Resonanz – Vom Täter- und Opferbewusstsein!

von Deutsches Mädchen

Kennen Sie den Spruch: „Wo kein Kläger, da kein Richter!“? Das macht Sinn und, obgleich es nicht „gerecht“ ist, wird diese Tatsache wohl jeder, ohne weiteres annehmen können. Nun setze ich einen Zacken drauf und sage: „Wo kein Opfer, da kein Täter!“ Wie sieht es jetzt aus? Können Sie das Ganze immer noch so ohne weiteres annehmen, obwohl es nicht fair ist?

Ich schätze eher „nein“! Ich höre jetzt schon die Aufschreie, die von allen Seiten zu mir schallen: „Aber das Kind konnte nichts dafür, dass es misshandelt wurde“, „Deutschland konnte nichts dafür, dass es bekriegt wurde“ oder „Der 30-jährige Familienvater konnte nicht wissen, dass er an diesem oder jenen Ort von einem Allahu-akbar-Rufer getötet wurde“!

Ersteinmal: Ja, das stimmt alles! Diese Leute konnten nichts dafür! Aber ganz offensichtlich auch nichts dagegen! Und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben! Darüber hinaus ist es ein Unterschied, ob in eine Thematik lediglich zwei Personen, ein ganzes Land oder die ganze Welt verwickelt ist. Denn das Schöpfungsprinzip kennt lediglich einen einzigen Antrieb, nämlich „Energie“! Und Energie folgt, seit Anbeginn der Welt, immer der Aufmerksamkeit!

Je mehr Energie in eine Sache oder auch einen Menschen gesteckt wird, desto mächtiger wird diese Sache (oder Mensch)! Dabei spielt es bedauerlicherweise keine Rolle, ob wir ihm diese Energie in positiver (also freudig-bejahender) Weise oder negativer (verärgert-ablehnender) Weise schenken! Ich will Sie nicht mit Phrasen langweilen, doch ich muss an der Stelle wiederholen, dass das Unterbewusstsein (der Brutkasten der Realität) kein „Nein“ kennt.

In jedem psychologischen Buch steht, dass man sich daher keine „negativen“ Glaubenssätze geben soll. Wie z.B „Ich will nicht zu spät kommen!“ Das Unterbewusstsein hört nicht, dass wir es NICHT wollen, sondern streicht dieses Wort ganz einfach und manifestiert lediglich das, worauf wir uns konzentrieren. Also lautet der Satz, der in Wirklichkeit bei uns ankommt: „Ich will zu spät kommen!“ Deshalb wäre die sinnvollere Variante: „Ich möchte immer rechtzeitig kommen!“ Sie verstehen und erkennen den Unterschied?

Auf das große Kriegsgeschehen möchte ich in diesem Text nicht eingehen, denn dies zu verstehen und in seinen richtigen Sinn zu bringen, erfordert mehr als nur ein paar Zeilen und wenige Minuten! Deshalb sage ich zum Krieg, so wie allen möglichen „großen Katastrophen“ nur soviel: Es ist in diesen Situationen nicht jeder gestorben oder verletzt worden! Und doch hat so mancher Tod und so manches Leid seinen sehr wichtigen Sinn! Und es gibt und gab immer Menschen, die freiwillig gestorben sind oder sich geopfert haben, damit WIR erkennen können, wo genau, der richtige Weg liegt und was in Wirklichkeit geschehen ist!

Aber: Es gibt auch immer wieder Menschen, die Geschehnisse überleben, die sie eigentlich „unmöglich“ hätten überleben können. Und die Anzahl derer, die ein „kritisches“ Ereignis überleben, übersteigt die Anzahl jener, die es nicht tun um ein Vielfaches! Sie haben es sicher schon in Büchern gelesen, in Filmen gesehen, in den Nachrichten gehört oder sogar „selbst erlebt“, dass irgendein seltsamer Umstand dazu führte, dass ein Mensch heute noch lebt!

Sei es eine Bombe, die zu spät hoch ging und damit nicht den traf, für den sie eigentlich bestimmt war. Sei es, dass ein Mensch einen wichtigen Flug verpasste und die Maschine danach abstürzte. Sei es, dass Sie verzweifelt Ihren Schlüssel suchten und deshalb fünf Minuten zu spät an die Stelle kamen, an der sich ein Unfall ereignete. Oder selbst „ganz banale“ Dinge, wie: Sie haben einen wichtigen Kundentermin und sind ausgerechnet an dem Tag krank. Ein Kollege übernimmt und es stellt sich später heraus, dass der Kunde ein absolutes Arschloch war! In diesem Moment hat Ihnen Ihr Unterbewusstsein einfach nur eine unangenehme Situation erspart!

Unser Verstand ist es gewöhnt, immer nach einer rationalen Erklärung zu suchen! Und manche Dinge sind ja auch ganz rational erklärbar! Bei denen, die es „nicht“ sind sprechen wir dann plötzlich von Wundern, Zufällen, Pech, Glück oder Schicksal! Und dennoch sind sie logisch. Denn:

Rationalität hat nichts mit Resonanz zu tun und Resonanz ist IMMER logisch!

