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„Migranten“ oder „Kolonisten“?

Von C. Jahn

Das politische Kunstwort „Migrant“ dringt mehr und mehr auch in die Sprache der Konservativen ein. Geschaffen wurde dieser Begriff von linksbunten Extremisten, die uns vorgaukeln wollten, es gäbe auf der Welt Menschen, die von Land zu Land „wandern“ und denen man deshalb in Deutschland eine neue Heimat bieten müsse – eine geschickte Rechtfertigung der staatlichen Siedlungspolitik mit Hilfe der Sprache.

Deshalb: Vorsicht bei der unkritischen Übernahme solcher Tarnkappenworte!

Wenn wir uns die politischen Begriffe des Gegners zu eigen machen, verschenken wir jedes Mal auch einen Punktsieg an den politischen Gegner. Denn die eigene politische Sichtweise der Dinge lässt sich niemals in der Sprache des politischen Gegners ausdrücken. Ein Plädoyer für eine selbstbewusstere politische Sprache.

Das Kunstwort „Migrant“ wurde in den späten 80er Jahren im englischen Sprachraum gebildet, um den für „Einwanderer“ bis dahin üblichen Begriff „Immigrant“ politisch aufzuweichen. Durch Weglassen der Vorsilbe „Im-“ verlor das Wort die inhaltlich wichtige Richtungsangabe: Der Ausländer wandert nun nicht mehr „aus“ seinem eigenen in ein anderes Land „ein“. Vielmehr hat seine Bewegung weder festgelegte Anfangs- noch Endpunkte, er wird zum orientierungslosen „Wanderer“.

Durch diese Richtungslosigkeit des Begriffes wurden politisch zwei Dinge erreicht: Zum einen trat in den Hintergrund, dass der vermeintliche „Wanderer“ tatsächlich einen Heimatstaat besitzt, aus dem er „aus-wandert“. Dadurch wird die Tatsache verdeckt, dass er durchaus seinen Platz auf Erden hat und einen Staat, der für ihn zuständig ist.

Zum anderen wird die Staatlichkeit des Ziellands aus dem Bewusstsein verdrängt. Da der „Wanderer“ nicht mehr „ein-wandert“, tritt die Tatsache in den Hintergrund, dass sein Zielland als souveräner Staat eine festgelegte Grenze hat, eine völkerrechtliche Hürde also, die der Ausländer überschreiten muss, um in das Land „hinein“ zu kommen.

Dem Wort „Migrant“ liegt somit die Behauptung einer vermeintlich staatenlosen Welt zugrunde, in der jede Person ein scheinbares Recht auf weltweite „Wanderung“ besitzt, ohne Rücksicht auf bestehende Staatsgrenzen und die damit verbundene politische Aufteilung der Erde – eine ideologische Fiktion. Denn tatsächlich ist die Welt – außer im kleinen, kulturrevolutionären Westeuropa – keineswegs staaten- und grenzenlos, sondern Landesgrenzen und Staatsgebiete werden von allen Staaten der Erde (außer Westeuropa) sehr gewissenhaft beschützt und verteidigt.

In Deutschland erfuhr die Propagandasprache der Bunten Republik eine ähnliche ideologische Entwicklung, auch wenn sich das Wort „Migrant“ aufgrund seiner sprachlichen Sperrigkeit im Deutschen erst etwa 20 Jahre später durchsetzte.

Auch in Deutschland verschwand bereits in den 90er Jahren das Wort „Ausländer“ aus der offiziellen Amtssprache. Ähnlich wie beim Fortfall der Vorsilbe „Im-“ im englischen „Immigrant“ sollte im Deutschen durch die Abschaffung des Wortes „Ausländer“ das richtungsbetonende Element des Begriffes aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Ein „Ausländer“ kommt „aus“ einem anderen Land, d.h. es gibt folgerichtig einen anderen Staat, der für ihn zuständig ist. Genau dieses Bewusstsein, dass diese nach Deutschland einreisenden Leute durchaus ihre eigenen Länder und dort ihr Zuhause haben, sollte aus der Gedankenwelt der Öffentlichkeit eliminiert werden.

Da „Migrant“ im Deutschen zunächst holprig klang, wurde das Wort „Ausländer“ in der Propagandasprache der Bunten Republik zunächst durch das ebenfalls richtungslose „Zuwanderer“ ersetzt.

Ein „Zuwanderer“ wandert nicht mehr „ein“, ein „drinnen“ und „draußen“ gibt es in diesem Begriff nicht mehr und somit auch keine Grenze, die „innen“ und „außen“ unterscheidet. Der „Zuwanderer“ gesellt sich einfach „dazu“ – etwa wie man sich in der Kneipe zu einer Gruppe Zechkumpane an den Tresen setzt, eine vorher zu überwindende Hürde besteht nicht. Die Tatsache, dass ein anderer Staat für diese Person zuständig ist, dass er überhaupt aus einem anderen Staat kommt, fällt begrifflich völlig unter den Tisch.

Erst in den letzten zehn Jahren konnte das ursprünglich englische „Migrant“, da in der Amtssprache der Bunten Republik permanent propagiert, zumindest teilweise auch in der deutschen Umgangssprache Fuß fassen. Die gesellschaftliche Durchsetzung dieses Kunstbegriffes in Deutschland war eine zentrale Voraussetzung, um auch das dahinterstehende ideologische Weltbild in der breiten Öffentlichkeit salonfähig zu machen: das fiktive Bild einer quasi anarchischen, angeblich staaten- und grenzenlos bestehenden Weltordnung, die es so tatsächlich nicht gibt.

