Michael Winkler: Aus dem Dienstwagen sieht die Welt eben anders aus

Frankreichs Macron hat Geschmack. Den Nationalfeiertag begeht er mit Donald Trump, die lästige Trulla aus dem Nachbarland hat er vorher abgeschoben, samt ihres Stabes drittklassiger Minister. Was soll er auch mit einer Truppe, die nicht einmal einen friedlichen G20-Gipfel organisieren kann? Da lädt er lieber jemanden aus Übersee ein, der eine bessere Kinderstube hat und schon optisch einen weitaus besseren Eindruck hinterläßt.

„Allah, zerstöre die zionistischen Juden, zähle und töte sie bis zum letzten Mann.“

Wer das gesagt hat? Ein islamischer Prediger namens Abu Bilal Ismail, der deswegen als Volksverhetzer verurteilt wurde. Der Mann hat auch sonst interessante Ansichten, so sollen untreue Ehefrauen zu Tode gesteinigt werden. Und ein Mohammedaner, der dem Islam abschwört, hat damit ebenfalls sein Leben verwirkt.

Dieser freundliche Mitmensch durfte in einer Moschee in Neukölln predigen. Der Islam gehört schließlich zu Deutschland, sagt unsere Kanzlerin. Und wir sagen ihr dafür Danke. Der Islam ist die letzte Rettung in einer Zeit, in der die Frauen drauf und dran sind, die Gleichberechtigung mit den Menschen zu erlangen.

Nachdem die Russen al Bagdadi, den vormaligen Kalifen aller Muslime, getötet haben, haben die Amerikaner sich dessen Nachfolger Abu Sajed geholt. Das Oberhaupt des Islamischen Staates wurde bei einem Luftangriff auf das regionale IS-Hauptquartier in der Provinz Kunar (Afghanistan) getötet. Damit eröffnen sich bei den korantreuen Muslimen interessante Karrierechancen. Bei der Ausfallrate wird an der Spitze schnell wieder etwas frei, und von da geht es ganz schnell zu Allah. Als Papst muß man zumeist viel länger warten, bis man endlich mit seinem Chef reden darf.

Wäre die Türkei ein Unternehmen, so würde deren Aktienkurs dank Sultan Erdogan dem Allmächtigen, gepriesen sei sein Name, unablässig steigen. Warum? Weil er jede Menge Personal rauswirft. Zum Jahrestag des Operettenputsches sind wieder 7300 Soldaten, Polizisten und Ministeriumsmitarbeiter an der Reihe. So wird die Türkei zum schlanken Staat, was in Merkeldeutschland ebenfalls nötig wäre. Da wird die Arbeit eben neu verteilt und die Herrschaften, die ihre Stelle behalten dürfen, leiden nicht mehr unter Langeweile.

Die Wahrheitsmedien tun so, als sei es eine Überraschung, daß Olaf Scholz angeordnet habe, daß der Schutz der Staats- und Regierungschefs Vorrang habe vor dem Schutz der Bevölkerung. Wir sind schließlich eine Demokratie, und da zählen Funktionäre immer mehr als gewöhnliche Bürger.

Deshalb genießen die Demokraten Personenschutz, für sie werden Straßen und notfalls ganze Städte abgesperrt, werden Ampeln auf Dauergrün geschaltet. Die gewöhnlichen Bürger dürfen am Glanz der Demokratie teilhaben, aus gebührendem Abstand – und dafür bezahlen. Aus dem Dienstwagen sieht die Welt eben ganz anders aus.

Quelle: Michael Winkler


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