Michael Winkler: Merkel darf endlich nach Washington

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci darf nicht wie geplant in Frechen bei Köln auftreten. Das ist der nächste Akt in deutsch-türkischen Zerwürfnis. Sind solche Auftritte überhaupt nötig? Es gibt schließlich türkisches Fernsehen, türkische Zeitungen, türkische Teehäuser und türkische Einkaufsbasare in Deutschland. Und natürlich haufenweise Türken, aber die lassen sich spielend direkt aus Ankara betreuen.

Es schadet schließlich der Idee der islamischen Republik Germanistan, wenn man uns verbliebenen Deutschen ständig vorführt, wie zahlreich die Türken im Lande schon geworden sind. Würde die AKP in Deutschland zu Wahlen antreten – dank der zahlreichen Doppelpaß-Besitzer wäre das problemlos möglich – sie zöge in alle Parlamenten ein. Und sie wäre für so manche deutsche Partei ein willkommener Mehrheitsbeschaffer für eine Regierung. Wenn das der Sultan wüßte …

Der erste Zinsschritt der US-Notenbank in diesem Jahr dürfte noch im März erfolgen, hat Notenbankchefin Janet Yellen angedeutet. Die Fed hat den Leitzins im Dezember auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent erhöht und sich für 2017 drei Schritte nach oben vorgenommen. Die gute Zeit des kostenlosen Geldes geht an den Finanzmärkten zu Ende – was angesichts der schweren Schäden der Nullzinspolitik wie eine Sturmwarnung bei gleichzeitiger Erdbebenvorhersage klingt.

Angela die Selbstherrliche und Unbelehrbare Merkel darf endlich nach Washington. Schon am 14. März darf sie Donald Trump erklären, wie die Demokratie funktioniert, wie man mit Millionen unerwünschter Ausländer im Land zurechtkommt und wie man dank einer Gleichschaltung der Presse die freie Meinungsäußerung unterdrückt. Sie kann ihm auch erklären, wie man mit drittklassigem Personal gegen das eigene Volk arbeitet und wie es sich anfühlt, bei jedem Auftritt als „Volksverräter“ beschimpft zu werden.

Andererseits könnte Trump ihr auch sagen, wer Koch und wer Aushilfskellnerin ist. So ein bißchen „Sitz!“, „Platz!“, „Gib Pfötchen!“ und „Hol’s Stöckchen!“ wäre für Merkel eine angemessene Nachhilfe. Noch besser wäre jedoch ein kurzes, knackiges: „You’re fired!“

Quelle: Michael Winkler


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