Merkel ins Gefängnis – was Deutschland von Spanien lernen kann

von WiKa

EUbsurdistan: Europa und besonders die Europäer sollen ja nach dem Willen der EU immer weiter zusammenwachsen. Dazu müssen sie sich künftig nur intensiver kontrollieren lassen, damit die Regierung nicht unnötig durch Anarchisten, Separatisten und Terroristen in Gefahr gebracht werden kann.

Bestens in der Weise, dass die Europäer am Ende dieses Verschmelzungsprozesses eine einzige, gut dirigierbare, homogene Masse abgeben, die weder Ecken noch Kanten hat. Diese Masse sollte in der Folge besonders ökonomisch zu bewirtschaften sein. Bestens auch noch unter Ausschluss der nationalen und lokalen Parlamente, die sich immer wieder als besonders hinderlich erweisen, wie jüngst das Drama um Katalonien in Spanien belegt.

Selbstverständlich gibt es genügend positive Elemente dieses unangenehmen Ereignisses in Spanien, aus dem wir konsequenterweise bereit sein müssen die nötigen Lehren zu ziehen. Gerade Deutschland darf sich nicht verweigern aus diesem Vorgang in Spanien ernsthafte Konsequenzen abzuleiten. Es geht darum, in Deutschland die ersten Politiker ins Gefängnis zu stecken. Spanien hat die Inhaftierung der Politiker mit Verstößen gegen die Verfassung gerechtfertigt. Das ist ein ausgesprochen zugkräftiges Argument. Es geht also, Politiker ins Gefängnis, dann muss man das auch machen!

Profunde Verstöße gegen das Grundgesetz haben wir in letzter Zeit massenhaft zu beklagen (eine Verfassung haben wir ausweislich des Artikels 146 Grundgesetz leider noch nicht). Diese Straftaten wurden und werden aus Kreisen höchster Politiker|innen verübt. Sind wurden und werden auch ebenso massenhaft zur Anzeige gebracht. Hier ein Beispiel dazu: 1000 Strafanzeigen gegen Merkel seit Beginn der Flüchtlingskrise[Die Welt].

Bislang allerdings immer noch ohne durchschlagenden Erfolg. Offensichtlich haben die größtenteils über ihre Parteibücher ins Amt gekommenen Staatsanwälte schlicht Angst um ihren Job. Genau hier müssen wir uns überwinden und angstfrei von den Spaniern lernen. Ohne großes Federlesen sind solche Gestalten in Untersuchungshaft zu nehmen, bis die Vorwürfe rechtsstaatlich aufgearbeitet sind.

Spanien, besser gesagt die spanische Zentralregierung in Madrid, hat sich auf diese Art und Weise angeblich gegen den Zerfall des Landes erfolgreich zur Wehr gesetzt. Der Verfall in Deutschland läuft indes auf ganz andere Art und Weise weiter auf Hochtouren, aber nicht minder strafbar. Deshalb haben wir sogar noch viel mehr Veranlassung rigide durchzugreifen.

Spanien hat knüppelhart vorgeführt, das in dem jetzigen Europa Inhaftierungen von Politikern völlig in Ordnung sind. Zumindest soweit der Erhalt der Staatlichkeit auf dem Spiel steht. Da fragt man sich ernstlich worauf wir (der deutsche Michel) gerade noch wartet. Ja klar, auf die Sportschau!

Sicher, einen klitzekleinen Schönheitsfehler hat die Angelegenheit, die wir bis hierher verschwiegen haben. Diese Verhaftungswellen funktionieren offenbar immer nur von oben nach unten und niemals so richtig von unten nach oben. Also nur die dicken Fische können die kleinen Fische grillen. Das ist ein ernstlicher Mangel in dieser europäischen Scheindemokratie. Das belegt, dass auch weiterhin, wie schon zu Feudalzeiten, zweierlei Maß das Bild bestimmt. Da muss dann Recht nicht gleich Recht sein sondern Recht bekommt, wer die Gewalt hat und bereit ist sie einzusetzen. Damit hatte beispielsweise der Rajoy in Spanien kein Problem.

Recht ist nicht gleich Recht

Die Katalanen haben sich ähnlich friedlich verhalten wie die Deutschen bislang auch. Das ist auch gut so, denn Gewalt ist in keiner Weise eine Lösung und führt nachweislich immer wieder nur zu Gewalt.

Interessanterweise schwören darauf aber die obersten Autoritäten, die angeblich das Volk vertreten. Was für ein Widersinn. Letztlich setzen sie die Gewalt ein, nicht um den Menschen zu dienen, sondern um sie nach wie vor hart zu beherrschen. Soweit die oberste Maxime einer EU das Wohl und der Wille der ihr angehörigen Menschen ist, wäre die Eigenstaatlichkeit Kataloniens niemals ein Problem. Es geht aber immer wieder nur um Macht und Machterhalt geht.

Dieser Status wird dann gerne durch maximal viele abhängige Menschen dokumentiert. Dieses Statussymbol nebst zugehöriger Macht möchte sich weder die spanische noch die deutsche Zentralregierung aus den Händen ringen lassen. Auf mittlere Sicht möchte die EU dann alle Macht dieser Nationen auch noch übernehmen. Umso verständlicher wird in diesem Zusammenhang, dass eine Fragmentierung der Bevölkerung Nutzmenschenmasse bei dieser Perspektive nicht mehr infrage kommt. Das Nachsehen haben wie üblich die einfachen Leute, das EU-Nutzvieh.

Schade … schon wieder nichts gelernt und die nächste Gelegenheit verpasst.


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