Nutzt sich die Opfer-Propaganda langsam ab?

von Hadmut Danisch

Langsam entstehen Zweifel an Opfermythen

Ständig werden wir bombardiert und mit Dauerpropaganda flächendeckend beregnet, dass der heterosexuelle weiße Mann das gewalttätige Böse ist und alle anderen unter ihm leiden müssen.

Ein Schweizer Soziologe (man beachte: Ein Soziologe, ein Angehöriger dieser extremistischen Glaubenssekte) will jedoch anderes herausgefunden haben:

Das Ergebnis: Mit etwa 15 Jahren hat jeder vierte Bub schon Gewalt seitens seiner Freundin erlebt, während bei den Mädchen weniger als jedem fünften das Gleiche seitens ihres Freundes widerfahren ist. Ähnlich bleibt das Geschlechterverhältnis von Tätern und Opfern auch bei den 18-Jährigen. Dabei geht es vor allem um Formen der Gewalt, die die Autoren der Studie als relativ geringfügig erachten. Männliche Teenager werden von ihren Freundinnen meist «nur» geohrfeigt, gebissen, getreten oder herumgestossen. Deutlich seltener sind Faustschläge – aber auch damit sind Mädchen weniger zurückhaltend als Buben.

Die Buben lernen schon früh

Laut Ribeaud mag dieser Befund vielleicht erstaunlich wirken, in der Forschung aber ist er bekannt und durch viele andere Studien bestätigt. Der Psychologe Allan Guggenbühl, der sich auf Fragen der Jugendgewalt spezialisiert hat, sagt dazu: «Das kollektive Klischee, dass Gewalt immer vom Mann kommt, entspricht nicht der Realität.» Auch in erwachsenen Paarbeziehungen gingen solche weniger gravierenden Übergriffe oft von der Frau aus.

Buben lernen laut Guggenbühl schon in der 2. oder 3. Klasse klar, dass man Mädchen nicht schlägt. Das habe nicht nur mit gesellschaftlichen Normen zu tun. «Sie begreifen schnell, dass Mädchen etwa auf einen freundschaftlichen Magenbox anders reagieren als Buben.» Mädchen wiederum merken, dass sie dadurch einen Freiraum haben: Sie können einen Buben auch mal schlagen, ohne dass dieser gleich handgreiflich reagiert.

Traditionelle Rollenmuster als Risiko

Ribeaud versuchte zu ergründen, welche Mädchen zu Gewalt gegenüber ihrem Partner neigen. Seine Befragung offenbarte mehrere Faktoren, die von Bedeutung sind. So sind es zum Beispiel relativ oft Mädchen mit Migrationshintergrund. Zudem sind es eher Mädchen, die in traditionellen Rollenmustern verhaftet sind. Die es also in Ordnung finden, wenn der Mann eine dominierende Rolle einnimmt und seine Interessen nötigenfalls mit Gewalt durchsetzt. Und schliesslich sind es solche, die es legitim finden, dass eine Frau ihren Mann unter bestimmten Umständen schlägt.

Eine amerikanische christliche Seite (auch eine extremistische Glaubenssekte, darüber mag man die Nase rümpfen, aber wenn man heute überhaupt noch Kritik sucht, kann man nicht mehr so wählerisch sein, denn wer unter den „Intellektuellen” und „Seriösen” sagt heute noch was gegen Mainstream?) beschreibt die Propaganda-Taktiken der Homo-Lobby (natürlich nicht, ohne sich als deren Opfer darszustellen). Darunter findet sich aber eine Aussage, die mit dem übereinstimmt, was ich neulich auf der Schwulen- und Transenveranstaltung der Grünen im Bundestag auch schon gehört habe, was die Schwulen auf dieser Veranstaltung sogar über sich selbst gesagt haben:

One reason these tactics have worked so well is that homophile activists have succeeded in marketing a harmless and friendly image of their movement. They have lulled people into thinking that the wider society will not be adversely affected by their radical social agenda. Homosexual strategists have, in many cases, toned down their extreme rhetoric and have cloaked their agenda in soothing language. Over time, however, many have begun to think of themselves and others as “homophobes” or “haters” if they oppose any aspect of the homosexual rights agenda — or, incredibly, even if they question it in their own minds.

