Michael Winkler: Dressierte Pfötchenheber

Wenn wir schon keinen Rechtsstaat haben, müssen wir in Merkeldeutschland wenigstens so tun als ob. Zwei islamische Gefährder – was in vielen Fällen ein Synonym ist für Merkels geschätzte Gäste – sollten laut Gerichtsbeschluß abgeschoben werden. Islamische Gefährder sind noch weniger integrierbar als normale Moslems; die Gefahr, die von ihnen ausgeht, besteht darin, daß sie den Koran wörtlich nehmen und Ungläubige niedermetzeln, ganz so, wie es der Prophet, der natürlich nichts mit dem Islam zu tun hat, ihnen vorschreibt.

Gegen diesen Abschiebebeschluß haben die potentiellen Herren Meuchelmoslems vor dem Bundesverwaltungsgericht geklagt. Dort haben die Richter gegen sie entschieden. Jetzt bleibt ihnen nur noch ein Gnadengesuch an den Bundespräsidenten. Merkel hat zwar vielfältige diktatorische Vollmachten, das Begnadigungsrecht gehört jedoch nicht dazu.

Der 18-jährige Marokkaner, der im finnischen Turku zwei Frauen getötet und weitere acht Menschen verletzt hat, hat die Tat gestanden. Terroristische Motive habe er nicht gehabt, sagte er der Polizei. Laut seinem Anwalt hatte er nicht einmal die Absicht, überhaupt jemanden umzubringen.

Vermutlich war es eine völlig neue Erfahrung für ihn, daß man mit einem Messer überhaupt Menschen verletzen kann, und daß mehr als Filmblut fließt, wenn man damit auf seine Mitmenschen losgeht. Man darf als Moslem durchaus mit Verweis auf internationale Statistiken bei der eigenen Intelligenz tiefstapeln, aber allzu tief sollte es doch nicht sein, das wirkt unglaubwürdig.

Wir wissen, daß unsere Kanzlerin ganz eifrig das Klima bekämpft. Mit wachsendem Erfolg übrigens, in diesem Jahr hat das Merkelwetter allein beim Obstanbau Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro angerichtet. Sie hat schließlich in ihrem Amtseid geschworen, Schaden auf Deutschland zu lenken, und daran hält sie sich.

42 Parteien treten bei der Bundestagswahl an, mit 4.828 Kandidaten. Rein rechnerisch könnten im Idealfall bis zu 20 Parteien in den Bundestag gelangen, dank der Fünf-Prozent-Hürde. In der Realität sind es AfD, CDU, CSU, FDP, Grüne, Linke und SPD (in alphabetischer Reihenfolge), welche die 600 bis 700 Sitze im Bundestag unter sich ausmachen.

Direktkandidaten sonstiger Parteien hätten zwar eine theoretische Chance, doch das ist allenfalls in der Frühzeit der BRD passiert. Auch die Regelung, daß drei errungene Direktmandate die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde vorbeimanövrieren, ist sehr theoretisch.

Wir haben mit Erst- und Zweitstimme, Direkt- und Listenkandidaten, Überhang- und Ausgleichsmandaten einen ziemlich komplizierten Wahlmodus. Das einzige, was wir nicht haben, ist ein gültiges Wahlrecht. Das bestehende hat das Bundesverfassungsgericht kassiert. Aber das stört die Damen und Herren Abgeordneten nicht.

Die Grundidee der Demokratie war einmal, den Sachverstand Aller zum Wohle des Staates zu nutzen, also im Konsens der Bürger die beste Lösung zu finden. Solange Rom und Athen bessere Dörfer gewesen waren, mag das noch funktioniert haben, ab einer gewissen Größe muß die Zahl derjenigen, die mitreden, leider beschränkt werden.

Rom hatte da ein recht brauchbares Verfahren: die reichen Familien stellten die Senatoren, die Ratsversammlung, und die weniger reichen Römer mußten sich einen „Patronus“ suchen, der ihre Interessen vertreten hatte. Auf mehr Details möchte ich hier nicht eingehen, nur noch darauf, daß Patron von Pater, Vater, herkommt. Der Vater hat das Sagen in der Familie und alle anderen sind unmündig.

So ungefähr sehen die Abgeordneten noch heute ihre Wähler. Da die Abgeordneten leider nicht die fähigsten Angehörigen des Volkes sind, haben sie sich zu Parteien zusammengeschlossen. Bei ihren Parteien bekommen sie gesagt, was sie zu denken und wie sie zu stimmen haben. Die entmündigten Bürger wählen also „Patrone“, die wiederum innerhalb ihrer Parteien entmündigt sind.

Wenn nun trotzdem 4.828 Kandidaten unbedingt dressierte Pfötchenheber werden wollen, liegt dies daran, daß man nirgendwo für so wenig Können so gut bezahlt wird wie in er Politik.

Quelle: Michael Winkler


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