Über Galgen wächst kein Gras (2005)


Untertitel: „US-Folterjustiz – vom ‚Malmedy-Prozess‘ bis Abu Ghraib“

Ein Film von Michael Friedrich Vogt & Alistair McGill

Ein besonders bewegender und glaubwürdiger Film, nicht nur über US-Verbrechen in Deutschland. Für mich das erste Mal, dass ich am Verhalten der Waffen-SS etwas Respektables entdeckt habe.

Besonders herausragend: zwei anrührende Persönlichkeiten: der junge deutsche SS-Sturmbannführer Joachim Peiper und der US-Militäranwalt Oberst Willis M. Everett Jr..

Es ist entsetzlich, sich gefühlsmäßig darauf einlassen zu müssen, gerade an diesen Beispielen der jungen Männer der Waffen-SS, wie verheerend die wahnwitzige Hitler-Politik Deutschland verführt, in die Irre geführt und schließlich binnen weniger Jahre ruiniert hat.

Und während ich dies schreibe, wird Deutschland wieder in die Irre geführt, wieder durch Hochverratspolitik im Kern beschädigt. Gott allein weiß, wie oft ein Volk solche Niedergänge erdulden kann, bis es verlöschen muss wie eine abgebrannte Kerze.

Hitler-Attentäter Stauffenberg rief bei der Hinrichtung vermutlich: „Es lebe das heilige Deutschland!“ Manche sagen, er habe gerufen: „Es lebe das geheime Deutschland!“ – in Anspielung auf den George-Kreis mit seiner besonderen Gedankenwelt, dem Stauffenberg nachweislich angehörte.

Es ist dies Vermächtnis, das mich interessiert, von Alexander von dem Bussche, dem verhinderten Selbstmordattentäter, bis zu den Tresckows.

Es wird alles ans Licht kommen, langsam, denn ich habe jeden Tag mehr Aufgaben als ich erfüllen kann. Aber ich werde nicht aufhören.

Zum ersten Mal brechen die „Rotjacken“ von Landsberg ihr Schweigen – jene zum Tode Verurteilten, die oft jahrelang die „rote Jacke“ des Todeskandidaten im „Death Block“ der Feste Landsberg trugen. Und obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen.


Quelle und Kommentare hier:
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