Reise durch das Licht und zurück

von NEXUS Magazin

Dieser Bericht über die außergewöhnliche Erfahrung im Nachtodleben soll uns dazu anregen, in dem Bewusstsein zu leben, dass wir eins mit der universellen Quelle sind und auf unserer Entdeckungsreise durchs Leben als Mit-Schöpfer fungieren.

Im Jahr 1982 starb ich an Krebs im Endstadium. Mein Krebs war inoperabel, und jede Form der Chemotherapie, die man mir bieten konnte, hätte mich nur noch elender dahinvegetieren lassen. Man gab mir noch sechs bis acht Monate zu leben.

In den 1970er Jahren war ich geradezu besessen von Nachrichten, und Atomkrise, Umweltkrise usw. hatten mich zunehmend depressiv gemacht. Da ich keine spirituelle Basis hatte, begann ich zu glauben, dass die Natur einen Fehler begangen hatte und wir Menschen wohl nichts weiter als ein Krebsorganismus auf diesem Planeten seien. Ich sah keinen Ausweg aus all den Problemen, die wir für uns selbst und den Planeten erschaffen hatten. Ich betrachtete alle Menschen als Krebsgeschwür, und ein Krebsgeschwür war, was ich erhielt. Und genau das brachte mich um.

Geben Sie Acht darauf, was für eine Weltsicht Sie sich aneignen, denn sie kann auf Sie zurückfallen, besonders wenn es sich um eine negative Weltsicht handelt. Ich hatte mir eine überaus negative zu eigen gemacht, und genau dies führte mich in den Tod. Ich probierte alle möglichen alternativen Heilmethoden aus, aber keine half.

Also kam ich zu dem Schluss, dass dies eine Angelegenheit allein zwischen mir und Gott sei. Ich hatte mich Gott nie zuvor zugewandt oder mich auch nur mit ihm befasst. Zur damaligen Zeit interessierte mich Spiritualität in jeglicher Form nicht im Geringsten, und dennoch trat ich eine Reise an, auf der ich viel über Spiritualität und alternative Heilmethoden lernte. Ich begann, so viel ich konnte über das Thema zu lesen und in Erfahrung zu bringen, da ich im Jenseits keine Überraschung erleben wollte. Also las ich über verschiedene Religionen und Philosophien. All dies war sehr interessant und gab mir die Hoffnung, dass mich auf der anderen Seite tatsächlich etwas erwartete. Als es auf das Ende zuging, erhielt ich Hospizbetreuung.

Ich erinnere mich noch daran, dass ich eines Morgens gegen 04:30 Uhr mit dem Wissen aufwachte, dass meine Zeit gekommen war. Dies war der Tag, an dem ich sterben würde. Also rief ich einige meiner Freunde an und nahm Abschied. Ich weckte meine Hospizbetreuerin und informierte sie. Ich hatte die private Übereinkunft mit ihr getroffen, dass sie meinen toten Körper sechs Stunden lang unberührt liegen lassen solle, da ich gelesen hatte, dass allerhand Interessantes geschieht, wenn man stirbt. Dann schlief ich erneut ein.

Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist der Anfang eines typischen Nahtoderlebnisses. Urplötzlich war ich bei vollem Bewusstsein und stand auf, wobei mein Körper jedoch im Bett zurückblieb. Um mich herum war Dunkelheit. Außerhalb meines Körpers zu sein, fühlte sich sogar noch lebendiger an als das herkömmliche Erleben des Körpers. Es war derart intensiv, dass ich gleichzeitig in jedes Zimmer des Hauses, auf das Dach des Hauses, um das Haus herum und unter das Haus blicken konnte.

Dann war da plötzlich ein strahlendes Licht. Ich wandte mich diesem Licht zu. Es ähnelte stark dem Licht, das schon viele andere Menschen im Rahmen ihrer Nahtoderlebnisse beschrieben haben. Es war einfach überwältigend. Das Licht ist greifbar; man kann es fühlen. Es ist verlockend; man will zu ihm gehen, so wie man sich in die Arme einer vollkommenen Mutter oder eines vollkommenen Vaters werfen möchte. Während ich mich auf das Licht zubewegte, wusste ich intuitiv, dass ich tot sein würde, sobald ich es erreichte. Also sagte ich:

„Einen Moment, bitte, warte kurz. Ich möchte darüber nachdenken; ich würde gerne mit dir sprechen, bevor ich gehe.“

Zu meiner Überraschung kam das gesamte Geschehen an diesem Punkt zum Stillstand. Man besitzt die Kontrolle über die eigene Erfahrung des Nachtodlebens. Schließlich befindet man sich nicht auf einer Achterbahnfahrt.

