patrick Graichen (Agora Energiewende), Andreas Löschel (Universität Münster), Andreas Kuhlmann (Dena), Felix Matthes (Öko-Institut) und Karsten Neuhoff (DIW Berlin).

„Das jetzige System führt in eine Sackgasse. Es ist zu komplex, innovationsfeindlich und es setzt die falschen Akzente. Für eine ökonomisch sinnvolle Klimapolitik braucht es eine Neuausrichtung“,

sagte Dena-Chef Kuhlmann dem „Handelsblatt“. Kuhlmann hat maßgeblich dazu beigetragen, die Expertenrunde an einen Tisch zu holen. Man wolle die Politik ermutigen, das Thema endlich anzugehen, sagte Kuhlmann.

Das gemeinsame Papier sei als konkreter Vorschlag für die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen gedacht. Kern der Vorschläge ist es, jede CO2-Emission mit einem Preis zu belegen. Damit soll der Anreiz entstehen, CO2-Emissionen möglichst zu vermeiden.

Die Lenkungswirkung hat für die Autoren höchste Priorität. Es sei dagegen kein Ziel, höhere Einnahmen für den Bundeshaushalt zu generieren und die Staatsquote zu erhöhen. Sie plädieren daher für eine aufkommensneutrale Ausgestaltung.

So könnten die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung etwa bestehende Steuern oder Umlagen ablösen. Die Bepreisung von CO2 müsse „sozial austariert“ sein, heißt es weiter in dem gemeinsamen Papier. Daher schlagen die Autoren vor, beispielsweise eine Senkung der Lohnnebenkosten in Erwägung zu ziehen oder Energieeffizienzmaßnahmen in Haushalten mit geringerem Einkommen zu fördern.

Das Europäische Emissionshandelssystem entfaltet aus Sicht der Autoren nicht die erforderliche Lenkungswirkung. Der aktuelle CO2-Preis im Emissionshandel zeige „in keiner Weise die zunehmende Knappheit an“, die der CO2-Ausstoß angesichts des verbleibenden Budgets zur Erreichung der Klimaziele tatsächlich habe. Außerdem erfasst das Emissionshandelssystem nur die Sektoren Energie und Industrie.

Natürlich ist das nur der Anfang.

Denn wer die Gier dieser Leute kennt, weiß, dass auch der Bürger, der es wagt, in diesem Land noch frei zu atmen, bald an der Reihe ist. Und hier können wir lesen, was das für den einzelnen zu bedeuten hat:

Dr. Matthias Heil (Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung):

„Jeder Mensch unterscheidet sich, deshalb lässt sich diese Frage leider nicht pauschal beantworten. Man kann sich aber annähern: Der CO2-Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei 4 Prozent, also 40 Milliliter CO2 pro Liter Luft. Dies entspricht bei 0 Grad Celsius ungefähr 80 Milligramm.

Der Sauerstoffverbrauch wird von vielen Dingen beeinflusst – etwa durch die Körpergröße beziehungsweise -masse und durch die Aktivität des Menschen. Auch die Anteile an Fett und Muskulatur haben einen Effekt: Muskulatur hat im Verhältnis zu Fettgewebe einen wesentlich höheren Grundumsatz, sodass eher muskulöse Menschen bereits in Ruhe mehr CO2 produzieren als eher untrainierte.

Noch vielschichtiger wird es bei körperlicher Aktivität. Während in Ruhe ungefähr 4 Liter Luft pro Minute die Lunge passieren, steigert sich dies bei körperlicher Belastung auf über 50 Liter pro Minute. Über das Jahr verteilt, bedeuten diese beiden Extreme 2.100 Kubikmeter Luft oder 168 Kilogramm CO2 in Ruhe gegenüber 25.500 Kubikmeter Luft oder 2.040 Kilogramm CO2 bei Dauerbelastung…

Bedeutet also: Entweder man bewegt sich und wird arm, oder man liegt nur noch im Bett und spart so Kohle. Nur wer bezahlt dann die Untätigen?


Quelle und Kommentare hier:
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