Clicky

NATO bereitet sich auf Großoperationen vor

Von Marco Maier

All die kleinen Informationen, die man erhält, zeigen: Die NATO bereitet sich darauf vor, Großoperationen durchzuführen. In Europa. Gegen Russland.

Eines ist klar: Kriegsvorbereitungen sind nicht auf Waffensysteme, Stationierungen und Truppenbewegungen beschränkt. Sehr viel ist auch mit der ganzen Logistik verbunden. Immerhin muss der Nachschub an Waffen, Munition, Material und Truppen gewährleistet werden. Umso wichtiger ist es, auch einen Blick darauf zu werfen, wenn es um die NATO-Operationen geht.

Man muss nur einmal so rechnen: Während des Fiskaljahres 2017 gab es insgesamt 28 gemeinsame und multinationale Übungen des Militärbündnisses in insgesamt 40 europäischen Ländern, den Aufbau von vier NATO Enhanced Forward Presence (EFP) Kampfgruppen im Baltikum und überlappende Stationierungen von „rotierenden bewaffneten Kampfgruppen“. Alleine die NATO-Übung „Saber Guardian 17“, die vom 11. bis 20. Juli in Bulgarien, Ungarn und Rumänien stattfand, wurde mit insgesamt rund 25.000 Mann durchgezogen.

Laut dem Kommandeur der US Army Europe, Generalleutnant Ben Hodges, ist die Logistik ein äußerst wichtiger Bereich der größere Aufmerksamkeit brauche. Man müsse den Transport von militärischem Equipment und von Truppen quer durch Europa vereinfachen. Dabei soll Deutschland eine tragende Rolle spielen und das Eisenbahnnetz des Landes für Militärtransporte der NATO freigeben. Dies soll Teil dessen sein, die Militärausgaben von derzeit 1,2 auf 2 Prozent des BIP zu steigern. Hodges will quasi eine militärische freie Transitzone, die sich an das Schengener Abkommen anlehnt und die freie Verlegung von Truppen quer durch die europäischen NATO-Staaten garantieren soll.

Umso wichtiger sind für die Amerikaner auch entsprechende Hubs in Europa. Unter anderem jenes in Powidz in Polen, einem Dorf mit rund 1.000 Einwohnern, welches mit US-Geldern zum strategisch wichtigen NATO-Hub für das Baltikum avanciert. Hodges beschrieb es einmal als „Zentrum des Gravitationszentrums“. So beinhalten die US-Pläne die Stationierung von Militärfahrzeugen, Artillerie und Ausrüstung für eine ganze Brigade, plus einem ausreichenden Stammpersonal.

Der US European Command Chief, General Curtis M. Scaparotti, plant bereits damit, die US-Militärpräsenz in Europa wieder auszubauen – inklusive einer kompletten Division der U.S. Army. Doch auch dafür müssen die Amerikaner (bzw. muss die NATO) entsprechende Kapazitäten aufbauen. Nicht nur für die Unterbringung, sondern auch für den Transport. Auch deshalb werden die Schienenwege in Osteuropa ausgebaut.

Der Krieg der globalistischen Eliten gegen Russland soll offenbar gefälligst in Zentral- und Osteuropa ausgefochten werden. Und die Europäer spielen dabei auch noch brav mit, auch wenn sie sich selbst für die Interessen der Finanzoligarchie opfern. Wer dies jedoch anspricht, gilt als „anti-amerikanisch“ und als „Putin-Versteher“. Dabei geht es doch vor allem darum, den Dritten Weltkrieg nicht als dumme Vasallen der Eliten mitauszulösen und dazu beizutragen, die eigene Heimat unter Atompilzen verglühen zu sehen…


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email