Religionsfreiheit : Wenn Muslime Homosexuelle abschlachten wollen, ist das völlig in Ordnung

von Michael Steiner

In den Niederlanden hat eine Antidiskriminierungsstelle betont, dass die Forderung zum verbrennen, köpfen und schlachten von Homosexuellen durch Muslime durch die Religionsfreiheit gedeckt sei.

Eine Antidiskriminierungsstelle, die vom niederländischen Steuerzahler finanziert wird, hatte erklärt, dass es ihrer Ansicht nach völlig in Ordnung ist, wenn Muslime dazu aufrufen, Homosexuelle zu verbrennen, zu köpfen und zu schlachten zu wollen.

Öffentlich wurde der Skandal, nachdem in einem Online-Forum nach der Veröffentlichung eines Artikels über die Schwulengemeinschaft der marokkanischstämmigen Menschen in den Niederlanden solche Forderungen öffentlich getätigt wurden. Nun forderte der niederländische Regierungschef eine öffentliche Untersuchung des Falls und die Einstellung der Finanzierung der Hotline durch die Staatskasse.

Im Zusammenhang mit dem islamischen Glauben müssen Todesdrohungen gegen Homosexuelle laut der niederländischen Antidiskriminierungsstelle MiND nämlich akzeptiert werden. Denn es gebe Muslime, die den Koran eben so auslegen, dass man Homosexuelle töten dürfe. In den Niederlanden sei dies durch die Meinungsfreiheit gedeckt, so die Sprach- und Moralhüter der „politischen Korrektheit“, wie die britische Zeitung „Express“ berichtet.

Das heißt also: Laut Ansicht dieser Leute ist es in Ordnung, wenn Muslime zur Tötung von Schwulen aufrufen, weil dies so im Koran steht – doch einem Christen ist das nicht erlaubt, obwohl derartige Phrasen ebenso in der Bibel zu finden sind?

Eine höchst interessante Auslegung von „Religionsfreiheit“, oder?

Denn in einer E-Mail führte die Stelle dies so aus:

„Die Bemerkung muss im Kontext des religiösen Glaubens im Islam gesehen werden, welches den beleidigenden Charakter juristisch wegnimmt“. Denn die Tötungsaufforderungen seien „im Kontext einer öffentlichen Debatte“ gemacht worden, „wie man den Koran zu interpretieren habe“. Denn „einige Muslime verstehen im Koran, dass Schwule getötet werden sollen“.

Theoretisch könnte man nun hingehen, selbst eine Religion gründen und dort in einem „heiligen Buch“ allerhand Forderungen aufstellen, welche sämtliche Gesetze die in den europäischen Ländern Standard sind infrage stellen. Allerdings würde solch eine Religion wohl schnell als „verfassungsfeindlich“ verboten werden.

Alle Religionen sind gleich, doch manche sind eben gleicher – so scheint es.


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