Meine Bitte wurde also gewährt, und ich sprach eine Weile mit dem Licht. Dieses wechselte immer wieder sein Erscheinungsbild und verwandelte sich in Figuren wie Jesus, Buddha und Krishna sowie in Mandalas und archetypische Bilder und Symbole. „Was geschieht hier?“, fragte ich das Licht.

„Bitte, Licht, erkläre mir, was du bist. Ich möchte diese Situation in ihrer ganzen Wirklichkeit erfassen.“

Die genauen Worte vermag ich nicht wiederzugeben, denn es war mehr eine Art telepathische Verständigung.

Das Licht antwortete. Die mir übermittelten Informationen besagten, dass der persönliche Glaube die Resonanz formt, die man während seiner Erfahrung des Nachtodlebens vom Licht erhält. Wenn man Buddhist oder Katholik oder Fundamentalist ist, dann entspricht die Rückkopplungsschleife ebendiesen Glaubensvorstellungen. Man bekommt die Chance, diese zu betrachten und zu prüfen, doch die meisten Menschen tun dies nicht.

Während das Licht sich mir enthüllte, wurde mir bewusst, dass ich in Wahrheit die Matrix des Höheren Selbst sah.

Wir alle besitzen ein Höheres Selbst bzw. einen der Seele übergeordneten Wesensteil. Dieser gab sich mir in seiner reinsten Energieform preis. Das Wesen des Höheren Selbst kann ich nur ansatzweise als eine Art Kanal, als eine Leitung beschreiben. So sieht es nicht aus, aber es stellt eine direkte Verbindung zur Quelle eines jeden von uns dar. Wir sind unmittelbar mit dieser Quelle verbunden. Das Licht zeigte mir also die Matrix des Höheren Selbst. Ich hing keiner besonderen Religion an, und daher sah die Rückkopplung während meiner Erfahrung des Nachtodlebens entsprechend aus.

Ich bat das Licht um weitere Einsichten und Erklärungen, und so begriff ich, was die Matrix des Höheren Selbst ist. Unseren Planeten umgibt ein Netz, über welches das Höhere Selbst eines Menschen mit dem aller übrigen verbunden ist. Das ist wie eine große Gemeinschaft, eine feinstoffliche Energieebene, die uns unmittelbar umgibt – die Seelenebene, wenn man so will.

Nach einer Weile bat ich das Licht um weitere Ausführungen. Ich wollte wahrhaft ergründen, was es mit dem Universum auf sich hat, und ich war bereit zu gehen.

„Ich bin bereit“, sagte ich. „Nimm mich mit.“

Da verwandelte sich das Licht in das Schönste, was ich je gesehen habe: ein Mandala aus allen menschlichen Seelen dieses Planeten. Diesem nun stand ich mit meiner negativen Sicht des Weltgeschehens gegenüber. Während ich das Licht bat, sich mir weiter zu offenbaren, sah ich in diesem herrlichen Mandala, wie wunderschön wir alle in unserem Wesenskern sind. Wir sind die allerschönste Schöpfung, die es gibt.

Die menschliche Seele, die menschliche Matrix, die wir alle zusammen bilden, ist absolut phantastisch, elegant, exotisch. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr dieser Moment meine Meinung über die Menschheit veränderte.

„Oh, Gott“, rief ich. „Ich wusste ja nicht, wie schön wir sind.“

Ganz gleich, auf welcher hohen oder niederen Ebene oder in welcher Gestalt Sie sich gerade befinden, Sie sind die allerschönste Schöpfung überhaupt. Genau das sind Sie.

Die Enthüllungen, die vom Licht ausgingen, schienen kein Ende zu nehmen. Dann fragte ich das Licht:

„Bedeutet dies, dass die Menschheit gerettet werden wird?“

Wie ein Trompetenstoß inmitten eines Schauers aus spiralförmig niedergehenden Strahlen kam die Antwort des Großen Lichts:

„Merke dir eins und vergiss es nie: Du selbst rettest, erlöst und heilst dich. Das hast du immer schon getan und wirst es stets tun. Mit dieser Kraft wurdest du noch vor Anbeginn der Welt erschaffen.“

In diesem Augenblick erkannte ich noch mehr. Ich erkannte, dass wir bereits errettet worden sind und zwar von uns selbst, da wir, wie auch das übrige Universum Gottes, so geschaffen wurden, dass wir uns stets selbst korrigieren. Das ist es, was die Wiederkunft Christi in Wahrheit meint. Ich dankte dem Licht Gottes aus ganzem Herzen. Mir fielen nur die folgenden einfachen Worte tiefster Dankbarkeit ein:

„Oh, lieber Gott, liebes Universum, liebes Großes Selbst, ich liebe mein Leben.“

Das Licht schien mich noch ein wenig tiefer einzuatmen. Es war, als würde es mich vollständig in sich aufnehmen. Es ist mir bis heute unmöglich, dieses Licht der Liebe zu beschreiben. Ich wechselte in eine andere, noch tiefgründigere Welt hinüber, und mir wurde bewusst, dass da noch mehr, weit mehr war. Dort war ein riesiger Lichtstrom, breit und überbordend, der sich tief durch das Herz des Lebens zog. Ich fragte, was dies sei.