Insofern ist auch die so genannte Irrationalität logisch, da sie resonant ist! Rational bedeutet doch nur, dass wir etwas, mit den Sinnen, die uns zur Verfügung stehen, wahrnehmen können. Wenn man nun bedenkt, dass die meisten Menschen lediglich 5 Prozent ihres geistigen Potentials und damit auch ihrer Sinne nutzen, dann ist es kein Wunder, wenn ihnen das Meiste nicht „rational“ erscheint. Ganz einfach weil sie gar nicht über das Bewusstsein oder auch Wissen verfügen, um sich die Welt und das Leben erklären zu können!

Um nun auf das Thema (im Kleinen) einzugehen: Sie wurden in bestimmte Lebensumstände geboren, für die Sie tatsächlich nichts können! Ihre Bühne und damit Ihre Lebensumstände wurden Ihnen erst einmal vorgegeben. Doch was Sie aus Ihrer Rolle machen, das bestimmen Sie selbst und niemand wird Ihnen da jemals reinreden!

Die meisten Menschen rechtfertigen ihre Lebenssituation mit den jeweiligen Lebensumständen. Ihre Eltern haben sich zu früh getrennt, sie sind misshandelt worden, es gab nie genug Geld oder sie wurden im falschen Land geboren, etc. … In einer Dokumentation habe ich einmal gesehen, wie ein weiser Mann die passende Antwort darauf gefunden hat, die lautete:

So eine ähnliche Geschichte kann doch jeder erzählen. Na und? Wichtig ist doch, was Sie JETZT machen!

Und genauso ist es auch. Wenn dies, was Ihnen in Ihrem Leben passiert ist, oder die Lebensumstände, in die Sie hinein geboren wurden, eine Rolle spielen, dann lediglich jene, dass Sie JETZT die Möglichkeit haben, es besser zu machen! Sie dürfen auf Ihre Geschichte stolz sein und Sie dürfen anerkennen, dass Sie gelitten haben.

Doch Sie dürfen sich nicht von diesen Dingen dominieren lassen! Der Grund warum Sie hier sind und warum Sie all dies erlebt haben, ist ja genau der, dass sie „darüber hinaus wachsen können“ und sich damit ein für alle mal beweisen, dass Sie nicht das Opfer der Umstände sind!

Oftmals speichern wir nur die Glaubenssätze, welche in diesen Erfahrungen enthalten waren und lassen sie, ein Leben lang, ohne es zu wissen, wie ein Mantra vor uns ablaufen. In der Psychologie spricht man in solchen Fällen gerne von einem Trauma! Und das Problem mit Traumata ist, dass man dazu verdammt ist, immer wieder Situationen anzuziehen, die diese Glaubenssätze verwirklichen! Deshalb sehen sich 90 Prozent aller Menschen auch immer wieder mit ein und demselben Problem konfrontiert. Vielleicht wechselt dabei der Ort oder die Statisten, aber trotzdem treffen sie immer und immer wieder auf ein und dasselbe Problem. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Das Leben ist immer eine Antwort auf Ihre tiefsten Gedanken und Gefühle! Ganz gleich ob Sie sich schlecht oder gut dabei fühlen!

Ganz einfach weil (Lebens-)Energie nicht bewertet, sondern lediglich schöpft (erschafft)! Wenn sich ein Opfer immer wieder damit befasst (darüber definiert), was ihm widerfahren ist und dieses innere Trauma nicht löst, dann verflucht es sich dazu, auch immer wieder dasselbe zu erleben! Und dies ist die so genannte „Opfermentalität“!

Und diese Mentalität zieht einen passenden Täter quasi magisch an! Wenn das Opfer frei sein möchte, dann muss es also erst einmal aus dieser Opfermentalität aussteigen. Das heißt, es muss lernen sich nicht mehr als Opfer zu sehen und vor allem auch nicht mehr so zu fühlen! Es muss seine alten Gefühle heilen! Und Heilung kann nur durch (Selbst-)erkenntnis entstehen!

Erkenntnis und Annahme bedeuten nicht automatisch „Gutheißen“!

Diese Reden, von wegen, vergeben Sie dem Täter und lieben Sie Ihre Feinde, mögen oberflächlich nett klingen und schön sein. Doch erstens funktionieren Sie nicht und zweitens ist es auch gar nicht notwendig, so etwas zu tun. Im Gegenteil, kann eine gesunde Wut auf den Täter, eine überaus wirkende Medizin sein! Denn in dieser Wut steht der Satz geschrieben: „Ich verdiene etwas Besseres!“

Es geht also nicht darum, den Täter frei zu sprechen, seine Taten gutzuheißen oder gar zu rechtfertigen. Und es geht nicht darum, wie Buddha einfach drüber wegzusehen und sich nicht „aufregen“ zu dürfen! Es geht noch nicht einmal wirklich um „Vergebung“! Nein, es geht um die Qualität Ihrer Gefühle und Gedanken und der „Richtung“, in die diese gehen!

