Terroranschläge und Massenmorde werden zu alltäglichen Ereignissen

von Michael Snyder

Die Zahl der Terroranschläge und Massenmorde steigt gegenwärtig so schnell an, dass man ihnen kaum noch folgen kann. Bereits in dieser Woche kam es zu zahlreichen Anschlägen. Bei einem besonders verstörenden Anschlag in Frankreich am 26. Juli schlitzte ein radikalislamischer Terrorist einem 86-jährigen katholischem Priester die Kehle auf.

Nach Angaben der Internetseite thereligionofpeace erfolgten im laufenden Jahr bereits 1724 islamische Terroranschläge. Diese Anschläge fanden in 50 verschiedenen Ländern statt und kosteten 11 000 Menschen das Leben. Mehr als 14 000 Personen erlitten dabei Verletzungen. Wann werden wir endlich aufwachen und verstehen, dass wir es hier mit einer sehr ernsten Bedrohung zu tun haben?

Nur wenige Menschen hätten sich vorstellen können, dass eine katholische Kirche in einer verschlafenen Kleinstadt in Frankreich zum Ziel eines islamischen Terroranschlags werden könnte. Aber genau das ist am vergangenen Dienstag geschehen. Die folgende Beschreibung des Anschlags stammt aus der New York Times:

»Die Morgenmesse endete gegen 9:30 Uhr, als plötzlich zwei junge Männer mit Messern bewaffnet in die Kirche eindrangen. Sie zwangen den 85-jährigen Priester Jacques Hamel, der nur als Vertretung eingesprungen war, sich niederzuknien. Als er sich weigerte, schnitten sie ihm die Kehle durch. Dann nahmen sie einige Gottesdienstbesucher und mindestens eine Nonne als Geiseln. Eine andere Nonne konnte fliehen und rief die Polizei. Eine Spezialeinheit umzingelte die Kirche. Wenig später wurden die beiden jungen Männer erschossen, als sie versuchten, die Kirche zu verlassen.«

Wir haben schon auf vielen Bildern sehen müssen, wie Terroristen des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Nahmittelosten Christen die Kehle durchschnitten, aber jetzt finden diese Gräueltaten auch in Europa statt. Beim Verlassen der Kirche sollen die beiden Terroristen Berichten zufolge noch »Allahu akbar« gerufen haben, bevor sie dann von der Polizei erschossen wurden.

Der IS hat bereits die Verantwortung für den Anschlag übernommen und bezeichnete die beiden jungen Männer in einer Stellungnahme als »zwei Soldaten des IS«.

Inzwischen wurde ermittelt, dass einer der beiden schon zweimal versucht hatte, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen. Dennoch durfte er sich zumindest zeitweise und mit einer elektronischen Fußfessel versehen frei bewegen.

»Bei einem der beiden IS-Terroristen … handelt es sich um den polizeilich bekannten ›Gefährder‹ Adel Kermiche. Der 19-Jährige wurde mit einer elektronischen Fußfessel überwacht, nachdem er verhaftet worden war, weil er zweimal versucht hatte, Frankreich zu verlassen, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen.

Kermiche war auf Bewährung auf freien Fuß gesetzt worden und durfte sich lediglich zwischen 8:30 Uhr und 12:30 Uhr unbeaufsichtigt in der Öffentlichkeit bewegen. Dies ermöglichte ihm den tödlichen Angriff auf den Priester, der zwischen 9:00 Uhr und 11:00 Uhr erfolgte.«

Kurz vor dem Anschlag in Frankreich ereignete sich in Japan eine schwere Tragödie. Massenmorde sind in Japan äußerst selten, und so versetzte dieser Massenmord der ganzen Nation einen massiven Schock. Die Washington Post berichtete:

»Am frühen Dienstagmorgen griff ein Mann, der inzwischen als Satoshi Uematsu identifiziert wurde, ein Pflegeheim für Behinderte im 56 Kilometer nördlich von Tokio gelegenen Sagamihara an. Er war mit drei Messern und Kabelbindern bewaffnet und tötete 19 Menschen und verletzte viele weitere Personen schwer. Dann fuhr er zu einem Polizeirevier und stellte sich den Behörden.«

Und vor diesem Massenmord in Japan war es am Sonntag zu einem Selbstmordanschlag in der deutschen Stadt Ansbach gekommen:

»Der Syrer, der sich am Eingang zu einem Musikfestival in die Luft sprengte, hatte in einem vor dem Anschlag aufgenommenen Video gedroht, die deutsche Bevölkerung werde ›nun nachts nicht mehr ruhig schlafen können‹.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler hat der Selbstmordattentäter Mohammad D. in dem Video seine Loyalität zum IS bekannt. Er bezeichnete seine Tat als ›Racheakt gegen Deutsche, die dem Islam im Weg stehen‹.