Dieser enge Zusammenhang zwischen einer sorgfältig kalkulierten Wortwahl und dem über sprachliche Begrifflichkeiten kommunizierten politischen Weltbild wird in konservativen und freiheitlichen Kreisen leider ständig unterschätzt. Aus Nachlässigkeit, Gewohnheit, teils auch Anbiederei an die Herrschenden greifen auch wir immer wieder das propagandistische Vokabular des politischen Gegners auf. „Migrant“, „Flüchtling“ – alles Lügen, die aber auch uns in der politischen Debatte immer wieder über die Zunge rutschen.

Wenn wir allerdings die horrenden Zustände in Deutschland jemals wieder in zivilisierte Bahnen lenken wollen, sollten wir uns stärker darum bemühen, in unserer Ausdrucksweise konsequent ebenfalls Begrifflichkeiten zu verwenden, die die eigene politische Sichtweise betonen – und nicht die Sichtweise des Gegners.

Konkret heißt dies: Die angeblichen „Migranten“ sind und bleiben „Ausländer“, solange sie nicht eingebürgert sind. Hat der Staat sie eingebürgert, ist der allergrößte Teil von ihnen nach ihrem eigenen Selbstverständnis „deutsch“ nur auf dem Papier – daher auch das Spottwort „Reisepassdeutsche“ („pasaport alman“) als Selbstbezeichnung der eingebürgerten Türken. Diese „Reisepassdeutschen“ sind weiterhin im Herzen Interessenträger eines ausländischen Staates – im Fall der Türken sogar eines durch und durch feindseligen Staates.

Die allermeisten eingebürgerten Türken und Araber sind daher, sachlich ausgedrückt, bestenfalls „Siedler“ in Deutschland – ein neutraler Begriff, in dem keinerlei politische Einschätzung mitschwingt. Das Wort „Siedler“ reflektiert zudem sehr zutreffend die hinter der Anwesenheit dieser Leute in Deutschland stehende staatliche Siedlungspolitik – kaum eine dieser Personen könnte sich ja hier über Wasser halten, wenn die Politiker sie nicht für bloßes Hiersein bezahlen würden. Das sachlich neutrale „Siedler“ unterstellt diesen Leuten zudem freundlicherweise auch nicht, sich politisch als fünfte Kolonne eines böswilligen ausländischen Drittstaates zu verstehen. Leider ist diese freundliche Unvoreingenommenheit gerade im Fall der eingebürgerten Türken, realistisch betrachtet, wohl nur bei einem geringen Teil der Siedler berechtigt. Tatsächlich halten sich viele von ihnen sehr wohl für Interessenträger eines Drittstaates und sind im Ernstfall – im Entscheidungsfall zwischen Deutschland und der Türkei – sicher bereit, sich als Trojanische Pferde aktiv gegen Deutschland (und die eingeborenen Deutschen) zu stellen.

Politisch sehr viel zutreffender als das neutrale „Siedler“ ist daher für diese Leute der Begriff „Kolonisten“. Tatsächlich begreifen sie sich ja trotz formell deutscher Staatsangehörigkeit als loyale Zugehörige eines Drittstaats, der – wie von Erdogan mehrfach in aller Deutlichkeit betonte – ganz unverhohlen eine ethnische Kolonisation Westeuropas propagiert.

Genau aus diesem Selbstverständnis als machtpolitische Interessenvertreter eines feindseligen, gezielt kolonisierenden Landes heraus betreiben diese Leute dann in Deutschland im Rahmen ihrer innenpolitischen Möglichkeiten ebenfalls eine aktive Kolonisationspolitik zum Nutzen dieses feindseligen Drittstaats:

  • Aufbau von Gegengesellschaften,
  • Schaffung nationaler Organisationsstrukturen,
  • Verherrlichung des kolonialen Mutterlandes und enge Verzahnung mit der dortigen Staatsführung,
  • Ablehnung der Rechts- und Gesellschaftsordnung der indigenen Ureinwohner,
  • Unterwanderung ihrer politischen Infrastruktur sowie
  • rücksichtslose Gewaltanwendung gegen die Eingeborenen und deren kulturelle Symbole.

Fazit: Grundsätzlich abzulehnen sind die politisch gefärbten Kunstbegriffe der Bunten Republikaner: „Migranten“, „Zuwanderer“, „Flüchtlinge“ und ähnliche Tarnkappenworte. Sachlich zutreffender sind Bezeichnungen wie das neutrale „Ausländer“ oder „Siedler“, aber auch das durchaus zu Recht politisch wertende „Kolonisten“.

Sorgfalt im Umgang mit der eigenen Sprache ist jedenfalls dringend notwendig: Wir werden die Zustände in Deutschland nicht ändern, indem wir aus Anbiederei an die derzeitigen Machthaber die verqueren Kunstworte einer radikalen Siedlungsideologie übernehmen. Ändern werden wir die Zustände nur, indem wir dieser radikalen Ideologie konsequent unsere eigenen Begrifflichkeiten entgegenhalten und so das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die tatsächlichen Verhältnisse und politischen Entwicklungen in Deutschland schärfen.


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