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Michael Winkler: Sternstunde des Journalismus

Der „deutsche“ Schriftsteller Dogan Akhanli wurde im Fernsehen interviewt. Diesen Herrn kannte bisher kein Mensch, er ist 1991 aus der Türkei geflohen – lange vor Erdogan. Ihm wurde die deutsche Staatsangehörigkeit (genauer: die der BRD) zugeworfen, die türkische hat er aufgegeben. Deshalb ist er nun ein „Deutscher“.

Wenn er so schreibt, wie er spricht, sind seine Bücher eine Zumutung für die deutsche Sprache. Aber vielleicht hat er einen guten Übersetzer, der seine Texte nachbearbeitet. Der Mann wurde per internationalen Haftbefehl gesucht und auf Betreiben der Türkei in Spanien festgenommen. Nicht als Terrorist, nicht als Dissident, sondern als Bankräuber und Mörder. Natürlich völlig unschuldig, wie er sagt.

Während ein türkischstämmiger Dissident wider die Türkei der Bundesregierung eine Intervention und den Wahrheitsmedien ständige Berichte wert sind, werden deutsche Dissidenten sang- und klanglos von der deutschen Willkürjustiz abgeurteilt und auch ins Gefängnis geworfen. Wir messen da ganz offensichtlich mit zweierlei Maß.

Natürlich ist das wieder einmal eine Sternstunde des Journalismus. Obwohl angeblich der Neutralität verpflichtet, wird wieder einmal völlig einseitig berichtet. Dogan Akhanli darf seine Ansichten ausführlich erläutern, für Staatspräsident Erdogan haben die Medien nur Spott und Häme übrig.

Während die ersten Meldungen lauteten, Erdogan habe Gabriel in einer öffentlichen Rede gesagt: „Wer sind Sie denn, daß Sie den Staatspräsidenten der Türkei ansprechen?“, wird inzwischen behauptet, Erdogan habe Gabriel geduzt. Bei der Propaganda kann man offenbar immer noch einen draufsetzen.

Es gibt in Merkeldeutschland nur noch 19.880 Apotheken, wird auf n-tv bejammert. Damit entginge den Kunden die persönliche Beratung durch einen umfassend ausgebildeten Apotheker ihres Vertrauens, gibt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zu bedenken. Vor allem die Online-Apotheken sind dieser Bundesvereinigung ein Dorn im Auge, sie würden diese am liebsten gesetzlich verbieten lassen.

Aus meinem persönlichen Erleben sieht die umfassende Beratung etwa so aus:

„Tut mir leid, das ASS von Ratiopharm haben wir nicht vorrätig. Möchten Sie stattdessen lieber Hexal oder Stada?“

Ansonsten besteht die Dienstleistung aus der Entgegennahme eines Rezepts, der Suche in diversen Schränken und des Zahlungsvorgangs, also etwas, das ein Automat ebenfalls übernehmen könnte.

So ganz nebenbei, die Apotheken waren früher bewirtschaftet, da gab es nur eine Apotheke pro 7.000 Menschen. Das war zu einer Zeit, als die Apotheker noch zahlreiche Salben und Pillen selbst angerührt haben und es keine Online-Konkurrenz gegeben hatte. Nach damaligen Vorgaben würden heute 11.800 Apotheken ausreichen.

Es ist schon wieder passiert: Blindschleichen der US-Navy haben mit einem Zerstörer einen Tanker gerammt. Was in der Zeit der Nebelhörner durchaus noch denkbar gewesen sein mag, darf einem Lenkwaffen-Zerstörer mit mehreren Radarsystemen an Bord nicht passieren.

Öltanker sind nicht gerade dafür bekannt, daß sie über Tarn-Technologie verfügen, also unsichtbar sind. Zudem sind Tanker mit Positionslichtern unterwegs, mithin für jeden Ausguck sichtbar.

Was ist mit der US-Navy los, daß dies schon das zweite Mal in kurzer Zeit passiert? Am 18. Juni hat ein anderer US-Zerstörer ein Containerschiff übersehen. Angeblich ist die US-Navy die modernste Marine der Welt. Und ja, auch da gibt es einen Spruch:

Früher fuhren hölzerne Schiffe mit eisernen Matrosen, heute sind es eiserne Schiffe mit hölzernen Matrosen.

Im Fall der US-Navy scheinen es Holzkopf-Matrosen zu sein. Da wird die Geschichte, wonach ein US-Flugzeugträger einen Leuchtturm aufgefordert haben soll, ihm gefälligst den Weg freizumachen, immer glaubhafter.

Ja, die Erde ist flach, und nur Jesuiten, Freimaurer, Illuminaten und andere sinistre Gestalten lügen uns seit Jahrhunderten vor, sie wäre eine Kugel. Sonnen- und Mondfinsternisse gibt es nicht, die sind ebenfalls Erfindungen jener, die uns über die wahre Gestalt der Erde belügen.

Und wenn die halbe USA die totale Sonnenfinsternis gesehen hat, alles genauso abläuft, wie für das kopernikanische Weltbild berechnet, noch dazu auf die Sekunde genau, dann ist das Massenhypnose. Die Bilder sind sowieso alle gefälscht, das weiß man doch. Wobei ich nur noch eines anfügen möchte:

Ich habe mit eigenen Augen eine Sonnenfinsternis, eine Mondfinsternis und einen Venus-Transit gesehen. Das einzige, was ich diesbezüglich noch nicht gesehen habe, ist eine nachvollziehbare Erklärung der „Flacherdler“, wie das in ihrem Weltbild ablaufen soll. Bis dahin bin ich der festen Überzeugung, auf der Oberfläche einer Kugel zu leben.

Quelle: Michael Winkler