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Russisches Arbeitslager – Die Flucht des Clemens Forell

Cornelius Rost (* 27. März 1919 in Kufstein; † 18. Oktober 1983 in München) war ein deutscher Soldat des Zweiten Weltkriegs, der unter seinem Alias Clemens Forell bekannt wurde, unter dem er angeblich aus einem sibirischen Kriegsgefangenenlager entkam und auf abenteuerliche Weise 14.000 km durch die Sowjetunion und den Fernen Osten marschierte.

In drei Sendungen des Bayerischen Rundfunks am 2., 3. und 4. April 2010 kam der Journalist Arthur Dittlmann nach langjährigen Forschungsarbeiten zu dem Ergebnis, dass Rosts Schilderungen, abgesehen von weiteren Unwahrscheinlichkeiten sachlicher Art, nicht der Wahrheit entsprechen können; so sei er weder Offizier gewesen noch 1952 heimgekehrt, sondern bereits 1947.

Seine Geschichte wurde 1955 von dem bayerischen Novellisten Josef Martin Bauer nach einem achtstündigen Tonbandinterview unter dem Titel So weit die Füße tragen niedergeschrieben und bereits 1959 mit Charakterdarsteller Heinz Weiss in der Hauptrolle in Form eines sechsteiligen Fernsehfilms, ebenfalls unter dem Titel So weit die Füße tragen, verfilmt. Dieser Mehrteiler wurde einer der ersten Straßenfeger der frühen Bundesrepublik.

So weit die Füße tragen ist ein Roman von Josef Martin Bauer um den deutschen Kriegsgefangenen Clemens Forell, der nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 aus einem ostsibirischen Gefangenenlager flieht und seine lange Flucht nach Hause antritt. Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und zeigt das traurige Schicksal von 3,5 Millionen deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion.
Der Roman wurde ein Welterfolg, der bis heute in 15 Sprachen übersetzt wurde (darunter Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Niederländisch, Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Polnisch, Schwedisch, Tschechisch und Isländisch). Er wurde und blieb der größte Erfolg und berühmteste Roman von Josef Martin Bauer. Der Roman war Vorlage eines gleichnamigen sechsteiligen Fernsehfilms, eines Filmdramas und eines Hörspiels.

So weit die Füße tragen (Teil 1)