Woran man erhebliche Zweifel haben muss, denn die „Kurzeinweisung”, die mir mal Schwule über den Lebensstil in der schwulen Society als geschlossene Schattengesellschaft quasi als warnenden Hinweis gegeben haben, war alles andere als friedlich und freundlich. Man hat eine Kulisse aufgebaut, hinter der es alles andere als harmlos und friedlich zugeht. Sie verweisen dazu auf das Buch After the Ball: How America Will Conquer Its Fear & Hatred of Gays in the 90s von Marshall Kirk and Hunter Madsen von 1990, indem die Opfer-Propaganda-Strategie wohl entworfen und beschrieben wurde.

By far the most popular homophile tactic is the claim to victim status, which is a very powerful, almost paralyzing, weapon that gives them a distinct advantage in the public square. Kirk and Madsen summarize the potent effectiveness of the victim status:

In any campaign to win over the public, gays must be portrayed as victims in need of protection so that straights will be inclined by reflex to adopt the role of protector. … The purpose of victim imagery is to make straights feel very uncomfortable; that is, to jam with shame the self-righteous pride that would ordinarily accompany and reward their antigay belligerence, and to lay groundwork for the process of conversion by helping straights identify with gays and sympathize with their underdog status. … the public should be persuaded that gays are victims of circumstance, that they no more chose their sexual orientation than they did, say, their height, skin color, talents, or limitations. … gays should be portrayed as victims of prejudice.

Seit sich das rumgesprochen hat, haben wir eine regelrechte Inflation von Opfern, jetzt kommen die alle als Opfer daher, weil sie meinen, daraus Vorteile ziehen zu können, und das ja auch meist funktioniert.

Schönes Beispiel dafür ist die rape culture an amerikanischen Universitäten. Frau kann nicht studieren ohne ständig vergewaltigt zu werden, alles so schlimm, Matratze und so. Hieß es. Allerdings waren die Stories oft so plump gefälscht, dass zwar nicht jeder, aber doch mancher darauf kam, dass sie nicht stimmen konnten, und dann hinterher jeder, der nicht mancher war, blöd dastand. Neulich gab es sogar eine Untersuchung von irgendeiner US-Behörde (Bundesstaatsanwaltschaft oder irgendsowas, ich müsste es raussuchen, hab’s aber schon mal im Blog erwähnt), wonach die Vergewaltigungsquote in US-Universitäten sogar signifikant niedriger ist als im allgemeinen US-Durchschnitt in dieser Altersgruppe. (Wieder mal ein schönes Beispiel dafür, dass eine Korrelation noch keine Kausalität ist, denn die gefühlte Vergewaltigungsquote in US-Universitäten beruht nämlich nicht etwa darauf, dass es Universitäten sind, sondern einfach darauf, dass sich dort hauptsächlich Leute der sexuell aktivsten und attraktivsten Altersklasse herumtreiben. Trotzdem ist die Vergewaltigungsquote dort niedriger als im Bundesdurchschnitt für diese Altersklasse. Man rechnete aber zur Darstellung einer erhöhten Vergewaltigunsgquote gern gegen den allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt, also auch gegen 5- und 80-Jährige.)

Kurz zugespitzt: Wenn Studentinnen öfter vergewaltigt werden als 80-jährig außerhalb der Universität, sei das ein Beweis für eine „rape culture” an Universitäten.