„Dies ist der Fluss des Lebens“, erwiderte das Licht. „Trinke dieses Manna-Wasser, bis dein Herz voll davon ist.“

Das tat ich. Ich trank ausgiebig, erst einmal und dann ein weiteres Mal. Vom Leben selbst zu trinken! Ich war trunken vor Verzückung.

„Du hast einen Wunsch“,

sagte das Licht dann. Es wusste alles über mich und kannte meine komplette Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. „Ja!“, flüsterte ich.

Ich bat, das übrige Universum sehen zu dürfen – den Teil jenseits unseres Sonnensystems, jenseits aller menschlichen Illusion. Das Licht sagte mir, ich könne mit dem Strom reisen. Das tat ich, und so wurde ich durch das Licht am Ende des Tunnels getragen. Mehrmals hörte und spürte ich einen sehr leisen Überschallknall. Was für ein Tempo! Plötzlich schien es, als würde der Strom des Lebens mich pfeilschnell vom Planeten forttragen. Ich sah die Erde davonfliegen. Das Sonnensystem zog in all seiner Herrlichkeit an mir vorbei und verschwand. Mit Überlichtgeschwindigkeit durchquerte ich das Zentrum der Galaxie, wobei ich immer mehr Wissen in mir aufnahm. Ich erfuhr, dass unsere Galaxie und das gesamte Universum von den verschiedensten Lebensformen bevölkert sind. Ich sah viele Welten. Die gute Nachricht ist, dass wir nicht allein in diesem Universum sind!

Während ich von diesem Bewusstseinsstrom durch das Zentrum der Galaxie getragen wurde, schlug dieser Fluss fraktale Energiewellen und verbreiterte sich so. Die Galaxien-Superhaufen flogen mit all ihrer uralten Weisheit an mir vorüber. Zunächst dachte ich, dass mich ein bestimmtes Ziel erwartete; dass ich tatsächlich reiste. Dann aber ging mir auf, dass mein Bewusstsein sich mit dem Strom weitete und einfach alles im Universum in sich aufnahm! Die gesamte Schöpfung zog an mir vorbei. Es war ein unvorstellbares Wunder! Ich war wahrlich ein Kind, das Wunder bestaunte, ein Kind im Wunderland!

Hinein in die Leere

Nun befand ich mich in einer tiefen Stille, die weit über eine bloße Abwesenheit von Lauten hinausging. Ich konnte die Ewigkeit jenseits der Unendlichkeit wahrnehmen. Ich befand mich in der Leere, in der Vorschöpfungsphase, noch vor dem Urknall. Ich hatte die Schwelle überschritten, hinter der es noch keine Zeit / kein Erstes Wort / keine Erste Schwingung gab. Ich war mitten im Auge der Schöpfung und hatte das Gefühl, als berührte ich das Angesicht Gottes. Es war kein religiöses Gefühl. Ich war schlicht eins mit dem Absoluten Leben und Bewusstsein.

Wenn ich sage, dass ich die Ewigkeit sehen bzw. wahrnehmen konnte, meine ich damit, dass ich erlebte, wie die Schöpfung sich selbst hervorbrachte. Dies geschah ohne Anfang und Ende. Das ist ein Gedanke, der den geistigen Horizont erweitert, nicht wahr?

Die Wissenschaft betrachtet den „Big Bang“, den Urknall, als ein einmaliges Ereignis, welches das Universum hervorbrachte. Während meiner Erfahrung des Nachtodlebens sah ich jedoch, dass der Urknall nur einer von zahllosen ist, die immerfort und gleichzeitig Universen erschaffen. Die einzigen Bilder, die diesem im Rahmen des menschlichen Vorstellungsvermögens einigermaßen nahekommen, sind die von Supercomputern mittels Gleichungen der fraktalen Geometrie generierten Graphiken.

Die Alten wussten dies. Sie sagten, dass Gott in regelmäßigen Abständen durch Ausatmen neue Universen hervorgebracht und andere Universen erneuert habe, indem er einatmete. Diese Epochen nennt man Yugas. Die moderne Wissenschaft spricht vom Urknall. Ich befand mich in einem Zustand absoluter, reiner Bewusstheit. Ich konnte wahrnehmen, wie all die „Big Bangs“ und Yugas sich erschufen und immer wieder neu erschufen. Dann trat ich mit einem Mal in sie alle gleichzeitig ein. Ich sah, dass jedes einzelne kleine Schöpfungsteilchen die Kraft zu erschaffen besitzt. Der Versuch, dies zu beschreiben, fällt mir schwer. Ich bin, was dies angeht, immer noch sprachlos.

