Lakehurst vor 80 Jahren: Das deutsche Luftschiff LZ 129 “Hindenburg“ geht in Flammen auf

von N8Waechter

Deutsche Ingenieurskunst wird selbst heute noch weltweit über alle Maßen geschätzt, doch ein historisches Meisterwerk des typisch deutschen Erfindungs- und Konstruktionsantriebs war unbestritten das deutsche Luftschiff LZ 129 “Hindenburg“, welches nach dem berühmten LZ 127 “Graf Zeppelin“ am 6. Mai 1937 – vor 80 Jahren – ein trauriges und dramatisches Schicksal erlitt.

Starrluftschiffe, nach ihrem Erfinder oftmals auch einfach “Zeppeline“ genannt, wurden nach ihren Einsätzen im ersten Weltkrieg zu einem Langstrecken-Reisekonzept in Friedenszeiten. Die Flugzeugindustrie machte in den 1920er und 1930er Jahren erhebliche Fortschritte und sollte die Luftschiffe auf recht absehbare Zeit ablösen, was unter normalen Umständen eine parallele Entwicklung gewesen wäre – doch es sollte anders kommen:

Bei ihrer letzten Reise über den Atlantik, von Frankfurt am Main nach Lakehurst, südlich von New York City, ging die “Hindenburg“ bei der Landung in Flammen auf und forderte 36 Todesopfer, was das (zumindest vorläufig) abrupte Ende der kommerziellen Starrluftschifffahrt zeitigte.

Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag

Am vergangenen Wochenende wurde in Lakehurst mit einer Veranstaltung der “Hindenburg“-Katastrophe und ihrer Opfer gedacht. Anwesend war laut einem Bericht der Asbury Park Press auch Dr. Horst Schirmer, seines Zeichens Sohn des Zeppelin-Ingenieurs und Aerodynamikers Dr. Max Schirmer. Im Alter von sechs Jahren war Horst Schirmer bereits Passagier bei einem Testflug gewesen und der in den USA lebende pensionierte Arzt sagte bei der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag:

»Wir werden niemals mit Gewissheit wissen, was genau geschehen ist. Hoffentlich war es keine Sabotage.«

Diese Mutmaßung ist keineswegs neu, denn Wasserstoff in Reinform ist nicht explosiv. Doch laut offizieller Darstellung soll es zu einem Leck gekommen sein, bei dem eine Wasserstoff-Luft-Mischung innerhalb der Hülle des Luftschiffes durch statische Entladung beim Landemanöver zur Zerstörung der “Hindenburg“ führte – so zumindest besagen es die Untersuchungsergebnisse des Unfalls.

Ursprünglich sollte die “Hindenburg“ mit Helium betrieben werden, wie es auch bei heutigen Luftschiffen üblich ist, doch seinerzeit waren die USA die einzigen Anbieter für dieses Gas, weshalb letztlich auf Wasserstoff ausgewichen wurde. Die Gefahr einer Entzündung des Inhalts des Schiffskörpers bestand jedoch aufgrund der Konstruktionsweise des Luftschiffes grundsätzlich nicht, da Wasserstoff nur in Verbindung mit Luft seine explosiven Qualitäten entwickelt.

Folglich muss es an Bord der “Hindenburg“ zu einem Vorfall gekommen sein, welcher dieses Gas-Luft-Gemisch herbeigeführt hat. Ob es sich dabei um einen Unfall oder Sabotage handelte, ist bis heute ungeklärt, doch auch eine Einwirkung “von außen“ ist spekulativ durchaus denkbar. In jedem Fall bietet die seinerzeitige politische Situation und die offenen “Unbehaglichkeiten“ gewisser Kreise gegenüber den Entwicklungen im nationalsozialistischen Deutschen Reich allgemein mehr als ausreichend Gründe dafür, eine Sabotage der “Hindenburg“ auf ihrer 63. und letzten Fahrt in Betracht zu ziehen. Aufgeklärt wird die Ursache dennoch vermutlich nie.

Anmerkung

Nebenbei, das traurige 80-jährige Jubiläum der Katastrophe von Lakehurst fällt in eine Zeit, welche ein weiteres “Jubiläum“ mit sich bringt. So waren es am gestrigen 8. Mai 2017 genau 72 Jahre seit der Einstellung der Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg, infolge der Kapitulation der drei Wehrmachtsteile des Deutschen Reiches. Die Auswirkungen dieses Vorgangs betreffen Deutschland, wie auch die ganze Welt, bis heute und wie im Fall “Hindenburg“, wird auch hier den Schafsmassen bis heute die Wahrheit über das, was seinerzeit wirklich geschehen ist und welch weitreichende und umfassende Folgen es hatte, weitestgehend verschwiegen.

Da die BRD-Bürgen ansonsten beständig und ausgiebig mit den “Untaten und Verbrechen des Terrorregimes“ der Nationalsozialisten über Funk, Fernsehen und Druckmedien berieselt werden, ist es mindestens als ein bemerkenswerter Umstand anzusehen, dass dieser denkwürdige “Tag der Befreiung“ vor 72 Jahren nicht nur international, sondern auch von den stiefelleckenden lizensierten LeiDmedien in der BRD in ihrer gestrigen Berichterstattung praktisch vollständig ignoriert wurde.

Alles läuft nach Plan…

Der Nachtwächter


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