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Michael Winkler: „Meinungslügner“ fallen durch besonders positive Sprache auf

Für die Ukrainer ist das Dauerzustand geworden, was einst „Joschka“ Fischer zeitweise ermöglicht hat: Ohne Visum in die Länder der EU reisen. Wobei das, woran sich Dr. hc. mult. Fischer nicht mehr erinnert, nur eine deutlich erleichterte Visumsvergabe ohne jegliche Prüfung gewesen war. Damit ist die Ukraine weiter als die Türkei, denn die Türken brauchen noch ein Visum. Oder sie sagen bei der Einreise einfach „Asyl“. Immerhin, einen Paß müssen die Menschen aus dem Bürgerkriegsland mit der Putschisten-Regierung noch vorzeigen.

Im Gegensatz zu den arabischen Brüdern läßt der Iran Katar nicht im Stich. Die Perser schicken Lebensmittel über den Golf, Obst und Gemüse. Das kommt bei den Saudis natürlich nicht gut an, die wollten schließlich das kleine Emirat schädigen, und zwar wegen dessen guten Beziehungen zum Iran. Daß diese Beziehungen so noch besser werden, dürfte nicht im Sinne des Erfinders sein.

In einer internationalen Studie hat man herausgefunden, daß „Meinungslügner“, also Menschen, die etwas anderes meinen als sie sagen, durch besonders positive Sprache auffallen. Wenn wir mal kurz überlegen, wo besonders positiv gesprochen wird, fallen uns sofort die Politik und die Werbung ein. Wir wissen also alle, daß Fast Food, wie Hamburger, Pommes und Döner, besonders gut schmeckt, ungemein gesund ist und aus ausgesucht hochwertigen Zutaten hergestellt wird. Außerdem haben wir die beste Kanzlerin aller Zeiten und des gesamten Universums. Und ja, lang lebe Horst Seehofer!

Mario Draghi und die EZB unternehmen alles, um den Geldwert zu zerstören. Können Sie sich vorstellen, daß ein Chef der Bundesbank sich hingestellt hätte, um zu verkünden, er wolle die Inflation anheizen? Wobei Bundesbank-Präsidenten in der Regel nicht vor Leuten sprechen, die zufällig ein paar Tomaten zum Werfen einstecken haben. Bei einer solchen Ankündigung wären jedenfalls alle Tomaten geflogen, die greifbar gewesen wären. Draghi verkündet genau dies, und keine einzige Tomate fliegt. Die Rentner sehen fröhlich zu, wie sich ihre Ersparnisse immer mehr auflösen und gehen zwischendurch Merkel wählen, weil die garantiert, daß die Altersversorgung immer schneller verschwindet. Da sagen wir doch: Danke, Draghi! Und: Danke, Kanzlerin!

Frankreich hat die erste Runde der Parlamentswahl hinter sich. Laut dem französischen Wahlsystem muß der Sieger in einem Wahlkreis mindestens 50% der Stimmen auf sich vereinigen, wo das nicht der Fall ist, wird in einer Stichwahl entschieden. Deshalb müssen die Franzosen nächste Woche noch einmal ran. Gewonnen hat, nach bisherigen Auswertungen, Macron. Seine neu gegründete Partei La Republique en Marche und ihre Verbündeten können nach Wahlforschern auf bis zu 390 der 577 Sitze in der Nationalversammlung hoffen. In den Wahrheitsmedien ist Macron übrigens inzwischen „sozialliberal“, also eher linkslastig. Früher wurde er als „wirtschaftsliberal“ bezeichnet. Wohltaten hat er trotzdem nicht zu verteilen, denn Frankreich ist bankrott, so wie viele andere Staaten der EU und der Welt.

Quelle: Michael Winkler