Inzwischen sind noch weitere Einzelheiten über den 27-Jährigen zutage gefördert worden. Bei der Explosion des mit Sprengstoff und scharfkantigen Metallteilen gefüllten Rucksacks wurden 15 Personen schwer verletzt. Vier von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Zuvor war dem Attentäter der Zutritt zum Festivalgelände, auf dem sich einige Tausend Menschen aufhielten, verweigert worden.«

Aber vor dem Anschlag in Ansbach war es in Deutschland bereits zu zwei anderen Terrorakten gekommen, die weltweit für Schlagzeilen sorgten:

»Der Bombenanschlag hat die deutsche Bevölkerung nach einer an Gewalttaten reichen Woche in Süddeutschland erschüttert und verunsichert. Am 18. Juli hatte ein junger Flüchtling, der angeblich auch vom IS inspiriert war, in einem Regionalzug nahe dem bayerischen Würzburg mit einer Axt mehrere Personen schwer verletzt.

Wenige Tage später kam es dann am Freitag letzter Woche zu einem Amoklauf in München, dem neun Menschen zum Opfer fielen. Und am darauffolgenden Sonntag erschlug nur wenige Stunden vor dem Anschlag in Ansbach ein syrischer Asylbewerber eine Frau in Reutlingen in Baden-Württemberg mit einer Machete.«

Verstehen Sie allmählich, um was es hier geht?

In diesem Sommer 2016 erfolgten ein Terroranschlag und ein Massenmord nach dem anderen. Und dabei habe ich die Gewalttaten in Orlando, Dallas, Nizza und Baton Rouge noch gar nicht erwähnt.

Die Liebe der meisten Menschen ist erkaltet, und wir werden praktisch Tag für Tag mit Schlagzeilen und Meldungen über schreckliche Gewalttaten bombardiert. Die Terroristen gehen dabei nicht gegen militärische oder politische Ziele vor, sondern finden offensichtlich Freude daran, uns dort zu treffen, wo wir am verwundbarsten sind.

Vor Kurzem berichtete ich darüber, dass alle Mitglieder einer speziellen Kirchengemeinde hier in Amerika plötzlich auf einer Todesliste des IS auftauchten.

Offenbar sammelt der IS über das Internet die Namen von leitenden Vertretern christlicher Kirchen und jüdischer Gemeinden. Wenn Sie also an führender Stelle im Kirchenvorstand oder im Vorstand einer Synagoge tätig sind, sollten Sie sich diese Warnung zu Herzen nehmen.

Wir müssen auch mit Anschlägen rechnen, die weit über das hinausgehen, was wir bisher erlebt haben. Irgendwann in nicht allzu ferner Zeit werden sich islamische Terroristen auch chemische, biologische und möglicherweise sogar atomare Waffen verschaffen. Und sie werden nicht zögern, sie auch einzusetzen.

Viele unserer Politiker versprechen, die Welt von diesen Terroristen zu befreien, aber ich glaube nicht, dass sie überhaupt wissen, womit wir es wirklich zu tun haben oder wie man einen solchen Kampf ernsthaft führen sollte.

Obwohl nun fast schon 15 Jahre lang über dem Nahen und Mittleren Osten Bomben abgeworfen und Billionen an Dollar für Kampfeinsätze in dieser Region ausgegeben wurden, ist die Gefahr islamischen Terrors größer als jemals zuvor. Und selbst Länder, die sich nie in großem Umfang am »Krieg gegen den Terror« beteiligt hatten, sehen sich nun mit der beispiellosen Zunahme islamischer Terroranschläge konfrontiert.

»Die Blinden leiten die Blinden«, heißt es im Matthäus-Evangelium (15:14). Und die Terrorangriffe und die Massenmorde werden in der Zukunft noch an Zahl und Umfang zunehmen.


Quelle und Kommentare hier:
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