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Merkel, Schulz, Seehofer: gemeinsamer Rücktritt

von WiKa

+++EIMELDUNG+++ Deutsch Absurdistan: Die Lage der Nation ist verzweifelt bis führerlos. Niemand in der politischen Landschaft Deutschlands will für sein krass-konkretes Versagen die Verantwortung übernehmen (rechts die Begründer des Unheils im Jahre 2013). Alle beteiligten Politiker kleben trotz ihres Alters und ihrer überbordenden Pensionsansprüche, wie ein ausgelutschtes Bündel Kaugummi unter den inzwischen nackten Füßen des deutschen Wahlmichels. Diese rücksichtslose Postenkleberei scheint ein neues Markenzeichen der aktuellen Politgarde zu werden. Die amtsbekannte “Aussitzmentalität” geht angeblich auf Helmut Kohl den Großen zurück, soll aber von Hells Angela perfektioniert worden sein.

Wie uns der Verstorbenenrat des Bundestages unzweideutig medial übermitteln ließ, planen die erwähnten Protagonisten (noch im Verborgenen) nun doch einen kollektiven Rücktritt von allen Ämtern, Funktionen und Pöstchen. Zur Erläuterung: der Verstorbenenrat ist nach dem Vorältesten- und Ältestenrat der geheimste aber wichtigste Rat im Bundestag. Allerdings soll ausgerechnet Frauke Petri diesen Stein losgetreten haben, indem sie bereits einen Tag nach der Wahl Parteivorsitz und Mitgliedschaft bei der AfD wegen eines zu großen Erfolges hinschmiss und nunmehr eine grundlegende Fahrt ins “Blaue” plant. Warum sie ihre neue Partei nicht “Beta” nannte, um der “Alfa” nachzufolgen, wird zur Stunde noch von den Tratschblättern recherchiert.

Die Gründe für den kollektiven Rücktritt von Merkel Schulz und Seehofer liegen auf der Hand. Alle drei sind total verbrannte Gestalten. Derweil getrauen sie sich lediglich noch nicht, sich selbst diesen Makel einzugestehen. Alle drei sind die Hauptakteure der gerade erst vom Wähler glasklar zersägten Großen Koalition. Da hilft es auch nichts, wenn Angela Merkel dem trüben Schulz noch schöne Augen macht. Nach ihrer Vorstellung könnte sie selbst mit dem raubeinigen Steigbügelhalter noch eine Legislatur weiter schlafwandeln. Dafür reichten die Prozente schon aus, würde Schulz jetzt nicht auf “bockig” machen.

Der Würselener Dorf-Schulz hatte auch vor dem Antritt des SPD-Vorsitzes noch nie den korrekten Durchblick. Das hat man bei der SPD allerdings zu 100 Prozent nicht erkennen wollen. Obgleich man es dort hätte wissen müssen, dass ein bereits zur EU entsorgter Politiker für einen Einsatz auf nationaler Ebene niemals mehr tauglich ist. Das war eine kollektive Fehleinschätzung der Partei, für deren Abstrafung durch den Wähler sich die SPD garantiert in einer der kommenden Legislaturperioden noch an selbigem rächen wird. Vermutlich mit einer Agenda 2030 unter Halbierung der Hartz-IV Bezüge.

Merkel selbst ist nach zwölf Jahren Kanzlersessel inzwischen derart mit dem Regier-Gerät verwachsen, dass nur noch eine operative Entfernung Erfolg verspräche. Hilfsweise rollt man sie mitsamt dem Sitzgerät aus dem Kanzleramt, sofern Sie sich jetzt einmütig mit den Kollegen zum Rückrollen bereit erklärt. Für ihren Nachfolger tut es in der großen Not zunächst auch ein harter Schemel.

Da ist die Gefahr eines Verwachsens mit dem Gerät erheblich geringer, weil der Nachfolger zur Schadensbehebung erst einmal richtig rotieren muss. Es sieht so aus, als hätte Merkel mental das jähe Ende des “Mutti-Kulti” in der Bananenrepublik bis heute noch nicht verwunden.

Über Seehofer muss man in diesem Zusammenhang gar nicht spekulieren. Er war der Schwanz, mit dem der Rest der GroKo über die letzten Monate hektisch wedelte. Immer wieder die Obergrenze beschwörend knickte er im entscheidenden Moment wieder ein. Das mochten ihm die Bayern nicht verzeihen.

Und die Parteikollegen in München haben Sorge, dass die Wackelei, zumindest im Zusammenhang mit Merkel, einfach nur so weitergeht. Deshalb lassen die Königsmörder in München zurzeit auch nicht locker. Ein weiterer guter Grund für den Voll-Horst, sich nunmehr auf sein zartes Alter zu besinnen und daheim in Vollzeit pädagogisch um den eigenen Nachwuchs zu kümmern. Links im Bild sehen wir ihn noch bei einer Turtelei mit Schulz Vorgänger, Erzenkelin Gabriel€.

Schreckgespinste und Albträume

Den Dreien kann man dieser Tage sorglos nachrufen: “Volksparteien Verschrotter“. Auf alle Fälle hat ihr Handeln eindeutig dazu geführt, dass sich die politischen Geschmacksrichtungen in Deutschland merkelig wie nachteilig verschoben haben. Der Rücktritt des Dreigestirns kann allerdings erst am 1. oder 2. Oktober erfolgen. Dafür gibt es sachlich zwingende Gründe. Bei der Berechnung ihrer Pensionsansprüche würde ihnen sonst ein ganzer Monat verloren gehen. Einen solchen Verlust hinzunehmen, sehen sich die Beteiligten aus verständlichen Gründen außerstande. Und wenn sie nicht gestorben sind zurücktreten, dann sinnieren sie weiterhin darüber, wie sie es den bösen Wählern für deren Liebesentzug krachend heimzahlen können. Immerhin ist der Pöbel für die Herrschaft da, das war noch nie anders.