Nachdem ich von meinem Nahtoderlebnis zurückgekehrt war, dauerte es Jahre, bis ich meine Erfahrungen in der Leere einigermaßen in Worte kleiden konnte. So viel kann ich Ihnen heute sagen: Die Leere ist weniger als nichts und doch mehr als alles, was ist! Die Leere ist absolut null; sie ist das Chaos, das alle Möglichkeiten hervorbringt. Sie ist Absolutes Bewusstsein; weit mehr noch als die Universelle Intelligenz.

Die Leere ist das Vakuum bzw. das Nichts zwischen allen physischen Manifestationen. Sie ist der Raum zwischen den Atomen und deren Komponenten. Inzwischen untersucht die moderne Wissenschaft diesen Raum zwischen allem. Man nennt ihn Nullpunkt. Doch wann immer man ihn zu messen versucht, versagen die Instrumente, weil der Wert die Messskala überschreitet … bis in die Unendlichkeit reicht, sozusagen. Bislang hat man keine Möglichkeit, die Unendlichkeit genau zu messen. Unser Körper und das Universum enthalten mehr Nullpunktraum als irgendetwas anderes!

Was Mystiker als Leere bezeichnen, ist keineswegs leer. Es ist voller Energie, einer anderen Art von Energie, die alles erschaffen hat, was wir sind. Alles, was seit dem Urknall entstanden ist, besteht aus Schwingungen, angefangen beim ersten Wort, das die erste Schwingung war. Hinter dem biblischen „Ich bin“ steht in Wahrheit ein Fragezeichen. „Ich bin – was bin ich?“ Somit ist die Schöpfung Gott, der sein göttliches Selbst auf jede nur erdenkliche Weise zu ergründen versucht, in Form einer fortlaufenden unendlichen Entdeckungsreise, die er durch jeden Einzelnen von uns unternimmt.

Während meines Nahtoderlebnisses begann ich zu begreifen, dass alles, was ist, buchstäblich das Selbst ist; Ihr Selbst, mein Selbst. Alles ist das Große Selbst. Das ist der Grund, warum Gott sogar ein fallendes Blatt nicht entgeht. Dies ist möglich, weil das Zentrum des Universums immer genau dort ist, wo Sie sind. Wo auch immer ein Atom sich befindet, dort ist das Zentrum des Universums. Gott ist dort, so wie Gott auch in der Leere ist.

Während ich im Rahmen meiner Erfahrungen im Nachtodleben die Leere und alle Yugas der Schöpfung erkundete, befand ich mich vollkommen außerhalb von Zeit und Raum, wie wir sie kennen. In diesem erweiterten Zustand entdeckte ich, dass es bei der Schöpfung um Absolutes Reines Bewusstsein – Gott – geht, das bzw. der in die Erfahrung dessen eintritt, was wir als Leben kennen. In der Leere selbst gibt es keine Erfahrungen. Sie ist Vor-Leben, ein Zustand noch vor der ersten Schwingung. Bei der Göttlichkeit geht es um mehr als nur um Leben und Tod. Daher gibt es im Universum weit mehr als nur Leben und Tod zu erfahren! Als ich dies erkannte, hatte ich genug über die Leere erfahren und wollte in diese Schöpfung bzw. dieses Yuga zurückkehren. Dies erschien mir nur natürlich.

Zurück nach Hause

Damit kehrte ich urplötzlich durch das zweite Licht – den „Big Bang“ – hindurch zurück, wobei ich erneut mehrere Male einen samtweichen Überschallknall vernahm. Der Bewusstseinsstrom trug mich erneut durch die gesamte Schöpfung – und was für eine Reise das war! Die Galaxien-Superhaufen durchzogen mich einmal mehr und brachten mir weitere Einsichten. Ich durchquerte das Zentrum unserer Galaxie, das ein Schwarzes Loch ist. Schwarze Löcher sind die großen Prozessoren bzw. Wiederaufbereiter des Universums.

Wissen Sie, was auf der anderen Seite eines Schwarzen Lochs liegt? Wir; unsere Galaxie, die aus einem anderen Universum neu erstanden ist. In der Gesamtheit ihres energetischen Aufbaus glich die Galaxie einer phantastischen Lichterstadt. Alle Energie diesseits des Urknalls ist Licht. Alle Subatome, Atome, Sterne und Planeten und auch das Bewusstsein selbst bestehen aus Licht und besitzen somit eine Frequenz und / oder Teilchen. Licht ist lebende Materie. Alles besteht aus Licht, sogar Steine. Somit ist alles lebendig. Alles ist aus dem Lichte Gottes geschaffen; alles besitzt eine hohe Intelligenz.

