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Politische Erziehung: BRD sendet ab Februar die Anti-Nazi-Comedy Familie Braun

von Markus Mähler

Was sich Angela Merkel zum neuen Jahr wohl von den Intendanten ihres Staatsfernsehens gewünscht hat? Bestimmt das: eine Propaganda-Comedy über Nazis, die vom schwarzen Findelkind zu Gutmenschen umerzogen werden. Der gebührenfinanzierte Hirn-Weichspüler für alle Deutschen, die unter dem Merkel-Joch und einer alternativlosen Flüchtlingspolitik noch immer nach »Alternative?!« schreien.

Wie sich das Zweite Deutsche Staatsfernsehen den »rechten Rand«, die »Dunkeldeutschen« und das »Pack« so vorstellt – kann jeder ab dem 12. Februar um 23 Uhr bestaunen. Dann sendet das ZDF zum ersten Mal seine neue Serie Familie Braun und geht dabei »mit Humor dem Thema Rechtsradikalismus nach, umschifft dabei aber konsequent abgedroschene Klischees« – glaubt jedenfalls der Sender mit den vielen Mainzelmännchen.

Ausgestrahlt werden die »Brauns« direkt nach der heute-show, wo der pausbäckige Politkommissar Oliver Welke bereits jetzt im Staatsauftrag auf dem Dauerthema »Dunkeldeutsche und Flüchtlinge« herumreitet.

Ab Februar wird den Deutschen dann mit noch viel mehr öffentlich-rechtlichem Humor die dunkle Seele ausgetrieben. »Familie Braun«, das sind Thomas Braun und Kai Stahl, die gemeinsam eine Nazi-WG im Plattenbau bewohnen. Plötzlich finden die beiden Dunkeldeutschen ein dunkles Mädchen direkt vor ihrer Tür. Haha, hihi und hoho.

ZDF-Farben-Romantik: Thomas Braun schnackselt mit einer Schwarzen

Die Kleine mit den Kraushaaren heißt Lara. Sie ist sechs Jahre alt und – hier zitieren wir den ZDF-Pressetext – das »entzückende Ergebnis eines lang zurückliegenden One-Night-Stands«, den der Nazi Thomas Braun mit einer schwarzen Frau hatte. Lara wird natürlich ihren braunen Vater entnazifizieren. Oder, um es wieder mit dem Pressetext auszudrücken: »Mit entwaffnender Naivität zeigen, wie dünn und brüchig seine rechtsextremen Ideologien eigentlich sind.« Nach acht Folgen droht bei diesem ZDF-Hollywood-Recycling für Arme das Gutmenschen-Finale.

Nach dem Motto: Weicher Kopf trifft endlich ein weiches Herz.

Das ist gebührenfinanzierte Polit-Erziehung mit der Humorkeule – und sie folgt einem durchschaubaren Muster, dem die Mainstream-Medien blind folgen. Der Berliner Parteibetrieb aus der Paralleldimension ärgert sich, dass die Deutschen in der aufgezwungenen Flüchtlingskrise nicht wollen, wie sie sollen. Also erfinden Gabriel, Gauck und Co die »Dunkeldeutschen«. Ein Hirngespinst, ein Pranger, eine Abfallgrube, in die öffentlich alle abgeschoben werden, die noch Widerspruch in der großen Alternativlosigkeit wagen.

Hass-Propaganda mit Humor

Aber war Humor nicht schon immer das zuverlässigere Mittel der Kriegspropaganda? Also wird dem dunkeldeutschen Monster auch noch eine lächerliche Visage verpasst. Über die darf sich jeder gute Deutsche dann politisch korrekt kaputtlachen – mit ausdrücklichem Kopfnicken von ganz oben. Schwarz und weiß. Voilà: Die Comedy-Serie Familie Braun ist geboren. Ausgestrahlt wird sie im Zweiten Deutschen Staatsfernsehen, das bereits seit Jahrzehnten die politisch zuverlässigste Hirn-Massage zum Einschlafen betreibt.

Wieder einmal wird das Beste aber nicht gesendet. Wie kam es eigentlich zu diesem Machwerk? Das wäre doch die eindeutig bessere Realsatire geworden.

