Michael Winkler: Hausgemachte Probleme

Sigmar Gabriel ärgert sich darüber, daß der türkische Staatspräsident „sich grob in den deutschen Wahlkampf einmischt“. Erinnern wir uns an den April, als die deutschen Wahrheitsmedien über Erdogan hergezogen sind, allen voran die saublöden Knüttelverse eines drittklassigen Fernsehmoderators.

In der Türkei wurde ein Referendum abgehalten über die Einführung eines Präsidialsystems, das Erdogan die Macht geben sollte, die Frankreichs Macron längst hat. Mit Billigung der Bundesregierung und deren willfähriger Justiz wurde sich in diese Wahl eingemischt und Erdogan persönlich beleidigt.

Verglichen mit dem, was damals vom Stapel gelassen worden ist, hat sich Erdogan staatsmännisch distanziert ausgedrückt mit seiner Wahlempfehlung, Union, SPD und Grüninnen nicht zu wählen. Jetzt, wo es um den eigenen Rüssel geht, reagieren Gabriel und Merkel extrem dünnhäutig.

Das Problem ist hausgemacht und ein Versäumnis zahlreicher Bundesregierungen. Die Türken sind seit 1962 im Lande, an sie wurden großzügig BRD-Pässe verteilt. Eine Integration hat jedoch nicht stattgefunden. Der weitaus größte Teil dieser Zuzügler und Paßdeutschen lebt hier als Türken, nicht als Deutsche. Wäre die Integration nicht gescheitert, so hätte die Türkei keinerlei Einfluß mehr, und es wäre egal, was deren Staatspräsident so von sich gibt.

Stattdessen wurde die Nichtintegration gefördert, indem Abstimmungen, die Türkei betreffend, auch in Deutschland abgehalten werden. Bislang haben sich die großen Parteien über jeden Türken gefreut, der ihnen seine Stimme gibt. Jetzt, wo sie einsehen müssen, daß die nicht integrierten Türken aus der Türkei beeinflußt werden, lamentieren die Herrschaften herum.

Meine Damen und Herren Regierigen, wenn Sie alles tun, um das Volk auszutauschen, dann müssen Sie damit rechnen, daß das neue Volk anderen Leitbildern folgt und nichts von Leuten hält, die ihr eigenes Volk verraten haben.

Der Messerstecher im finnischen Turku war, wen wundert es, ein Marokkaner. Der Attentäter sei 2016 nach Finnland gekommen, der Asylantrag des 18-Jährigen sei abgelehnt worden, vermelden die Medien.

Da das nicht in Deutschland gewesen ist, gehört dieser nette Musel von nebenan, der manisch geworden ist, nicht zu Merkels geschätzten Gästen. Es zeigt jedoch, was jederzeit in Deutschland passieren kann – und bereits passiert ist.

Merkel und jene Politiker, die uns das angetan haben, verschanzen sich hinter den Leibern ihrer mit Steuergeld bezahlten Beschützer.

Die Opfer dieser Politik haben keinen derartigen Schutz, bekommen keine Leibwächter gestellt und dürfen sich zu ihrem Schutz nicht einmal bewaffnen. Die Opfer dieser Politik sind aber auch die Messerstecher, die importierten „Flüchtlinge“. Sie wurden mit Versprechen gelockt, die niemals erfüllt werden können.

Wer in seiner Heimat, dem islamischen Teil der Welt gescheitert ist, der braucht nicht zu hoffen, daß er in einer ihm völlig fremden Kultur und Umgebung Erfolg haben wird. Das alles ist längst bekannt, die Beispiele aus der Geschichte zeigen deutlich, daß eine erfolgreiche Integration erhebliche Fähigkeiten bei den Zuwanderern voraussetzt.

Ob Hugenotten oder „polnischer Ruhradel“, sie alle haben gewußt, daß in Deutschland keine gebratenen Tauben durch die Luft fliegen. Analphabeten, die nichts können, die nicht einmal arbeiten wollen, haben es in keinem einzigen Fall geschafft, in einem neuen Land Fuß zu fassen und sich dort etwas aufzubauen.

Das zu erkennen, bedarf es keiner überragenden Intelligenz, sondern nur des genauen Hinschauens. Die Bahnhofsklatscher haben das nicht getan, sie haben ihre eigenen weltfremden Vorstellungen in die Ankömmlinge hineinprojiziert. Dummheit und Ignoranz bestraft der Herrgott oft genug schon auf Erden, und genau das werden diese Denkverweigerer erfahren.

Eine Demokratie kann nur mit mündigen, mit gut informierten Bürgern funktionieren. Werden diese gezielt verblödet und manipuliert, zerfällt ein Staat und die Demokratie endet.

Wir sind bereits in dieses Stadium eingetreten, auch wenn nicht alle Minister so offensichtlich an der Wiederkehr des Faschismus arbeiten wie Heiko Ehrenburg Maas.

Quelle: Michael Winkler


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