Oder einfach mal wieder der im Feminismus omnipräsente Statistikfehler „Simpson-Paradoxon”, der immer wieder gerne ausgenutzt wird, um Verhältnisse andersherum darzustellen, als sie eigentlich sind. Erstmals politisch im großen Stil aufgefallen ist dieser Rechenfehler nämlich, als sich Feministinnen beschwerten, an einer US-Universität bei Benotung und Einstellung benachteiligt zu werden und das mit Statistiken belegen wollten. Als dann aber doch mal jemand auf die Idee kam, das nachzuprüfen, stellte sich heraus, dass Frauen dort an jedem einzelnen Institut ausnahmslos bevorzugt und besser bewertet wurden, die vermeintliche Diskriminierung einfach nur durch falsches Zusammenfassen entstanden ist. Seit sich aber die »Nützlichkeit« dieses Rechenfehlers gezeigt hat, verwenden sie ihn ständig.

Immerhin fragt sich inzwischen sogar das feministisch-ideologische Deppen-Kampfblatt DIE ZEIT – wenn auch nicht in einem Redaktionsartikel, in deren Redaktion brennt geistig bisher nur wenig Licht, sondern nur in einem Blog-Artikel, aber immerhin, bisher hätte man dort Autoren dafür verbrannt – ob es diese „rape culture” an amerikanischen Universitäten überhaupt gibt. Die Zweifel daran mehren sich inzwischen und auch in den USA scheint das nicht mehr jeder zu glauben.

Im Gegenteil sieht es so aus, als wäre es eher feministische Propaganda und ein daraus erwachsendes Wahrnehmungs- und Bewertungsproblem, die in den USA für diese Altersgruppe wohl normale Sexualpraxis, zu der anscheinend häufig Alkohol in einem Maße gehört, dass zumindest irgendwer dabei besinnungslos ist, als Vergewaltigung sehen lässt und die feministische Strategie, für nichts selbst verantwortlich zu sein, sondern die Schuld immer auf den nächstbesten Mann abzuwälzen, zu dieser Sichtweise geführt hat.

Oder anders gesagt: Wenn man denn unbedingt Opfer sein will, verschiebt man seine Kriterien eben so weit, und baut sich selbst die Realität so hin, bis man sich endlich als Opfer fühlen kann.

Ein ganz besonderer solcher Fall erschüttert gerade Amerika.

Da nämlich gab es die Schwarzen-Aktivistin Rachel Dolezal, bei der sich nun herausgestellt haben soll, dass sie gar nicht schwarz bzw. farbig, sondern nur eine angemalte Weiße war. (Finde ich erstaunlich, dass man darauf reinfallen konnte, denn wenn ich die Bilder von der sehe, finde ich nicht, dass sie wie eine Schwarze aussieht, sondern wie eine Weiße, die zu lange in der Sonnenbank geschlafen hat. Naja, egal. Deren Problem.) Was insofern brisant ist, als man ja bisher das »black facing«, die frühere Praxis weißer US-Musiker, sich die Gesichter schwarz und mit dicken Lippen anzumalen, als extremen Rassismus einstuft hat. Nun sieht man sich aber mit einer konfrontiert, die den Geschlecht-ist-änderbar-Transen-Wahnsinn einfach mal in das andere Opfer-Narrativ übertragen hat und meint, dass sie mit der falschen Hautfarbe geboren wurde und in Wirklichkeit aber nicht Privilegierte sondern Opfer wäre.

Das Ergebnis: Auf einmal wirkt das alles so absurd und beknackt, dass auf einmal vielen Leuten ein Licht aufgeht, dass dieser ganze feministisch-genderistische Opfer-Kult frei erfundener Blödsinn sein könnte. Auch da entstehen plötzlich enorme Zweifel. Dazu gibt es inzwischen so wahnsinnig viele Meldungen und Artikel, dass ich die gar nicht sinnvoll verlinken kann, googelt einfach mal nach deren Namen und lasst Euch überwältigen. Nur als Anfang (eingedeutschte Meldungen): SPIEGEL, Süddeutsche, ZEIT, FAZ. Wer was amerikanisches dazu sucht: CNN.

Auch da wollte eine unbedingt Opfer sein.

Sie brachte es damit immerhin zu einer Lehrbeauftragten an einer Universität, die als »Professor« geführt wurde. Opferkult und Universitäten scheinen eng zusammen zu gehören.


Quelle und Kommentare hier:
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