Michael Winkler: Bleibende Eindrücke aus Trullanesien

Manchmal sind sie direkt rührend, unsere Wahrheitsmedien, mit ihren Propaganda-Bemühungen. Die USA seien nicht mehr in der Pole-Position, haben sie gesagt. In dieser Rolle sei nicht mehr Donald Trump, sondern – Träräh! – Angela Merkel! Gerade so, als würde sich irgend jemand außerhalb der trullanesischen Pressehuren um die Meinung des Hosenanzugs mit der schlechten Kinderstube scheren.

Das wichtigste Gespräch haben Trump und Putin geführt, dazu haben sie die Lachnummer an der Spitze eines heruntergewirtschafteten Hinterwäldlerstaates nicht gebraucht. Die durfte währenddessen über das schon ein wenig angestaubte Pariser Abkommen schwabulieren.

Die Gipfelteilnehmer haben aus Trullanesien bleibende Eindrücke mitgenommen. Der linke Mob randaliert auf den Straßen, Autos brennen, Geschäfte werden aufgebrochen und geplündert, während die Regierung vor allem „gegen rechts“ kämpft. Die Medien des Gastgebers ziehen über ausländische Politiker her, schüren die Feindbilder Trump, Putin und Erdogan. Weitere Gäste kommen nicht vor, gerade einmal Frankreichs Macron und Kanadas Trudeau werden beiläufig als Merkels Vasallen erwähnt.

Merkels ach so tolle Idee eines „Marshallplans für Afrika“ ist irgendwie unter den Gipfeltisch gefallen. Wer sollte das auch bezahlen? Die 20 Milliarden Dollar, die allein Deutschland aus dem Marshallplan erhalten und zurückgezahlt hat, entsprächen heute überschlägig 800 Milliarden Euro. Damit würden die Afrikaner dasselbe tun wie mit der Entwicklungshilfe: eine Menge Waffen kaufen und nichts in die Wirtschaft investieren.

Griechenland bekommt mal wieder Geld, 7,7 Milliarden aus dem ESM, also von den europäischen Steuerzahlern. So sehr ich jeden einzelnen Griechen eine solche Hilfe gönne, so sehr bezweifle ich, daß dieses Geld bei den einfachen Leuten ankommt. Es versickert wieder irgendwo in der Parallelwelt der Banken, und es wird schließlich in den Taschen derer landen, die ganz und gar nicht bedürftig, sondern schwerreich sind.

Es sind ja nur Bagatellen, ein paar Millionen halt, die am griechischen Staatsbankrott und an der Geberfreude der nicht gefragten Steuerzahler eingesackt werden. Pro Nase, versteht sich.

Quelle: Michael Winkler


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