Michael Winkler: Eine Kolonie Afghanistan kann sich die NATO nicht leisten

Der Bundeswehroffizier hatte noch einen Komplizen, damit sind es glücklich drei, und Pfuschi von den Laien hat eine terroristische Vereinigung aufgespürt. Während es bei den Muselmanen immer (meist auch noch verwirrte) Einzeltäter sind, auch wenn die erklären, für den Islamischen Staat zu morden, versucht man bei Deutschen immer mindestens drei zu finden, um eine terroristische Vereinigung zu bekommen.

Das gibt einen eigenen Punkt in der Anklageschrift und der jeweilige Staatsanwalt kann einen Textbaustein mehr verwenden. Nach dem Dritten braucht man nicht mehr weiterzusuchen, denn selbst bei Tausenden Mitgliedern wäre es immer noch eine einzige Vereinigung.

Angesichts der anhaltenden Mißerfolge in Afghanistan erwägt die NATO, mehr Soldaten dorthin zu schicken. Aktuell halten dort 13.000 Soldaten die Köpfe hin. Diese schaffen es jedoch nicht, gegen die Taliban und den Islamischen Staat abzukommen. Damit stellt sich die Frage, was dieser Unsinn soll. Angesichts der zahlreichen afghanischen „Flüchtlinge“ bietet sich eine deutlich effektivere Lösung an:

Jeder männliche Afghane im wehrfähigen Alter, der nach Europa „geflohen“ ist, wird eingezogen und einer intensiven militärischen Ausbildung unterzogen. Nach einem Jahr wird diese Fremdenlegion nach Afghanistan verbracht und soll dort für Ordnung sorgen. Die NATO-Truppen leisten Unterstützung mit schweren Waffen, wo es nötig ist, werden aber mittelfristig abgezogen. Eine Kolonie Afghanistan kann sich die NATO nicht leisten.

In London sitzt die Europäischen Arzneimittelagentur, die im Rahmen des Brexits umziehen muß. In Straßburg gibt es eine Zweigstelle des Europa-Parlaments, die pro Monat nur für eine Sitzungswoche genutzt wird und deswegen völlig überflüssige Kosten verursacht. Nun wurde der Vorschlag eingereicht, die Europäischen Arzneimittelagentur nach Straßburg zu verlegen und dafür das Parlament nur noch in Brüssel tagen zu lassen.

Für Straßburg wären das 900 gut bezahlte Experten, die ständig dort leben würden, und 36.000 Lobbyisten, die pro Jahr dort vorstellig werden, mithin würde der wirtschaftliche Ausfall durch den Verlust des Europa-Parlaments überkompensiert. Allerdings muß Paris zustimmen, denn es geht irgendwie ums Prestige. Zum Glück gibt es andere attraktive Standorte für die Europäischen Arzneimittelagentur: Görlitz und Frankfurt an der Oder.

Hätte Ihnen der Name James Comey etwas gesagt? Der Mann war Chef des FBI und wurde jetzt von Präsident Donald Trump gefeuert. Das ist eine Personalie innerhalb der USA, deren Hintergründe wir gar nicht zur Gänze kennen können. Gehen wir davon aus, daß dies eine politische Entlassung gewesen ist, so ist das trotzdem noch eine amerikanische Angelegenheit.

Der Chef braucht Mitarbeiter, denen er vertrauen und auf die er sich verlassen kann, das gilt weltweit. Aber wenn der Chef Donald Trump heißt, glauben die deutschen Wahrheitsmedien, ihren Senf dazugeben zu müssen. Dann wird aus James Comey eben „ein standhafter Polizist“ und die Entlassung „ein kritischer Moment für die Demokratie“ (O-Ton Aktuelle Kamera, ehemals Tagesschau). Kennen wir solche Aussagen? Aber sicher, genauso wurde damals in der DDR kommentiert.

Quelle: Michael Winkler


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