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Michael Winkler: Merkeldeutsches Asylrecht

Kaufen Sie sich eine schöne Ferienvilla auf Zypern, für zwei Millionen Euro, und Sie bekommen Staatsbürgerschaft und EU-Paß dazu. Für Deutsche mag das eher weniger interessant sein, für Chinesen, Russen, Amerikaner und demnächst auch Briten wäre so ein Zweitwohnsitz mit Paß im Ausland bestimmt ganz nützlich. Man weiß ja nie, was auf einen zukommt. Lettland, Spanien, Griechenland, Ungarn und Malta haben oder hatten ähnliche Angebote, die Festung Europa hat demnach einige Mannpforten für erwünschte Ausländer.

Wie läuft das in Merkeldeutschland mit dem Asylrecht? Am besten, Sie kommen illegal über die Grenze. Das ist zwar verboten, aber die Scheiß-Nazis drücken da beide Augen zu, Sie sind schließlich ein geschätzter Gast der Bundeskanzlerin, wertvoller als Gold obendrein. Irgendwann müssen Sie sich registrieren, damit die Scheiß-Nazis Ihnen das Geld geben, das Ihnen zusteht. Wenn Ihnen die Wohnsituation in der „Flüchtlings“-Unterkunft nicht gefällt, randalieren Sie und stellen Sie Forderungen. Die Scheiß-Nazis haben Ihnen schließlich das zu bieten, was Sie bisher noch nie gehabt haben.

Sollten die Scheiß-Nazis Ihren Asylantrag ablehnen, klagen Sie. Die Scheiß-Nazis in den Verwaltungsgerichten kommen mit der Flut der Klagen nicht hinterher, bis darüber befunden wird, dauert es Jahre. Die Klage ist für Sie kostenlos, das bezahlen alles die Scheiß-Nazis. Spätestens mit dem Berufungsverfahren sind Sie solange in Deutschland, daß Sie die Einbürgerung beantragen können. Mit dem deutschen Paß können Sie auf die Straße gehen und gegen die Scheiß-Ausländer demonstrieren, denen alles in den Rachen geschmissen wird.

Die FDP schmiedet bereits Pläne für die Zukunft. Diesmal möchte sie nicht das Außen-, sondern das Finanzministerium. Und der Schäubles Wolfgang? Der ist 75, kann mithin ohne Abschlag in Rente, als letzter Minister aus der Ära Helmut Kohls. Mit dem Finanzministerium hofft die FDP, ihre Steuerpläne umsetzen zu können und sich damit bei den Bundesbürgern beliebt zu machen.

Nicht nur die Katalanen, auch die Kurden im Nordirak wollen ein Referendum über ihre Unabhängigkeit abhalten. Da sind natürlich auch alle dagegen, der Irak sowieso, aber auch der Iran und die Türkei. Sogar jene, die das wenig angeht, wie die USA und die UN. Ein eigener Kurdenstaat gefährde den Sieg über den Islamischen Staat der korantreuen Meuchelmuslime, wird da behauptet. Warum? Es sind doch gerade die Kurden, die gegen diese von den USA gegründete Terrorgruppe am eifrigsten vorgegangen sind. Gerade die Kurden haben ihren eigenen Staat endlich verdient, nach Jahrhunderten der Unterdrückung durch die Osmanen und die Kolonialmächte.

Ein freies, unabhängiges Kurdistan würde die Region stabilisieren. Der Irak würde jene Teile seines Staatsgebiets verlieren, die er seit dem Ende Saddams sowieso nicht kontrollieren kann. Die Türkei müßte ein paar Unruhegebiete abgeben, die mehr Geld kosten als sie einbringen. Syrien könnte auf dieses Land problemlos verzichten, Assad hat genug damit zu tun, sein Westsyrien zu befrieden. Höchstens der Iran würde Teile verlieren, die bislang ruhig und unauffällig gewesen waren.

Quelle: Michael Winkler