Der Strom trug mich weiter und weiter, und schließlich sah ich ein großes Licht, das auf mich zukam. Ich wusste, dass dies das Erste Licht war, die Lichtmatrix des Höheren Selbst unseres Sonnensystems. Dann erschien das gesamte Sonnensystem in diesem Licht, begleitet von einem weiteren samtweichen Überschallknall. Ich konnte die gesamte Energie erkennen, die unser Sonnensystem generiert, und das war eine unglaubliche Lichterschau! Ich hörte die Musik der Sphären. Wie alle Himmelskörper generiert auch unser Sonnensystem eine einzigartige Matrix aus Licht, Klang und Schwingungsenergie. Fortschrittliche Kulturen aus anderen Sternensystemen können Leben, wie wir es kennen, durch die Ausprägung der Schwingungs- bzw. Energiematrix im Universum ausfindig machen. Das ist ein Kinderspiel. Die Wunderkinder der Erde – die Menschen – bringen in ebendiesem Moment eine Fülle an Geräuschen hervor, wie Kinder, die im Garten des Universums spielen.

Das Licht erklärte mir, dass es keinen Tod gebe. Wir sind unsterbliche Wesen. Wir leben schon jetzt seit Ewigkeiten! Ich erkannte, dass wir Teil eines natürlichen, lebendigen Systems sind, das sich selbst unendlich oft neu hervorbringt. Mir wurde nicht gesagt, dass ich zurückkehren musste. Ich wusste es einfach. Es war nach allem, was ich im Rahmen meiner Erfahrungen im Nachtodleben gesehen hatte, nur natürlich.

Ich weiß nicht mehr, wie lange ich nach menschlicher Zeitrechnung im Licht war. Aber es kam der Moment, in dem ich erkannte, dass all meine Fragen beantwortet waren und meine Rückkehr kurz bevorstand. Wenn ich sage, dass all meine Fragen beantwortet worden waren, dann meine ich ebendies – dass all meine Fragen beantwortet worden waren. Jeder Mensch führt ein individuelles Leben und befasst sich mit seinen ganz eigenen Fragen. Einige unserer Fragen sind universeller Natur, aber jeder von uns erforscht diesen Aspekt, den wir Leben nennen, auf seine ganz persönliche Weise. So tut es auch jede andere Lebensform, von den Bergen bis hin zu den einzelnen Blättern eines jeden Baumes. Und dies ist für uns übrige Wesen in diesem Universum von enormer Bedeutung, denn dies alles trägt zum Großen Gesamtbild, zur Fülle des Lebens bei. Wir alle sind buchstäblich Gott, der sein göttliches Selbst in einem unendlichen Tanz des Lebens erforscht. Und Ihre Einzigartigkeit bereichert die Gesamtheit des Lebens.

Als ich schließlich in den Zyklus des Lebens zurückkehrte, kam es mir weder in den Sinn noch wurde mir gesagt, dass ich in meinen alten Körper zurückkehren würde. Es war schlicht egal. Ich vertraute dem Licht und dem Lebensprozess vollkommen. Während der Strom mit dem Großen Licht verschmolz, bat ich darum, die im Jenseits gesammelten Erkenntnisse und Empfindungen niemals zu vergessen. Ich vernahm ein „Ja“. Es fühlte sich an wie ein Kuss auf meiner Seele.

Dann wurde ich durch das Licht hindurch zurück in die Welt der Schwingungen gebracht. Der ganze Prozess lief rückwärts ab, und währenddessen erhielt ich noch mehr Informationen. Ich kam nach Hause, und im Rahmen meines Nahtoderlebnisses erfuhr ich viel über den Mechanismus der Reinkarnation. Ich erhielt Antworten auf all die kleinen Fragen, die ich hatte: „Wie funktioniert dies? Wie funktioniert jenes?“ Ich wusste, dass ich reinkarnieren würde.

Die Erde ist ein enormer Energieprozessor, aus dem das individuelle Bewusstsein hervorgeht, das in jeden von uns einströmt. Zum ersten Mal überhaupt betrachtete ich mich als Mensch, und ich war glücklich, einer zu sein. Nach allem, was ich gesehen hatte, wäre ich auch glücklich gewesen, ein Atom in diesem Universum zu sein. Ein Atom. Zum menschlichen Teil Gottes zu gehören – das ist der allergrößte Segen überhaupt. Es ist ein Segen, der noch über unsere wildesten Vorstellungen davon, was Segen sein kann, hinausgeht. Denn das jeder Einzelne von uns die menschliche Seite dieser Erfahrung verkörpert, ist ehrfurchtgebietend und wundervoll. Jeder Einzelne von uns – ganz gleich, wo wir uns befinden und ob wir unser Leben verpfuscht haben oder nicht – ist ein Segen für diesen Planeten, und zwar genau dort, wo wir gerade stehen.