Wenn Sie „ein Opfer“ sind und das sind die Meisten von uns irgendwann in ihrem Leben, dann ist es lediglich von Bedeutung, wie Sie sich selbst wahrnehmen und nicht den Täter! Es ist ein Unterschied, ob Sie denken: „Der Mensch, der mir das angetan hat soll um jeden Preis in der Hölle schmoren!“ Oder ob Sie denken: „Ich verdiene es um jeden Preis glücklich zu sein!“ Es geht also darum, was Sie sich für „sich selbst“ wünschen! Ihre Gedanken in Bezug auf den Täter sind dabei eigentlich erst einmal völlig zweitrangig.

Ich habe mich sehr lange schon mit dieser Thematik beschäftigt und dabei auch auf sämtliche Quellen zurückgegriffen, seien es philosophische, rationale, spirituelle, religiöse oder medizinische. Und ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass in allem etwas Wahres steckt, doch dass „die eigentliche Wahrheit“ nirgends angesprochen wird. Und diese Wahrheit ist „entscheidend“ darüber, ob ein Opfer Opfer bleibt oder frei wird! Und diese Wahrheit lautet:

Was sich in jedem Fall für Sie verwirklichen wird, sind die Gedanken, die Sie über sich selbst haben!

Sie müssen nicht vergeben, sie müssen nicht vergessen und Sie müssen schon gar nicht GUTHEIßEN, was man Ihnen angetan hat! Und in manchen Fällen wäre dies sogar kontraproduktiv! Denn wenn Sie Ihr Augenmerk nur darauf richten, diesem armen Täter und (vielleicht sogar) Monster zu vergeben und in ihm etwas Gutes zu sehen, dann machen Sie genau das, was Sie automatisch in eine Opferrolle drängt: Sie stellen sich selbst hintenan!

Sollte es Ihnen jedoch durch harte Arbeit, eine klare Sicht der Dinge, ein Beim-Namen-Nennen des Teufels und einer gesunden Wut gelingen, sich selbst genug zu lieben, um umzudenken, so werden Sie dem Täter automatisch vergeben. Ganz einfach, weil Sie emotional nicht mehr von ihm und seiner Tat abhängig und dadurch nicht mehr an ihn gebunden sein werden! Doch unter dem Strich ist es völlig unerheblich, wie Sie den Täter sehen. Wichtig ist nur, was Ihr Ziel für sich selbst ist!

Und an dieser Stelle möchte ich wieder einen kleinen Sprung machen zu unserer heutigen Zeit der Verwirrung und Verirrung: Deutschland, das in Wahrheit schlimmstes Opfer ist und gleichzeitig zum bösartigsten Täter gestempelt wurde, kann nur befreit werden, wenn eine gewisse Menge an Menschen aus dem Opferbewusstsein herausgeht! Wenn Sie also wirklich etwas verändern möchten, dann dürfen, ja MÜSSEN Sie sich darüber bewusst sein, wer die wahren Täter sind. Sie können also überhaupt nur etwas tun, wenn Sie die wahren Täter KENNEN! Sie müssen also zuerst die Wahrheit finden!

Und wenn Sie nun die Wahrheit gefunden haben, dann ist es Ihr gutes „Recht“ wütend zu sein, traurig zu sein, entsetzt zu sein … Doch wenn Sie dann das Schwert nehmen, um in den Kampf zu ziehen, dann machen Sie sich bewusst, WARUM Sie dies tun! Tun Sie es, um „Jene“ zu bestrafen? Tun Sie es aus Rache? Tun Sie es aus Hass auf diese Menschen?

Oder tun Sie es, weil Sie Glück, Freiheit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und Frieden verdient haben?

Sie haben nicht die Schuld, an dem was Ihnen passierte oder an den Lebensumständen, in die Sie geboren wurden! Aber Sie haben DIE MACHT es zu ändern und diese Welt zu Ihren Gunsten zu verwandeln! Sie müssen nur die Verantwortung für das übernehmen, was Sie jetzt fühlen und sich bewusst darüber werden, dass Sie Ihre Gefühle ändern können und damit auch Ihre Realität verändern werden! Und zwar in Bezug „auf sich selbst“!

Wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du die Macht! Doch nur wem Du die Verantwortung gibst, der findet auch die richtigen Antworten!

Fühlen Sie sich nicht schuldig, für das, was war! Aber übernehmen Sie die Verantwortung für das, was heute und morgen geschieht! Wir bekommen nicht das, was wir „wollen“, sondern das, was wir „sind“! Und das, was wir sind, wird von unseren intimsten Gedanken bestimmt! Das Leben ist wie ein Spiegel, der uns unsere seelischen Verstrickungen schonungslos widerspiegelt! Doch es geht hier nicht um eine nicht existente Schuld: Die Welt ist so wie sie ist! Und unsere Aufgabe besteht darin, sie, also das Spiegelbild, zu verändern, indem wir den verändern, der vor dem Spiegel steht, nämlich „uns selbst“!

Dies ist der freie Wille und damit die wahre Gerechtigkeit Gottes! 

Ein Deutsches Mädchen


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