Michael Winkler: Die Zeit der überfüllten Schlauchboote ist wieder angebrochen

3,7 Millionen Jugendliche und Heranwachsende sind in der angeblich so reichen Bundesrepublik Merkeldeutschland sozial abgehängt. Sie gehören zu den „Verlierern ihrer Generation“, denen unsere Gesellschaft nichts zu bieten hat, keine Ausbildung, keinen Beruf, keinen sicheren Arbeitsplatz. Da trifft es sich gut, daß zahlreiche Institutionen versuchen, „Flüchtlinge“ in Arbeit zu bringen, während die eigenen Leute für sich selbst sorgen sollen.

Dabei hätten diese jungen Menschen anders als „Flüchtlinge“ weder ein Sprach- noch ein religiöses Problem. Im Gegensatz zu so vielen „Flüchtlingen“ sind sie auch keine Analphabeten. Allerdings haben viele dieser Chancenlosen den „Migrationshintergrund“, sie haben nicht begriffen, daß Integration eine Bringschuld ist, also etwas, für das sie etwas tun müssen. Eine Politik, die angesichts der schon „zugewanderten“ Probleme immer neue „Flüchtlinge“ ins Land läßt, ist unverantwortlich.

Die Zeit der überfüllten Schlauchboote, deren Insassen sich noch in Sichtweite der libyschen Küste aus Seenot „retten“ lassen, ist wieder angebrochen. Innenminister aus Europa und Nordafrika haben sich deshalb in Rom getroffen, um zu beraten, was da zu tun sei. Naheliegende Ratschläge sind dort natürlich nicht willkommen. „Schiffbrüchige“ einfach an die nächste Küste bringen, also dorthin, von wo sie aufgebrochen sind, ist offenbar viel zu naheliegend.

Das Feuer eröffnen und die Invasoren zur Abschreckung zu versenken, ist vermutlich zu radikal. Die Herren und Herren „Flüchtlinge“ auf sichere Schiffe zu laden und sie nach Europa zu bringen, ist schlicht und einfach falsch. Oh, ich hab’s. Ladet die Innenminister auf ein solches unsicheres Schlauchboot und laßt sie absaufen. Minister sind leicht zu ersetzen, und nach dem Schicksal ihrer Vorgänger halte ich die Wahrscheinlichkeit für gegeben, daß die Nachfolger lösungsorientiert denken werden.

Die Briten haben sich dazu durchgerungen, am 29. März den Antrag auf Austritt aus der EU zu stellen. Die Volksabstimmung war am 23. Juni letzten Jahres, die Volldemokraten haben also gute neun Monate gebraucht, um den Willen des Volkes umzusetzen. Vielleicht sollte ich eine Münze werfen, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für die Bürokratie ist. Die Bürokratie und die Volldemokraten haben gebummelt, soviel ist klar. Aber in Anbetracht dessen, was als bürokratische Lösung vorstellbar gewesen wäre, haben sie durchaus schnell gearbeitet.

Die deutschen Wahrheitsmedien sind mal wieder dabei, Donald Trump niederzuschreiben. Nur noch 44% der Amerikaner fänden seine Arbeit gut, über 50% nicht, wird da berichtet. Verglichen mit Francois Hollande ist Trump damit ein wahrer Volkstribun, und daß die Umfragewerte für Merkel regelmäßig geschönt werden, gehört zum Propaganda-Handwerk.

Nicht Trump ist auf dem absteigenden Ast, sondern Merkel. Aber das traut sich kein Journalist zu schreiben, die wollen ja auch morgen noch für ihre Schriftleiter in den Redaktionen arbeiten. Trump ist gerade einmal zwei Monate im Amt, was da in den Umfragen abgebildet wird, sind nicht die Auswirkungen seiner Politik, sondern nur die Ergebnisse der Anti-Trump-Hetze.

Quelle: Michael Winkler


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