Ich durchlief den Reinkarnationsprozess in der Erwartung, irgendwo als Säugling aufzuwachen. Aber ich sollte eine Lektion im Hinblick auf die Entwicklung der individuellen Identität und des Bewusstseins erhalten. Als ich die Augen aufschlug, war ich zutiefst überrascht. Ich weiß nicht, warum, denn ich begriff dies alles – aber dennoch war es eine Überraschung, wieder in diesem Körper und in meinem Zimmer zu sein und jemanden über mich gebeugt vorzufinden, der sich die Augen ausheulte. Dieser Jemand war meine Hospizbetreuerin. Sie hatte mich anderthalb Stunden, nachdem sie mich leblos vorgefunden hatte, aufgegeben. Mein Körper war steif und unbeweglich geworden. Daraufhin war sie in ein Nebenzimmer gegangen. Ich erwachte und sah das Licht, das durch die Tür hereinfiel. Ich versuchte, mich aufzurichten, um darauf zuzugehen, und dabei fiel ich aus dem Bett. Meine Betreuerin hörte einen lauten Knall, kam hereingestürzt und fand mich auf dem Boden liegend.

Wunder und Erinnerungen

Als ich wieder zu Kräften kam, erfüllten mich gleichermaßen Überraschung und Ehrfurcht angesichts dessen, was während meines Nahtoderlebnisses mit mir geschehen war. Zunächst waren die Erinnerungen an diese Reise, die mir heute wieder präsent sind, wie ausgelöscht. Immer wieder entglitt ich dieser Welt und fragte mich: „Bin ich am Leben?“ – denn diese Welt erschien mir traumgleicher als jene dort drüben.

Innerhalb von drei Tagen fühlte ich mich wieder normal, zugleich aber klarer und ganz anders als zuvor. Später kamen auch die Erinnerungen an mein Nahtoderlebnis zurück. Ich konnte an keinem Menschen, dem ich je begegnet war, etwas Falsches sehen. Zuvor war ich sehr kritisch gewesen. Ich hatte geglaubt, dass es jede Menge Menschen gebe, die nichts taugten; eigentlich war ich sogar überzeugt gewesen, der Einzige zu sein, der etwas taugte. Doch von alldem löste ich mich nun.

Etwa drei Monate später empfahl mir ein Bekannter, mich untersuchen zu lassen, also ließ ich mich scannen und unterzog mich auch all den anderen Tests. Ich fühlte mich wirklich gut, hatte aber Angst vor schlechten Nachrichten. Ich erinnere mich noch, wie der Arzt der Klinik die alten mit den neuen Aufnahmen verglich und sagte: „Nun, da ist nichts mehr.“ „Das muss wirklich ein Wunder sein“, erwiderte ich. „Nein, solche Dinge geschehen“, wandte er ein. „Das nennt man Spontanremission.“ Er schien wenig beeindruckt. Aber dies war ein Wunder, und ich selbst war sehr wohl beeindruckt, wenn schon niemand anderes es war.

Während meines Nahtoderlebnisses bin ich auch in das hinabgestiegen, was man die Hölle nennen könnte, und es war eine überraschende Erfahrung. Ich habe weder Satan noch etwas Böses gesehen. Mein Abstieg in die Hölle war vielmehr ein Abstieg in das, was jedem Menschen auf individuelle Weise innewohnt – Leid, Ignoranz und die Dunkelheit des Unwissens. Es kam mir vor wie eine elende Ewigkeit. Doch jede der Millionen Seelen, die mich umgaben, besaß einen kleinen Lichtstern, der immer da war, wenn auch keine der Seelen von ihm Notiz zu nehmen schien.

Sie alle verzehrten sich vor Kummer, Trauma und Leid. Nach einer Zeit, die mir wie die Ewigkeit vorkam, begann ich nach dem Licht zu rufen, wie ein Kind, das seinen Vater oder seine Mutter zur Hilfe herbeiruft.

Da öffnete sich das Licht und bildete einen Tunnel, der direkt auf mich zukam, mich umschloss und mich abkapselte von all der Angst und dem Schmerz – denn nichts anderes ist die Hölle in Wahrheit. Was wir hieraus lernen sollten ist, uns bei den Händen zu fassen und zusammenzukommen. Die Tore der Hölle sind längst aufgestoßen. Wir müssen uns nur zusammenschließen, uns bei den Händen nehmen und gemeinsam aus der Hölle heraustreten. Das Licht kam also zu mir und verwandelte sich in einen riesigen goldenen Engel. „Bist du der Todesengel?“, fragte ich. Er ließ mich wissen, dass er meine Überseele sei, meine Matrix des Höheren Selbst, ein uralter Teil in uns allen. Dann wurde ich ins Licht gezogen.

