Michael Winkler: 41 Wehrmachtsandenken gefunden

Oh wie nett, die Bundeswehr erkundigt sich diskret nach F35-Jets. Die F35 ist der neueste amerikanische Alleskönner, den es in drei Varianten gibt, für den normalen Einsatz, für den Einsatz auf Flugzeugträgern und als Flugzeug für die Marines, das von kleineren Schiffen aus starten und dort senkrecht landen kann. Die F35 soll luftkampffähig sein und auch Bombenmissionen fliegen. Und ja, sie ist teuer.

Hin und wieder kursieren Meldungen, daß sie doch nicht alles schafft, was ihr angedichtet wird. Aber wenn die Bundeswehr sich beteiligt, sinken für alle die Kosten, weil diese eben breiter umgelegt werden. Das ist gut für die amerikanische Rüstungsindustrie und gut für diverse Länder, die dieses Flugzeug bereits gekauft haben. Und gut für Airbus Industries, weil endlich einmal eine andere Firma wegen untauglicher Technik in die Schlagzeilen gerät.

Österreich hat die Neuwahlen für das Parlament auf den 15. Oktober festgelegt. ÖVP und SPÖ haben sich ausreichend zerstritten, um diese Neuwahlen herbeizuführen. Und danach? Da will die stärkere der beiden Parteien mit der FPÖ koalieren, da die große Koalition ja wegen gegenseitigen Mißfallens nicht mehr gewollt wird.

Tja, FPÖ … Das waren doch noch vor kurzem die Schmuddelkinder, mit denen man auf gar keinen Fall gemeinsam im Sandkasten sitzen wollte? Gegen die es eine Allparteien-Koalition gegeben hatte, um einen Bundespräsidenten Hofer zu verhindern? Aber das ist Schnee von gestern, jetzt ist Sommer.

Pfuschi von den Laien hat ihre Kasernen durchsuchen lassen und dabei 41 Wehrmachtsandenken gefunden.

41!

Die Wehrmacht war eine Truppe, zu der die Soldaten zwangsweise eingezogen worden sind. Wobei Zwang das falsche Wort ist, sondern es war die Pflicht der Landser, für das Vaterland ihr Leben zu riskieren.

Vergleicht man das mit den heutigen Denunzianten, was die als ihre „staatsbürgerliche Pflicht“ ansehen, dann sieht man den Verfall von Sitte und Moral ganz deutlich.

Die Soldaten der Wehrmacht pauschal als Verbrecher abzutun, paßt zu dieser Verkommenheit. Verbrechen passieren in Kriegen eher selten an der Front, sondern dort, wo von den Laien sitzt: in der Regierung.

Die britische Regierung hat Dresden bombardieren lassen, die amerikanische Regierung die Atombomben geworfen. Die Regierungen haben sich nicht gebessert, ob in den Kriegen gegen den Irak oder Libyen, in Afghanistan und in Syrien. Wäre ich noch bei der Bundeswehr, ich würde mich fragen, was die deutsche Regierung, die derart über ehemalige deutsche Soldaten herfällt, in einigen Jahren über mich sagen wird.

Von den Laien ist ungedient. Ihr sind niemals Kugeln um die Ohren geflogen, sie wurde niemals von einem Unteroffizier beim Waffenreinigen „rundgemacht“. Sie ist niemals durch den Schlamm gerobbt oder mußte bei eisiger Kälte biwakieren. Das Soldatenleben kennt sie nur aus zweiter und dritter Hand.

Hauptmann Hans-Joachim Marseille, einer der größten Kampfpiloten der Weltgeschichte, hat dies alles erlebt. Er ist für Deutschland mit seinem Leben eingestanden und hat es verloren. Selbst ein Sven-Felix Kellerhoff, seines Zeichens Schmieren-Journalist und Leitender Redakteur Geschichte der WELT, dürfe bei ihm kein Kriegsverbrechen finden. Er dürfte höchstens über die Jahre 1943 bis 45 schreiben, die nicht interessieren, weil der Hauptmann am 30. September 1942 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist.

Nach diesem Helden war bisher eine Kaserne benannt.

Pfuschi hat das geändert. Nun ja, es kommt sicher der Tag, an dem alle Andenken an das Merkel-Regime aus den Kasernen entfernt werden. Und alle Kitas geschlossen, die Pfuschi hinterlassen hat.

Quelle: Michael Winkler


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