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Michael Winkler: Bananen durch den Lagerzaun schieben

Woran merkt man, daß Wahlkampf ist? Zum Beispiel daran, daß Merkelminister Thomas de Maizière davon spricht, die Leistungen für Asylbewerber europaweit anzugleichen. Und das nicht etwa nach oben, ans deutsche Niveau, sondern nach unten. Er nennt explizit Rumänien, schränkt aber ein, daß es einen Kaufkraftausgleich geben müsse.

Dabei wäre das nicht nötig, wenn die Herren Asylbewerber Kost und Logis frei haben, ihre Handyrechnungen übernommen werden und es Klamotten umsonst aus der Altkleidersammlung gibt. Zur Not können die „Refugees-Welcome“-Gutmenschen ja ein paar Bananen durch den Lagerzaun schieben.

Haben Sie gewußt, daß im Parlament die konservativen Parteien rechts, die progressiven Parteien links sitzen? Ja, ja, die Einteilung ist uralt, sie stammt aus einer Zeit, als es noch konservative und progressive Parteien gegeben hatte, also in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Seitdem haben sich die Definitionen von Rechts und Links laufend verändert. Die Nationalsozialisten haben sich übrigens als linke Partei verstanden.

Später kam die Zeit der Gleichverteiler. Auf der linken Seite hat man geteilt: Ein Anteil für die Arbeiter, ein Anteil für die Partei, ein Anteil für die Bauern, ein Anteil für die Partei, ein Anteil für die Rentner, ein Anteil für die Partei. Auf der rechten Seite hat man ebenfalls gerecht geteilt: Ein Anteil für 40 Millionen Berufstätige, ein Anteil für 20.000 Einkommensmillionäre.

Eine Partei, die sich für Freiheit, Selbstbestimmung und Mündigkeit der Bürger einsetzt, gibt es leider nicht, aber da „Rechts“ mittlerweile ein Schimpfwort geworden ist, müßte diese wohl rechts sitzen. Ebenso eine Partei für Demokratie und Bürgerbeteiligung, obwohl beides eindeutig progressive Kräfte sind. Ansonsten sind heute alle Parteien solche der Mitte. Also absolut kontur- und ideenlos, mit gewissen Tendenzen. Nein, nicht nach links oder rechts, sondern zur Selbstbereicherung.

Das Außenministerium in Ankara hat Türken bei Reisen nach Deutschland und hier lebende Türken zur Vorsicht ermahnt. Die Türken sollen „sich nicht auf politische Debatten einlassen“ und „sich von Wahlkampfveranstaltungen politischer Parteien und von Plätzen fernhalten“.

Das sind durchaus vernünftige Ratschläge, die ein Deutscher in der BRD ebenfalls berücksichtigen sollte. Es ist unsinnig bis gefährlich, sich mit fanatischen Merkel-Wählern auf politische Debatten einzulassen, gegen Dummheit kämpfen schließlich sogar die Götter vergebens. Bei öffentlichen Plätzen sollte man ebenfalls vorsichtig sein, da könnten jederzeit Schlägertrupps der Antifa auftauchen oder Muselmanen die Größe Allahs demonstrieren.

Bei den Veranstaltungen politischer Parteien sieht es ein wenig anders aus. Reden Merkel und Komplizen, so sollten Sie die Zeit genießen, in der Sie nicht an anderen Orten von den Vollpfosten der etablierten Parteien belästigt werden. Gleiches gilt für AfD-Veranstaltungen, nur aus einem anderen Grund: Da gehen die Vollpfosten und Dumpfbacken zur Gegendemonstration, mithin sind sie ebenfalls aus dem Weg. Insofern danke ich dem Außenministerium in Ankara für diese fürsorglichen Hinweise.

Quelle: Michael Winkler


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