Muslime „erklären“ die Vorfälle von Köln

von Christian Jung

Die Seite „Muslim Stern“ erklärt, die Sexualstraftäter von Köln seien unschuldig. Ganz schariakonform stellen die Autoren lapidar fest: Muslim-Stern-II

„Generell trägt die Frau aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Verantwortung, wenn sie sich aus dem Haus begibt. Man kann nicht vor einem Löwen eine nackte Antilope werfen und erwarten, dass bei dem Löwen sich nichts regt.“

Unter der Überschrift „Stellungnahme – Handlungsempfehlungen“ erklärt „Muslim Stern“ seinen über 19.000 Facebook-Abonnenten und allen, die es darüber hinaus interessiert, die Vorfälle der Silvesternacht in Köln. Um es vorwegzunehmen: Es folgt ein Sammelsurium von Widersprüchen, Logikbrüchen, Relativierungen und insbesondere von Schuldumkehr. Wes Geistes Kind die Macher von „Muslim Stern“ sind, wird unter anderem daran deutlich, dass sie nach zahllosen islamisch motivierten Gewaltakten vom 9. September 2001 bis zum Massenmord von Paris vor wenigen Wochen ihre Seite mit dem Statement überschreiben: „Den Islam könnt ihr nicht ermorden“.

Köln und die Scharia

Doch zurück zu den Straftaten von Köln. Zunächst sind einmal die Frauen schuld, so „Muslim Stern“. Das entspricht ganz der islamischen Lehre. In Sure 33 Vers 59 heißt es dazu:

„O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das ist eher geeignet, daß sie erkannt und so nicht belästigt werden.“

Im Klartext heißt dieses Gebot zum Tragen eines Kopftuches, das auch schon das Bundesverfassungsgericht beschäftigte, wobei die Richter neben der obigen Sure auch noch Sure 24, Vers 31 heranzogen: Wenn sich eine Frau nicht „sittlich“ kleidet, ist sie für Übergriffe verantwortlich. Der Mann, einem Löwen auf der Jagd nach Antilopen gleich, darf sich andernfalls über sie hermachen wie über Beute. Kein Wunder also, dass sich in der Silvesternacht so viel „regte“ bei den Löwen aus Nordafrika.

Kleidet Euch wie die Jungfrau Maria

Die Empfehlung an die (christlichen) Frauen, sich wie die Jungfrau Maria zu kleiden, dürfte im Übrigen der Sichtweise der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker entsprechen. Auch diese empfiehlt den Frauen, sie mögen doch bitte ihr Verhalten an das der muslimischen Männer anpassen.

Zudem äußerst bedenklich bei der Sichtweise der „Muslim Stern“ Autoren: Zwar sollen die Sexualstraftaten angeblich haram sein, doch wird das Wort „unsittlich“ fortgesetzt von „Muslim Stern“ in Anführungszeichen gesetzt. Waren die Übergriffe demnach doch nicht ganz so unsittlich und damit auch nicht ganz so haram?

Immer tragen die anderen Schuld

Aber auch der Alkohol und mit ihm zusammen der verderbte Westen tragen aus Sicht der Muslim-Seite die Verantwortung für die massenhaften sexuellen Übergriffe. Die Verachtung für demokratische Prinzipien wird auch an der Darstellung deutlich, die Männer hätten mehrheitlich entschieden, „am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“. Laut Scharia kann nur Allah Gesetze schaffen und nicht der Mensch, auch nicht mit einer demokratischen Mehrheit. Sich durch eine Abstimmung Regeln zu geben, ist demnach tatsächlich haram. Das Mehrheitsprinzip soll so verächtlich gemacht werden.

Nicht zuletzt sind es die Medien, die aus Sicht der Scharia-Freunde vom „Muslim Stern“ offensichtlich aus einer Lappalie einen ungeheuerlichen Vorgang machen. Mit nur einem Ziel: Um gegen Minderheiten (sprich: Muslime) zu hetzen. Merkwürdigerweise haben jedoch viele Medien eingeräumt, zu verhalten über die Ereignisse von Köln berichtet zu haben; wie etwa das ZDF.

Mittwochabend sah sich „Muslim Stern“ allerdings veranlasst, die „Stellungnahme – Handlungsempfehlungen“ zu löschen. Jedoch nicht, weil die Scharia-Fans die Widerlichkeit ihrer Gedanken erkannt hätten. Nein. Der Grund waren die vielen angeblich hasserfüllten Kommentare. Von wem diese stammten, war angeblich auch klar: „Von Pegida-Sympathisanten“. (CJ)

Hier der Text der Stellungnahme, die Mittwochabend gelöscht wurde:

Da es sich so viele Nichtmuslime gewünscht haben, folgt nun unsere Stellungnahme zu den Ereignissen in Köln während der Silvesternacht. Wie einige vielleicht wissen, sollen in der Silvesternacht Gruppen von „Nordafrikanern“ und „Arabern“ Frauen „unsittlich“ angefasst haben.


Einige reden von „Massenvergewaltigung“. Uns ist natürlich klar, dass die Ereignisse medial zugespitzt und instrumentalisiert werden, um Hetze gegen Minderheiten zu betreiben. Dennoch hier eine kurze Stellungnahme bzw. einige Handlungsempfehlungen, um so etwas künftig zu vermeiden:


  1. Sollten die Täter Muslime sein, müssen sie Tauba machen, also Reue zeigen und anfangen, nach islamischen Regeln zu leben. Alkohol zu trinken, nicht-islamische Feste zu feiern und irgendwelche Frauen „unsittlich“ zu berühren, sind ganz klare anti-islamische Haram-Taten. Aber aus westlicher Sicht betrachtet, sind diese Menschen perfekte Beispiele für eine gelungene Integration. Sie haben Demokratie und Freiheit verinnerlicht; gemeinsam und mehrheitlich haben Sie in der Nacht entschieden, in Freiheit zu leben und am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilzunehmen. Ihr einziger Fehler war es, Frauen „unsittlich“ berührt zu haben. Ansonsten sind diese Männer mehr westlich als muslimisch.

  2. Die Bundesregierung sollte Alkoholkonsum verbieten, da er zu Verkehrsunfällen, Gewalttaten und Vergewaltigungen führt und extrem gesundheitsschädlich ist. Aber es ist uns klar, dass das von profitorientieren Gesellschaften zu viel verlangt ist. Solange Alkohol nicht verboten wird, wird keine exorbitante Änderung bezüglich oben genannter Fälle erkennbar sein.

  3. Einige Frauen sollten darüber nachdenken, ob es klug ist, leicht bekleidet und angetrunken, sich zwischen Horden von alkoholisierten Männern zu begeben. Generell trägt die Frau aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Verantwortung, wenn sie sich aus dem Haus begibt. Man kann nicht vor einem Löwen eine nackte Antilope werfen und erwarten, dass bei dem Löwen sich nichts regt. Es ist erstaunlich, dass im Biologieunterricht so viel über das Paarungs- und Sexualverhalten der Lebewesen unterrichtet wird, aber diese Regeln im Alltag komplett missachtet werden. Und weil viele Nichtmuslime ständig betonen, dass wir in einem christlichen Land leben, rufen wir dazu auf, dass Frauen hierzulande sich christlich kleiden sollten. Maria, die Mutter von Jesus, hat vorgelebt, wie eine christliche Frau sich zu kleiden hat. Es wäre also für einige Frauen sehr empfehlenswert Maria als Vorbildfunktion zu nehmen und nicht Lady Gaga.

Quelle und Kommentare hier:
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