Michael Winkler: Endlich unter der Erde

So, jetzt ist er endlich unter der Erde, der ach so großartige Helmut Kohl. All die Schwadroneure mit ihren gestellten Lobreden sind verstummt. Übrig bleibt der schale Nachgeschmack eines Mannes, der seine erste Ehefrau verschlissen, dessen zweite Ehefrau die Regentschaft übernommen und der sich mit seinen eigenen Söhnen verkracht hat.

Zum Glück entscheidet nicht Harald Juncker darüber, wer in den Himmel kommt. Im „Himmel“ eines Helmut Kohl dürften die „Engel“ Fledermausflügel haben und spitze Dreizacks mit sich herumtragen.

Prosiebensat1 möchte einen Anteil an den Gebühren der staatlichen Propagandasender, mit der offiziellen Begründung, daß man schließlich einen Teil der medialen Grundversorgung übernehme. Zwar geht es bei den erpreßten Fernsehgebühren durchaus um Versorgung, aber nicht um die Versorgung der Zuschauer mit einem ansprechenden Programm, sondern um die Luxusversorgung der Fernsehgewaltigen, also z.B. um Intendanten, die mehr Gehalt einstreichen als der Bundespräsident.

Es geht um die Zusatzpensionen aller Angestellten der öffentlich-rechtlichen Sender, die sich damit weitaus besser stellen als jene, die sie mit ihren einfallslosen Programmen quälen. Dem gierigen Privatsender sei gesagt, daß es einen Unterschied zwischen Quantität und Qualität gibt. Für Eure Nachrichten-Einfalt auch noch Geld verlangen, grenzt schon an Unverschämtheit.

Die Türkei wirbt im deutschen Fernsehen um Investoren. Wer Geld hat, ist dort willkommen. Praktischer Weise wird auf Englisch geworben, da quasselt ein Vorzeige-Brite namens Lukas Podolsky …

An die Türken in Merkeldeutschland wendet sich diese Werbung jedenfalls nicht, die sollen gefälligst als Speerspitze des Islam hierbleiben. Vom Islam ist in dieser Werbung ebensowenig die Rede wie von Erdogan dem Allmächtigen, gepriesen sei sein Name. Daß es in der Türkei immer mal wieder knallt, wird ebenso wenig erwähnt wie der Versuch der Staatsmacht, so viele politische Gefangene einzusperren wie Merkeldeutschland.

Quelle: Michael Winkler


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: