Mehr als 50.000 „Dschihadisten“ bereichern Europa

Von Marilla Slominski

Mehr als 50.000 Dschihadisten leben jetzt in Europa.

Das gab der Anti-Terror-Koordinator der EU, Gilles de Kerchove bekannt. Europol hat mittlerweile mehr als 30.000 Dschihadisten-Webseiten entdeckt, doch die Internetprovider müssen weder die Daten sammeln, noch diese an die Ermittler weitergeben – man sorgt sich in der EU mehr um den Datenschutz und die Privatsphäre der islamischen Betreiber, als um zukünftige Terroropfer.

Deutsche Terror-Ermittler sind auf der Jagd nach dutzenden Mitgliedern einer der gefährlichsten Islamgruppierungen, der Jhabat al-Nusra Front, die als sogenannte Flüchtlinge illegal ins Land einreisen durften.

Die Männer stehen unter dem Verdacht, hunderte Syrer, Zivilisten wie Soldaten massakriert zu haben. Die Behörden haben bisher 25 der islamischen Mörder identifizieren können, und sogar vier verhaftet, doch die meisten von ihnen leben unerkannt, vom Steuerzahler alimentiert und unbehelligt in deutschen Städten.

Insgesamt stehen mehr als 400 sogenannte Flüchtlinge, die 2015 und 2016 einreisten, unter Verdacht, islamischen Terrorgruppen des Nahen Ostens anzugehören.

Die Befürchtung, die viele aufmerksame Beobachter zu Beginn der „Flüchtlingskrise“ äußerten, dass der IS die Situation ausnutzten könnte, um seine Kämpfer einzuschleusen, hat sich in vollem Umfang bewahrheitet.

Und wieder verhallen neue Warnungen (jouwatch berichtete) ungehört: Gerade äußerte der libysche Premierminister Fayiz as-Sarradsch seine Befürchtungen gegenüber The Times:

„Wenn Migranten Europa erreichen, können sie sich frei bewegen, Gnade Gott, es befinden sich Terroristen unter ihnen.“

In den ersten acht Monaten dieses Jahres kamen laut IOM rund 130.000 illegale Einwanderer in Europa an. Sie kamen über das Mittelmeer, über Griechenland und Bulgarien. Sie kommen aus Nigeria, Bangladesch, Guinea, Elfenbeinküste, Mali, Syrien, Irak, Afghanistan, Pakistan, und der Türkei. Eine weitere Route über das Schwarze Meer ist eröffnet. Auch Spanien verzeichnet immer weiter steigenden Zahlen. Bis heute erreichten mehr als 10.000 Einwanderer die spanischen Küstengebiete, dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch der deutschen Öffentlichkeit wird weiter weisgemacht, man habe die Situation im Griff, es kämen schließlich weniger sogenannte Flüchtlinge an, als im vergangenen Jahr oder gar 2015.

Am 31.August gab EU-Anti-Terror-Koordinator Gilles de Kerchove der spanischen Tageszeitung El Mundo ein – in Deutschland von den Medien unbeachtetes – Interview, in dem er von 50.000 Dschihadisten in Europa sprach:

„Vor drei Jahren war es noch einfach, jemanden zu identifizieren, der sich radikalisiert hatte. Heute schaffe sie es, ihre Weltanschauung zu verschleiern. Wir haben keine genaue Zahlen, aber es ist nicht schwer, annähernd richtig zu kalkulieren.

Es ist kein Geheimnis, in Großbritannien leben 20.000, in Frankreich 17.000. In Spanien sind es weniger, so um die 5000. In Belgien leben mehr als 2000, die 500, die nach Syrein gezogen sind, nicht eingerechnet.

Ich will jetzt nicht mit einer genauen Zahl spekulieren, aber es sind zehntausende, die in Europa leben, mehr als 50.000“, so de Kerchove.

Eine Zahl, die in Zeiten der Wiederwahl der Kanzlerin, lieber in den Schubladen der deutschen Medienredaktionen verstaubt, sie könnte ja das „Wir schaffen das“-Motto der Ewig-Regierenden ankratzen oder wie Innenminister Thomas de Maizière passend zum wegen Terrorgefahr abgesagten Fußballspiels in Hannover 2015 so schön erklärte

„Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“.


Quelle und Kommentare hier:
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