Mit dem Kanzler-Express zur »Grundlinie der Berichterstattung«

Vorhang auf: Am 30. September diesen Jahres lässt die Kanzlerin Deutschlands öffentlich-rechtliche Fernsehintendanten zum informellen Treffen im Kanzleramt antreten – um dort auf keinen Fall über die »Grundlinien der Berichterstattung« zu sprechen, würde die ZDF-Nachrichtenikone Claus Kleber behaupten. Was dort wirklich passierte, sagt keiner. Niemand hat darüber ernsthaft berichtet und wenn doch, verschwanden die Beiträge über Nacht.

Aber wenn sich das ZDF die »Brauns« zusammenspinnen darf, sollte man Humor mit Humor schlagen. Das Treffen wäre doch auch Stoff für die Comedy-Serie: »Heilige Angela – eine Frau, ihre große Vision und und warum sie keiner versteht«. Szene eins, das Intendanten-Treffen.

Die alternativlose Dauerkanzlerin zieht ihre bereits gefährlich nach unten laufenden Mundwinkel noch ein Stück weiter nach unten. Die angetretenen Funktionäre schlottern bereits mit den Knien, während Mutti erbost mit den Füßchen stampft.

Sie bringt dabei ihren ganzen majestätischen Körper so lange zum gewichtigen Einsatz, bis selbst die 87,5 Tonnen schwere Eisenskulptur des baskischen Bildhauers Eduardo Chillida vor dem Kanzleramt wackelt.

Was wohl Madame Ich-will-ich-will gerade wieder will?

»Meine Herren«, endet ihr Wutausbruch ungnädig, »macht mir dem Spuk da draußen endlich ein Ende. Ohne Konzept kommt ihr hier nie wieder raus!«

Danach zieht Merkel ihren staatstragenden Hosenanzug wieder gerade, faltet die Hände zur Raute und schwebt hinaus, während die Tür krachend zufällt und verriegelt wird. Das ist die berühmte Richtlinienkompetenz.

Ein Kanzler gibt vor, was er will, und alle Ressorts müssen hinbekommen, was nicht geht. Das informelle Staatsfernseh-Ressort blickt sich nach der Standpauke ungläubig an. Jeder einzelne Rundfunk-Funktionär spürt: Hier geht es um die politische Karriere.

»Wisst ihr eigentlich, was Madame Ich-will-ich-will eigentlich wieder will?«, fragt der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU). Der ist gerade im Videotelefon auf dem Konferenztisch zugeschaltet und zweifelt heimlich, ob es klug war, jetzt auch noch im ZDF-Fernsehrat zu sitzen. Kollektives Schulterzucken und Zwischenrufe:

Der politische Spagat der Rundfunk-Funktionäre

»Irgendwas mit PEGIDA, oder?«, »Ja, die Verrückten auf der Straße«, »Haben wir da nicht bereits mit Dunkeldeutschen und Pack einiges laufen, was will sie eigentlich noch?«, »Vermutlich sollen wir jetzt auch noch dem letzten geistigen Pantoffeltierchen erklären, dass Angela bekommt, was sie will«, »Aber unser Märchenpräsident Gauck ist zu alt, zu weit weg vom Zeitgeist, der bringt die Message nicht mehr rüber«. Kollektives Seufzen. Es riecht so sehr nach Angstschweiß, dass die Fenster geöffnet werden müssen. Draußen dämmert es bereits.

Plötzlich scheint am Horizont die Morgenröte der Hoffnung. Auf einem Regenbogen schwebt der strahlende ZDF-Intendant Thomas Bellut hinein und dreht wie eine Ballerina freudig Pirouetten durch den Raum: »Sorgt euch nicht, ich hab da schon was vorbereitet.« Kollektive Stoßseufzer der Erleichterung. Der Retter dreht den Computermonitor in die Runde und zeigt das Bild seiner neuen Anti-Nazi-Comedy Familie Braun. Kollektive Ungläubigkeit: »Meinst du das jetzt ernst?«

Bellut antwortet: »Aber nein, und das ist doch der Clou. Wir haben den Quatsch bereits im Mai abdrehen lassen und seitdem im Giftschrank versteckt. Wenn wir es jetzt schnell versenden, ist sie zufrieden. Später, falls sich der politische Wind dreht, behaupten wir einfach, dass alles nur Spaß war.« Kollektives Kichern.