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Michael Winkler: Dem Leben nicht gewachsen

Ich bekomme derzeit Zuschriften, weil ich die Deutsche Mitte als Partei bezeichnet habe, die ich vielleicht wählen würde, wenn wir das Weimarer Wahlrecht hätten. In diesen Zuschriften wird vor allem über deren Bundesvorsitzenden Christian Hörstel hergezogen.

Ich gebe zu, ich habe mich weder mit der DM noch mit Hörstel näher befaßt, denn wenn ich alle Video- und sonstigen Links ansehen würde, die mir pro Tag zugeschickt werden, müßte der Tag 36 Stunden haben und ich noch die Nacht dazunehmen. Selbst schreiben könnte ich dann nichts mehr.

Ich habe offenbar nur die Schokoladenseite gesehen, die vernünftigen Aspekte, nicht das, was gegen Partei und Vorsitzenden spricht. Allerdings – ich habe NICHT empfohlen, die Deutsche Mitte zu wählen. Ich habe, schweren Herzens, AfD empfohlen. Die AfD hat gute Ansätze und Schwachpunkte, ich sehe sie jedoch als die einzige Möglichkeit, wenigstens leise NEIN zu sagen.

Ansonsten hielte ich es für sinnvoll, wenn die deutsche Seite anstatt immer neue Splitterparteien zu gründen, sich zu einer einzigen nationalen Partei zusammenschließen würde – und dort in sich einig bliebe.

42% der Schulkinder sind gestreßt vom Unterricht. Sie sind überfordert, genervt, erschöpft und haben zu wenig Freizeit. Was soll ich dazu sagen? An meine Zeit im Kindergarten kann ich mich nur bruchstückhaft erinnern, deshalb halte ich die Schulzeit für die leichteste Phase meines Lebens. Da gab es ständig einen Alleinunterhalter, der sich große Mühe mit uns, seinem nicht immer willigen Publikum gegeben hat.

Am Ende eines Schuljahrs wartete die sichere Beförderung, es gab immer wieder Erfolgserlebnisse. An den Vorgesetzten des nächsten Abschnitts, der Bundeswehr, habe ich so richtig gemerkt, was für großartige Leute meine Lehrer gewesen sind. Wenn die Kinder heutzutage in der Schule unter „Streß“ leiden, zeigt das für mich, daß sie dem Leben nicht gewachsen sind. Es ist ein sehr schlechtes Zeichen für die Zukunft und deren persönlicher Entwicklung.

Ist der Kalif aller Gläubigen, der Beherrscher der korantreuen Muslime, das Oberhaupt des Islamischen Staates, Abu Bakr al-Bagdadi nun tot oder nicht? Osama bin Laden hat wenigstens hin und wieder Ansprachen gehalten, um das CIA-Budget zu rechtfertigen, aber al-Bagdadi? Der war und ist ein Phantom, das nur einmal eine Rede in einer Moschee gehalten hat.

Im Juni und Juli wurde er von verschiedenen Seiten für getötet erklärt, aber da er nicht bei einem amerikanischen Bombenangriff ums Leben gekommen ist, glauben die USA nicht an seinen Tod. Da ein lebender Kalif besser für das CIA-Budget ist, hat er gefälligst solange am Leben zu sein, bis die USA ihn live und in Farbe niedermetzelt, mit Direktübertragung ins Weiße Haus.

Am 19. Juli absolviert eine Gruppe Offiziersanwärter einen Geländemarsch, vier Soldaten kippen um, einer stirbt und ein weiterer ist noch immer im kritischen Zustand. Die Bundeswehr gibt nun zu:

„Der am Ausbildungstag getragene Anzug mit der Feldjacke über der Splitterschutzweste war an Leistungsstand und Witterung nicht angepaßt.“

Die Schuld tragen also die Vorgesetzten.

Ich frage mich jedoch, wie das sein kann. Offiziersanwärter sollten Abitur haben, sie sollten die Grundausbildung und die Vollausbildung absolviert haben, bevor sie zur Offiziersausbildung zugelassen werden. Sollte das jedoch noch die Grundausbildung gewesen sein, dann hat die Bundeswehr schon bei der Einstellung einen Fehler gemacht und körperlich ungeeignete Bewerber akzeptiert haben. Dann ist der Fehler viel weiter oben aufgetreten – bei der Führung, also bei Frau von den Laien.

Quelle: Michael Winkler