Michael Winkler: Ausgerechnet den in deutschen Fernsehen am meisten präsenten Mann auch noch zu grüßen

Das „Kommando Spezial Kräfte“, KSK, der Bundeswehr, hat einen Skandal am Hals. Anzeigenerstatterin ist offenbar eine Prostituierte, die zwar für ihre Dienste bezahlt, aber nicht in Anspruch genommen wurde. Die Redaktion von „Panorama“ hat vier Monate den Skandal herbeiermittelt.

Was ist geschehen? Die Elitesoldaten haben den Abschied eines Kompaniechefs gefeiert. Dabei sollen sie einen „Parcours“ absolviert haben, der mit Bogenschießen begonnen hat. Anschließend wurde, man höre und erschaudere, mit einem Schwert auf Melonen und Ananas eingedroschen. Danach wurden Schweinsköpfe geworfen (ohne den Rest des Schweines, das demnach bereits tot gewesen war). Zuletzt galt es eine Hinderniswand zu überwinden.

Beim darauffolgenden Umtrunk wurde „Rechtsrock“ gehört, der den Kampfsoldaten offenbar so vertraut gewesen ist, daß sie die Refraine mitsingen konnten. Dabei soll sogar der Hitlergruß gezeigt worden sein, sagt die Prostituierte. Ausgerechnet den in deutschen Fernsehen am meisten präsenten Mann auch noch zu grüßen …

Ja, wir sind ein wahrhaft glückliches Land, wenn wir unseren besten Soldaten, die abseits der Öffentlichkeit in brutale und gefährliche Einsätze geschickt werden, vorwerfen können, Liedtexte zu kennen und den rechten Arm zu heben. Das zeigt, daß wir sonst keine Probleme haben.

Presstituierte arbeiten mit Prostituierten zusammen, wenn es um „rechte Entgleisungen“ geht, wobei die Damen in aller Regel ehrbarer sind als die Journalisten. Lassen wir die Kirche im Dorf: Die KSK sind nicht die Garde du Corps, wo jeder ein „von“ im Namen getragen hatte.

Seien wir froh, daß wir noch Leute finden, die körperlich in der Lage und zudem willens sind, die schmutzige Arbeit für die Bundesregierung zu leisten. In früheren Zeiten hätte man aus solchen Vorfällen keinen Skandal erwachsen lassen, sondern den Jungs einen 60-km-Gewaltmarsch auf den Dienstplan gesetzt, um ein paar überflüssige Kräfte zu verbrauchen.

Allahu akbar? Das berichten die Wahrheitsmedien über den Anschlag in Barcelona noch nicht. Bisher gibt es nur Gerüchte statt Berichte. 32 Verletzte, nachdem ein Lieferwagen in Barcelonas Innenstadt in eine Menschenmenge gerast ist, soll es gegeben haben. Zehn davon schwer, bis zu zwei Tote wird ebenfalls gemeldet. Der Fahrer des Lieferwagens soll sich mit einer „Langwaffe“ in einer Bar verschanzt haben, zwei andere bewaffnete Angreifer sollen ebenfalls eine Bar gestürmt haben.

Jetzt warten wir besser in aller Ruhe ab, bis die Ausweise der Attentäter gefunden worden sind [AdR.: wurden sie bereits], und sich die korantreuen Muslime des Islamischen Staates dazu bekannt haben. Und all jenen, die sich gerne Sorgen machen, sei gesagt: die Kanzlerin ist in Sicherheit.

Der Holocaustforscher Eberhard Jäckel ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren. Das ist natürlich in höchstem Maße ungeschickt von ihm, schließlich weiß jeder, daß 88 für HH steht, womit nicht das Autokennzeichen der Hansestadt Hamburg gemeint ist.

Wollte Jäckel damit dem Führer einen letzten Gruß entbieten? Als Entschuldigung für sein Lebenswerk? Wer hat verhindert, Jäckel bis zu seinem 89. Geburtstag an eine Maschine anzuschließen, um die verräterische 88 zu vermeiden? Und, vor allem, ist die Panorama-Redaktion bereits auf diesen Skandal angesetzt?

Oh ja, da sind viele Fragen offen …

Quelle: Michael Winkler


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