Südafrika: Enteignung der Weißen soll vorangetrieben werden

Von Marco Maier

Südafrikas Präsident rief erneut zur entschädigungslosen Enteignung der Weißen in Südafrika auf.

Südafrika scheint wirklich jenen desaströsen Weg gehen zu wollen, den schon die Bananenrepublik Simbabwe ging. So sagte Präsident Jacob Zuma während der fünften jährlichen nationalen Politikkonferenz des regierenden African National Congress (ANC), dass die Enteignung von Land ohne Kompensation dort erlaubt werden solle, wo es „notwendig und unvermeidlich“ sei.

Dies betrifft vor allem die weißen Farmer, deren Familien seit Jahrhunderten in dem früher kaum besiedelten südlichen Teil Afrikas leben und dieses weitestgehend ungenutzte Land urbar machten. Die meisten von ihnen sind Buren, Nachfahren der niederländischen Kolonisten, die bereits im Krieg gegen die Briten einen hohen Blutzoll leisten mussten und die ersten Insassen von Konzentrationslagern waren.

Für diesen Schritt zur Enteignung der weißen Farmer müsste das Parlament jedoch eine Verfassungsänderung durchführen. Denn diese sieht vor, dass eine solche lediglich mittels finanzieller Kompensationen durch den Staatshaushalt möglich ist. Doch dieser ist infolge der grassierenden Korruption und Misswirtschaft marode.

Folgt Südafrika dem Beispiel Simbabwes, welches einst die Kornkammer des südlichen Afrikas war und heute eines der ärmsten Länder in der Region ist, welches auf Lebensmittellieferungen aus dem Ausland angewiesen ist, wäre dies wohl das endgültige Ende des einst trotz Sanktionen prosperierenden Landes.


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