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Putin zum FIFA-Skandal: US-Recht auf europäischem Boden?

Als „merkwürdig“ hat Russlands Präsident Wladimir Putin den Umstand bezeichnet, dass die Festnahmen der Fußballfunktionäre in der Schweiz auf US-Begehren hin erfolgt sind. Der Kreml-Chef sieht darin einen Versuch, die amerikanische Rechtshoheit auf andere Staaten auszudehnen.

Im Fifa-Korruptionsskandal waren ranghohe Funktionäre des Weltfußballverbandes in Zürich festgenommen worden. Ihnen wird im Rahmen eines US-Verfahrens unter anderem Geldwäsche sowie die Annahme von Bestechungsgeld und Korruption bei WM-Vergaben und TV-Rechten vorgeworfen.

Selbst wenn diese Fifa-Beamten das Gesetz verletzt hätten, „haben die USA damit ganz sicher nichts zu tun“, kommentierte Putin am Donnerstag. Die festgenommenen Fifa-Funktionäre seien keine US-Bürger und die vermutlich begangenen Taten seien nicht auf dem US-Territorium begangen worden.

„Das ist ein weiterer Versuch der USA, ihre Jurisdiktion auf andere Staaten auszudehnen.“

Zuvor bereits hatte das russische Außenministerium in einer Stellungnahme zum Fifa-Skandal Washington aufgefordert, „die Versuche zu stoppen, ihre Gesetze außerhalb der eigenen Grenzen anzuwenden“.

Quelle: Sputniknews.com
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