Wissenschaft und Geist

Schon bald wird unsere Wissenschaft in der Lage sein, den Geist zu messen. Wird das nicht wunderbar sein? Inzwischen werden Geräte erfunden, die sensibel auf feinstoffliche bzw. geistige Energieformen reagieren. Physiker zertrümmern Atome in Kollisionsbeschleunigern, um zu sehen, woraus diese Atome bestehen. Dabei ist man bereits bis zu Quarks, Charmquarks und noch tiefer vorgedrungen. Nun, eines Tages wird man auf diesen winzigen Aspekt stoßen, der alles zusammenhält, und man wird ihm nur einen Namen geben können – Gott. Zudem beginnen wir allmählich zu begreifen, dass auch wir stets Schöpfer sind. Als ich während meines Nahtoderlebnisses die Ewigkeit sah, gelangte ich auch in eine Welt, in der es einen Punkt gibt, an dem wir all unser Wissen hinter uns lassen und das nächste Fraktal, die nächste Ebene erschaffen. Wir besitzen diese Kraft, Dinge zu erschaffen, noch während wir erkunden. Und eben dies ist Gott, der sich durch uns weitet.

Seit meiner Rückkehr habe ich das Licht immer wieder spontan erfahren, und ich habe gelernt, während meiner Meditation diesen Raum so gut wie immer zu betreten. Jeder von Ihnen kann dies tun. Sie müssen dafür nicht erst sterben oder ein Nahtoderlebnis haben. Es gehört praktisch zu Ihrer Ausstattung; Sie sind bereits mit dem Licht verkabelt. Der Körper ist das wunderbarste Lichtwesen überhaupt. Er ist ein Universum aus geradezu unfassbarem Licht. Der Geist drängt uns nicht dazu, diesen Körper aufzulösen. Das ist es nicht, was geschieht. Hören Sie auf zu versuchen, Gott zu werden; Gott wird zu Ihnen. Hier.

„Welches ist die beste Religion auf diesem Planeten?“, fragte ich Gott. „Welche hat Recht?“

„Das kümmert mich nicht“, erwiderte die Gottheit voll inniger Liebe.

Darin kam eine unfassbare Güte zum Ausdruck. Als die Gottheit sagte: „Das kümmert mich nicht“, begriff ich sofort, dass wir diejenigen sind, die es kümmern sollte. Das ist bedeutsam, denn wir sind die mitfühlenden Wesen. Es geht uns etwas an, und daher ist es von Bedeutung. Es gibt eine Art Energiegleichung der Spiritualität. Die ultimative Gottheit kümmert es nicht, ob Sie Protestant, Buddhist oder was auch immer sind. Dies alles sind nur Facetten, die dem Ganzen entsprießen. Ich wünschte, alle Religionen würden dies erkennen und einander in Ruhe lassen. Das würde keineswegs das Ende aller Religionen bedeuten – doch bei allen geht es um denselben Gott. Leben und leben lassen. Jede Religion hat eine andere Sichtweise, und sie alle tragen zum Großen Gesamtbild bei. Sie alle sind wichtig.

Während meines Nahtoderlebnisses bin ich mit Ängsten beladen ins Jenseits eingetreten. Ich hatte Angst vor Giftmüll, vor Atomraketen, vor der Bevölkerungsexplosion und um den Regenwald. Seit ich zurückgekehrt bin, liebe ich jedes einzelne dieser Probleme. Ich liebe Atommüll. Ich liebe den Atompilz; dieser ist das heiligste Mandala, das wir bislang als Archetypus manifestiert haben. Stärker als jede Religion oder Philosophie auf Erden hat der Atompilz uns alle unversehens zusammengeführt und uns zu einer neuen Bewusstseinsebene verholfen. Nun, da wir wissen, dass wir diesen Planeten 50 oder gar 500 Mal in die Luft sprengen könnten, geht uns endlich auf, dass wir möglicherweise hier sind, um eine Gemeinschaft zu bilden.

Eine Zeitlang mussten mehr und mehr Bomben her, damit wir dies verinnerlichen konnten. Dann aber sagten wir uns: „Wir brauchen sie nicht mehr.“ Inzwischen leben wir in einer Welt, die mehr Sicherheit als je zuvor bietet, und sie wird zunehmend sicherer.

Deshalb brachte ich aus meinem Nahtoderlebnis eine Liebe für Giftmüll mit, denn dieser hat uns zusammengeführt. Das alles ist sehr bedeutsam. Wie [der Futurist] Peter Russell vielleicht sagen würde, sind all diese Probleme von „seelischem Ausmaß“. Haben wir Lösungen von demselben seelischen Ausmaß? Ja!

