Tausende Polen bilden symbolische Grenze gegen Islamisierung

Von Bianca Hoekstra

Tausende Polen kamen am Samstag um 14:00 Uhr beim Rosenkranzfest zusammen und bildeten einen symbolischen Verteidigungsring um ihr Land. Ganz Polen war von einem Gebet umhüllt.

Organisiert wurde die Aktion „Rosenkranz an der Grenze“ von den gleichen Veranstaltern, die am 17. Oktober 2016 den „Großen Bußakt“ in Tschenstochau ins Leben gerufen hatten, die Stiftung „Solo Dios Basta“.

Auf der 3500 Kilometer langen Grenze befand sich auf fast jedem Kilometer ein „Gebetsort“.

Bildschirmfoto der Gebetsorte auf Nyheder

An den Seegrenzen wurde die Kette dank Booten und Schiffen fortgesetzt, es sollen sogar Kajaks teilgenommen haben.

Die Aktion ist eine direkte Reaktion auf den Streit mit dem EU-Parlament, in dem es darum geht, dass Polen sich weigert, muslimische Migranten aufzunehmen.

Der 7. Oktober wurde bewusst gewählt und gilt der Erinnerung an den Sieg der Christen über die Muslime vor 446 Jahren in der Schlacht von Lepanto. Die Seeschlacht um Lepanto fand am 7. Oktober 1571 im Ionischen Meer vor dem Eingang zum Golf von Patras bei Lepanto im heutigen Griechenland statt. Die christlichen Mittelmeermächte, organisiert unter Papst Pius dem V., errangen an dem Tag einen historischen Sieg über das Osmanische Reich.

Flyer der Diözese wirbt für Gebetskette

Der Aktion, die Grenze mit Menschen zu umringen und das Land mit einem gemeinsamen Gebet zu schützen, haben sich spontan 22 Grenz-Bistümer angeschlossen und diese durch ihr Engagement unterstützt. Jede Diözese organisierte einen Priester als Koordinator. Teilnehmer und Gläubige besuchten zunächst Messen, Vorträge und Sakramentsandachten und begaben sich dann zur Grenze.

Ein Teilnehmer erklärte gegenüber der dänischen Zeitung Nyheder, dass „die menschliche Mauer ein Zeichen gegen die Islamisierung Europas und der daraus resultierenden Bedrohung durch den islamischen Terror sein soll. Wir wollen Polen mit dem Gebet des Rosenkranzes „umgeben“ und um Schutz für unser Land bitten.“

Laut den Veranstaltern hatten sich 150.000 Teilnehmer für die Aktion „Rosenkranz an der Grenze“ gemeldet. Laut Augenzeugen sollen es jedoch weitaus mehr gewesen sein und es ist sogar von einer Million Menschen die Rede.

Die Polen sehen die Aufnahme von Einwanderern aus muslimischen Ländern skeptisch. Umfragen haben ergeben, dass drei von vier Polen dagegen sind, muslimische Migranten aufzunehmen. Die Polen fürchten Terror und Aufruhr und dass Muslime ihre Religion bedrohen, den Katholizismus.

Heute leben in Polen etwa 35.000 Muslime, was bei einer Bevölkerung von 38 Millionen Polen etwa 0,1 Prozent entspricht.


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