Sicherheit durch Waffenlosigkeit? – Die Entwaffnung der Bürger!

Viktor Farkas (gestorben 1. November 2011 in Wien), der bekannte Wiener Enthüllungsjournalist, geht der von staatlicher Seite gern propagierten Ansicht auf den Grund, daß die Anzahl legaler Waffen in der Bevölkerung zum Anstieg von Gewalt und Kriminalität führe. Ein beliebtes Argument von Seiten des Staates, die Waffengesetzgebung in unseren Ländern stetig zu verschärfen. Am Ende des Entwaffnungsprozesses sind die (illegalen) Waffen nur noch in den Händen der Kriminellen und der überforderten Polizei. Der Bürger steht hilflos und ohne jedes Mittel der Selbstverteidigung den aufgerüsteten Gewalttätern gegenüber. Gegenwehr ist meist tödlich. Der Fall Dominik Brunner ist ein gutes Beispiel: Seine Zivilcourage wurde hochgelobt und sogar mit dem Bundesverdienstkreuz honoriert, leider aber posthum.

Obwohl die Statistiken eine eindeutige Sprache sprechen, wird immer noch der menschenfreundlich und idealistisch daherkommende Glaubenssatz mantraartig wiederholt, daß ein absolutes Waffenverbot auch zu einer friedlichen Gesellschaft ohne Morde und Gewalt führt. Was Viktor Farkas damals ausführte, beweist sich heute, wo die Kriminalitätsrate enorm gestiegen ist, und die öffentliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet, in drastischer Weise. Die Kriminellen sind bewaffnet, die Polizei überfordert, die Bürger wehrlos, die Kriminalität und der Terror steigen monatlich zu neuen Rekorden – und das Waffenrecht soll dennoch weiter verschärft werden, als ginge die Gefahr von den Bürgern aus und nicht von den Kriminellen.

In den berühmten No-Go-Areas der Großstädte ist es schon länger so: Die Bewohner dieser Stadtviertel sind bis an die Zähne aufgerüstet. Keine der dort teils ganz offen getragenen Schußwaffen ist legal. Die Polizei geht nur noch in Notfällen, mit mehreren Mannschaftswagen und ausreichend bewaffnet dorthinein.

Wie wir in jüngster Zeit erleben, braucht es gar keine Schußwaffen, um Morde, ja sogar Terroranschläge zu begehen. Macheten reichen, um zu töten, Sprenggürtel und Rucksäcke mit Sprengstoff bekommt man sowieso nicht im Jagdwaffengeschäft und mit einem Lastwagen oder Kleinbus kann jeder in eine Menschenmenge pflügen und innerhalb von Minuten Dutzende töten und verstümmeln. Die friedlichen Bürger sind diesen Massakern hilflos ausgeliefert. Sie werden wie Vieh getötet.

Dagegen haben wir gerade erfahren, daß am Brüsseler Bahnhof ein Attentäter von einem Soldaten erschossen wurde, nicht in die Menge eintauchen konnte und daher nicht viel Schaden anrichten konnte, als er den Sprengstoffgürtel zündete. Wir wissen nicht, wohin er eigentlich gehen wollte, um möglichst viele Menschen in den Tod zu reißen. Wie viele Leute in Belgien leben jetzt gesund und ahnungslos weiter, weil sie ihr Leben und ihre Gesundheit diesem einen Schuß zu verdanken haben?

Es gibt viele Fälle, wo ein Amokläufer oder Attentäter durch einen Waffenträger schnell und wirksam gestoppt werden konnte – und auf diese Weise viele Leben gerettet wurden.

Die Politiker sollten sich kundig machen. Die braven Staatsbürger sind bereit, auf eigene Waffen und – im Notfall – tödliche Selbstverteidigung zu verzichten, wenn die öffentliche Sicherheit gewährleistet ist. Kommen aber selbst gesetzestreue, friedliche Menschen zu der Ansicht, daß sie Kriminellen, Vergewaltigern, Räubern und Mördern wehrlos ausgeliefert sind und der Staat seine Pflicht, die Bürger zu schützen nicht erfüllt, verliert der Staat seine Legitimation zum Gewaltmonopol. Dann bewaffnen sich die Leute, und wo Nachfrage ist, da ist auch Angebot. Waffenhandel gibt es überall. Es ist nur eine Frage der Kundennachfrage. Leider entwickelt sich die Situation stetig und unaufhaltsam in diese fatale Richtung, die niemand Vernünftiges gutheißen kann.


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