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Michael Winkler: Durchsetzung der Demokratie

In Merkeldeutschland sind die ersten Homoehen abgeschlossen worden. Das Gesetz ist am 1. Oktober in Kraft getreten, folglich haben in einigen Großstädten die Standesämter Sonderschichten eingelegt, damit die Herren und Herrinnen, Damen und Daminnen auch ja rechtzeitig ihren Trauschein bekommen. Ob bei dieser Gelegenheit Wellensittiche den Familiendackel geehelicht haben, ist nicht bekannt. Das Schöne an dieser Ehe für alle ist, daß die schwulen Eheleute das Recht haben, Kinder zu adoptieren. Das dürfte die Preise auf dem Kinderstrich ganz schön drücken.

In Marseille beginnt einer der netten Moslems von nebenan auf Einheimische einzustechen. Zwei Frauen schickt er mit „Allahu-akbar“-Gerufe zwecks Bezeugung seines Heldenmuts direkt zu Mohammed, dem Vorgesetzten Allahs, der wichtigsten Person im Koran. Soldaten erfüllen dem korantreuen Muslim seinen Herzenswunsch, direkt ins Paradies geschossen zu werden. Und ja, wie üblich hat diese Tat nichts mit dem Islam zu tun. Was kann schließlich eine Religion dafür, daß irgendwelche Vollpfosten ihre Gebote wörtlich nehmen und auch noch befolgen?

Sultan Erdogan der Allmächtige, gepriesen sei sein Name, hat erklärt, daß sein Land die EU nicht mehr brauche. Aus reinem Großmut und Höflichkeit sei er jedoch bereit, die Beitrittsgespräche fortzusetzen. Über die Bedingungen, unter welchen EU-Mitglieder der Türkei beitreten könnten, ließ er leider nichts verlauten.

Ein Ergebnis des Referendums in Katalonien gibt es noch nicht, nur einen Eindruck, was Demokratie bedeutet: Gummikugeln, Blut und weinende Kinder. Mehr als 400 Verletzte hat der Wunsch nach Demokratie und Selbstbestimmung der Völker gekostet.

Immerhin, eines muß man dem Regime in Madrid zugute halten: Anders als die Amerikaner haben die Spanier bei der Durchsetzung der Demokratie keine Bombenflugzeuge eingesetzt.

Quelle: Michael Winkler