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Prinz Asserate: Die Verlogenheit der Mächtigen über und in Afrika

Äthiopien – ein uraltes Land mit faszinierendem, tief mythischem Hintergrund, das eine große Vergangenheit und eine lange Leidensgeschichte hat. Und von dem hierzulande kaum jemand etwas weiß. Heute bei Seelenklar spricht ein ganz besonderer Gast mit Ellen Michels und Michael Friedrich Vogt. Quer-Denken.tv und ich haben die besondere Ehre, Prinz Asfa-Wossen Asserate aus Äthiopien zu begrüßen.

In einer über 3000 jährigen, ununterbrochenen Geschichte ist Äthiopien das einizge Land Afrikas, das nie unter fremder Besatzung stand. Als einziges Land Afrikas wurde es nie zur Kolonie. Mit nur einer kurzen Ausnahme: Während des Zweiten Weltkrieges war das Kaisserreich Abessinien kurzzeitig von Italien besetzt. Äthiopien ist daher ein geheimnisvolles Land voller unglaublicher Kulturschätze, Mystik, Religionsgeschichte, sehr spirituell und tief in einem Urchristentum als Hauptreligion verankert. Ein Drittel der Bevölkerung ist muslimisch und 2,6 Prozent hängen uralten, vorchristlichen Religionen an.

Unser Gast, Prinz Asfa-Wossen Asserate (አስፋ-ዎሠን አሠርዓተ) wurde 1948 in der äthiopischen Hauptstadt als Großneffe des letzten Kaisers Haile Selassie und Urenkel der Kaiserin Menen Asfaw geboren. Er ist der Sohn des letzten Präsidenten des kaiserlichen Kronrates, Oberst Leul Ras (d.h. Herzog) Asserate Kassa und seiner Frau Leult (Prinzessin) Zuriash Worq Gabre-Iqziabher. Er ist also ein direkter Angehöriger des entthronten äthiopischen Kaiserhauses.

Die kaiserliche Dynastie Äthiopiens ist eine Salomonische Dynastie. Sie kann sich bis auf Menelik I., dem unehelichen Sohn des berühmten jüdischen Königs Salomon und der legendären Königin von Saba, der Mutter Meleniks zurückführen. Sie besuchte König Salomon in Jerusalem. Der gemeinsame Sohn wurde nach ihrer Rückkehr nach Äthiopien geboren. Er ist der Stammvater des Kaiserhauses, das in uralter Tradition von 1270 bis 1974 die Kaiser des Reiches Äthiopien stellten. Damit ist die äthiopische Fürstenfamilie eine der ältesten Herrscherdynastien. Kaiser Haile Selassie nannte sich den 225. Nachfolger König Salomons.

Mit Prinz Asserate haben wir also nicht irgendeinen adeligen Verwandten eines gestürzten Potentaten als Gast, sondern den Repräsentanten des uralten Kaisergeschlechtes eines Landes, das in ungebrochener Geschichte schon mit den Pharaonen Ägyptens zu tun hatte. Er studierte in Deutschland und erwarb 1978 mit einer historischen Arbeit zu einem Aspekt der Geschichte Äthiopiens die Doktorwürde. Vier Jahre zuvor war sein Vater bei der kommunistischen Revolution 1974 ohne Gerichtsverhandlung hingerichtet worden, die ganze Familie verhaftet. Prinz Asserate wurde verstoßen und durfte bis nach dem Sturz des grausamen Mengistu-Regimes 1991 sein Heimatland nicht mehr betreten.

In diesem, dem ersten Gespräch von vieren, geht es um die Probleme Afrikas und was Europa damit zu schaffen hat. Er gibt Einblicke in die Strukturen und die Gründe der Massenmigration aus Afrika. Die Armut, Hoffnungslosigkeit und die Bevölkerungsexplosion ist eine der Haupttriebfedern dafür. Afrika hat ca.1 Milliarde Einwohner, 85% davon sind jünger als 25 Jahre. Eine Verdoppelung der Bevölkerung für das nächste Jahrzehnt ist sichtbar.

„Die größten Exporteure von Migranten sind afrikanische Gewaltherrscher und Diktatoren, die dem eigenen Volk keine Hoffnung auf ein besseres Leben geben, obwohl einige Staaten wirtschaftliche Zuwächse vorweisen können.“

Dennoch hofieren die westlichen Politiker und Staatsoberhäuter diese Diktatoren um kurzfristiger Wirtschaftsvorteile willen.

In den vier Gesprächen mit Prinz Asserate über Afrika erfahren wir vieles, was wir sonst nicht wissen über Massenflucht, die Gründe und Möglichkeiten, mit dem Problem umzugehen. Wir hören Erstaunliches über Äthiopien und seine uralte Geschichte, über die urchristliche Religion Äthiopiens und die Verbindung zu König David und der jüdischen Religion und Geschichte.

Und wie in den meisten großen Themen, die die Menschheitsgeschichte formen und prägen, spielen auch beim Thema Äthiopien die ganz großen, uralten, mythischen Ströme im Hintergrund und Urbewußtsein eine bestimmende Rolle.

Wir reden in weiteren Gesprächen auch über die Pläne zur Wiedererrichtung des salomonischen Tempels, die zur Zeit mit aller Macht vorangetrieben wird. Auch hier spielt Äthiopien eine nicht zu unterschätzende Rolle. Die alten Prophetien, die die Errichtung des Dritten salomonischen Tempels und des Weltmachtzentrums Jerusalem, das Erscheinen des Messias und des Mahdi und des Antichristen voraussagen, werden gerade mit Hochdruck umgesetzt.

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