Die Abholzung der Regenwälder wird nach und nach eingestellt werden, und in 50 Jahren wird es mehr Bäume auf diesem Planeten geben, als es lange Zeit gab. Wenn Sie sich für Umweltschutz stark machen, machen Sie weiter; damit gehören Sie dem Teil des Systems an, der zunehmend bewusster wird. Bringen Sie sich ein, so sehr Sie können, doch lassen Sie sich nicht deprimieren. Dies alles ist nur ein kleiner Aspekt eines größeren Ganzen.

Die Erde ist dabei, sich selbst zu domestizieren. Sie wird nie wieder ein solch wilder Ort sein, wie sie es einst war. Doch es wird dennoch großartige wilde Orte geben, Reservate, in denen die Natur sich entfalten kann. Gärten und Reservate werden der Trend der Zukunft sein.

Das Bevölkerungswachstum nähert sich dem optimalen Energiebereich an, um einen Bewusstseinswandel herbeizuführen. Dieser Bewusstseinswandel wird sich verändernd auf Politik, Geld und Energie auswirken.

Nachdem ich gestorben bin, mein Nahtoderlebnis durchlaufen habe und zurückgekehrt bin, empfinde ich nun Respekt sowohl vor dem Leben als auch vor dem Tod. Mit unseren DNS-Experimenten haben wir vielleicht die Tür zu einem großen Geheimnis aufgestoßen. Bald schon könnten wir in der Lage sein, so lange in diesem Körper zu leben, wie wir wollen.

Nachdem wir 150 Jahre gelebt haben, wird die Seele intuitiv den Wunsch anstoßen, den Kanal, das Instrument zu wechseln. Ewig in demselben Körper zu leben ist weit weniger kreativ als zu reinkarnieren und unsere Energie innerhalb dieses phantastischen Energievortex auf die Reise zu schicken. Wir werden die Weisheit in Leben und Tod erkennen und uns an ihr erfreuen. So wie die Dinge stehen, sind wir immer schon am Leben gewesen.

Diesem Körper, in dem Sie sich befinden, wohnt schon seit Ewigkeiten Leben inne. Dieses Leben entspringt einem nie versiegenden Lebensstrom, dessen Quelle sich weit jenseits des Urknalls befindet.

Dieser Körper gibt sein Leben an das nächste Leben weiter, sowohl auf materieller als auch auf feinstofflicher Energieebene. Dieser Körper ist immer schon am Leben gewesen.


Kommentare

Kommentar von Os von der Spree (08. Oktober 2010, 18:25 Uhr)

Faszinierend – hier wird der flüchtige Augenblick im Moment größter Not skizziert, der Lebenswille, Überlebenswille. Dem Blitz folgt der Donner der Erkenntnis. Ich bin überzeugt davon, dass es derartige Selbstheilungskräfte tatsächlich gibt! Es gibt zahlreiche wissenschaftlich dokumentierte Beispiele.

Doch Vorsicht: Aus solchen Berichten sind schon „Glaubensgemeinschaften“, ja Sekten entstanden – mit nur einem Ziel: Abzocke!

Wer Todessehnsucht verspürt, sollte diesen Beitrag besser nicht lesen, denn der Lebenswille, der Funke, der ein solches Ereignis überhaupt möglich macht, ist längst erloschen! Man wird das „Licht am Ende des Tunnels“ vergeblich suchen – es war nur die U-Bahn!


Kommentar von Oskar (10. November 2010, 14:53 Uhr)

Ein wunderbarer Beitrag zu den Möglichkeiten und zur Ganzheit unseres Seins!

Ein anderer Beitrag zu den Möglichkeiten und zur Ganzheit unseres Seins findet sich bei David Safier: „Mieses Karma“

[ich hoffe, das wird nicht als „Schleichwerbubg gewertet – ich empfinde das wirklich als lesenswerte, weitere Möglichkeit, unsere Ganzheit begreifen zu können!]


Kommentar von Ramona Anna Mayer (19. November 2010, 21:11 Uhr)

DANKE für diesen bereichernden Bericht, der mir Erkenntnisse bestätigte, die sich mir offenbarten.

Da jede Bestätigung zur Beruhigung unseres Verstandes beiträgt, was es uns erleichtert das zu leben, was wir sind, empfinde ich solche Berichte als Juwelen im gesamten Informations-Pott.

Von Herzen,

Ramona Anna Mayer


Kommentar von Sutter Margareta (02. November 2013, 20:52 Uhr)

danke dir lieber Mensch

für deinen Reisebericht. Er hat mich derart in Bann gezogen, als würde ich diese Reise gleich selber erfahren!!!….ich danke dir dafür!
Es geht mir wie Ramona Anna Mayer, es ist wie wenn ich vieles schon
kennen oder erahnen würde und doch fühlt es sich so wundervoll, lichtvoll, mächtig, kreativ und einfach göttlich an. Danke!
fühle dich liebevoll umarmt
Margareta


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