Michael Winkler: Die normative Kraft des Faktischen

Donald Trump hat seine ersten hundert Tage als US-Präsident hinter sich und wurde dafür ausgiebig vom Präsidenten der USA gelobt. Seine Bilanz könne sich sehen lassen, er sei einer der Besten überhaupt, hat Donald Trump über sich gesagt.

Die allerbeste Bilanz hat jedoch ein Harry S. Truman. Sind wir ein bißchen großzügig, so hat er in den ersten 150 Tagen seiner Präsidentschaft dies alles geleistet:

Inthronisierung am 12. April 1945, am Todestag Franklin Delano Roosevelts. Siegreiche Beendigung des 2. Weltkriegs in Europa am 8. Mai, Atombombe auf Hiroshima am 6. August, auf Nagasaki am 9. August. Bekanntgabe der Kapitulation Japans am 14. August, offizielle Kapitulation und damit Ende des 2. Weltkriegs am 2. September 1945.

Den Rest seiner Präsidentschaft kann man hingegen mehr oder weniger vergessen. Truman hat den Kalten Krieg begonnen, immerhin die Luftbrücke nach Berlin bewerkstelligt und hat im Koreakrieg Prügel bezogen. Für die ersten 150 Tage seiner Präsidentschaft konnte Truman natürlich nichts, das hat er alles geerbt. Und Trump?

Der hat in seinen hundert Tagen sein Image als möglicher Messias und Weltveränderer eingebüßt. Er gilt nicht mehr als Querschläger, sondern als jemand, der sich gut anpaßt und der „normativen Kraft des Faktischen“ bereitwillig unterworfen hat.

Erdogan der noch Größer-Prächtigere, gepriesen sei sein Name, rät den USA, die Allianz mit den Kurden zu beenden. Bei den Kurden hat Erdogan der Allmächtige eine klare Einteilung:

Es gibt Kurden, die sind in der PKK und deshalb Feinde der Türken. Und es gibt Kurden, die der PKK nahestehen, die den Türken feindlich gesonnen sind. Dabei bietet der Padischah allen Kurden die Möglichkeit, sich als echte Türken zu bekennen, den Islam ernst zu nehmen und in Zukunft AKP oder „Ja“ zu wählen, wann immer der Sultan an die Wahlurnen ruft.

Unser aller Tunix-Kanzlerin hat den Islam in seinem Herkunftsland besucht. Dabei wurde vereinbart, daß die Bundeswehr künftig saudi-arabische Kämpfer ausbilden soll. Natürlich können die Bundeswehrler dabei selbst sehr viel lernen, die Saudis haben schließlich Übung im Unterdrücken unerwünschter Bevölkerungsteile und im Vorbereiten eines Krieges gegen den unerwünschten, weil schiitischen Islam.

Die Saudis zeigen im Jemen zudem, daß sie fast so gut Bomben auf Zivilisten werfen können, wie die großen Vorbilder USA und Israel. Bliebe noch anzumerken, daß Merkel entgegen den landesüblichen Gepflogenheiten unverschleiert aufgetreten ist. Aber das ist in Ordnung, denn welche weiblichen Reize hätte sie auch verbergen sollen?

Dr. Klitsch-K.O. hat es erleben müssen, im Boxring auf der falschen Seite einer fliegenden Faust zu stehen. Nun, der Mann ist 41 und hat seine Höhepunkte erlebt und seine Siege feiern dürfen. Das Alter fordert von jedem Tribute, ältere Herren sollten ihre Köpfe zum Denken benutzen und nicht dazu, fliegenden Fäusten ein gutes Ziel zu bieten. Der Sieger, Anthony Joshua, wird am 15. Oktober 28. Geld sollte Wladimir Klitschko genug haben, und wenn nicht, geht er eben in die Politik.

Mann ersticht Mutter vor Supermarkt, titeln die Wahrheitsmedien. Eine 38jährige wurde von einem 29jährigen mit einem Messer angegriffen, vor einem Supermarkt im bayerischen Prien am Chiemsee. Das ist eben der Islam, der zu Deutschland gehört, wie unsere Politiker immer wieder beteuern. Sowohl Opfer als auch Täter waren Afghanen, die nicht nach Deutschland gehören. Diese Leute sollen ihre Streitereien bitteschön am Hindukusch austragen.

Quelle: Michael Winkler


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