Michael Winkler: Zusammenbringen, was zusammengehört

Tomaten sind laut Statistik das beliebteste Gemüse der Deutschen. Und Angela Merkel ist laut Statistik die beliebteste Bundeskanzlerin der Deutschen. In Heidelberg wurde nun zusammengebracht, was zusammengehört.

Es waren allerdings nur zwei Tomaten, die während eines Wahlkampfauftritts auf die Genossin Staatsratsvorsitzende geworfen worden sind, und sie wurde auch nur von ein paar Spritzern auf ihrem obligatorischen Hosenanzug getroffen. Dieser war natürlich ein Stück des chinesischen Stardesigners Tsu Eng, das entsprechend vorsichtig gewaschen werden muß, weil es gerne einläuft.

Der Vorfall zeigt, wieviel Substanz noch in der heruntergewirtschafteten BRD vorhanden ist, denn der so viele Tomaten hat, daß er welche werfen kann, der ist noch nicht im Sozialismus angekommen.

Der Bundestag hat seine letzte Sitzung dieser Wahlperiode abgehalten. Der Mann mit dem Charme des Vorsitzenden eines Kaninchenzüchtervereins, Norbert Lammert, tritt ab, Christian Ströbele wird nicht wiederkehren, ebenso Wolfgang Bosbach. Auf dieser Sitzung hat sich Merkel noch einmal offen zur Diktatur bekannt:

„Gegen meinen Willen konnten Sie in diesem Parlament echt nichts durchsetzen.“

Zugegeben, sie hat noch ihren Pfötchenheber-Verein erwähnt, die bei diversen Säuberungsaktionen übrig gebliebene CDU-Fraktion. Aber daß die aufs Wort gehorcht, muß nicht extra erwähnt werden.

Frieden schaffen mit immer mehr Waffen, das ist das neue Vorgehen gegen Nordkorea. Japan und Südkorea dürfen nach Herzenslust in den USA einkaufen, was immer schießt, explodiert und Menschen umbringt. Natürlich ist ein Schelm, wer Böses dabei denkt, beispielsweise daß Kim Jong Un einen Vertrag mit der amerikanischen Rüstungslobby hat, in deren Auftrag er für steigenden Absatz sorgt.

Ein Rüstungswettlauf hat jedoch in der Geschichte der Menschheit noch nie den Frieden bewahrt, ein solcher Wettlauf hat immer zu einem von genau zwei Ereignissen geführt: zum Krieg oder zum Staatsbankrott. Aber die Verarmten Staaten von Amerika haben keine Wahl, sitzt ihnen doch selbst ein gigantisches Schuldenmonster im Nacken.

Quelle: Michael Winkler


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