Ukraine: Die Vernichtung des „Antonow“ Konzerns ist ein amerikanischer Auftrag

von Alexandr Rogers

Unsere irischen Brüder haben ein schönes Sprichwort: „Fürchte Dich vor den Hörnern des Stiers, den Zähnen der Schlange und dem Lächeln der Engländer“. Wir sollten eigentlich die bislang volksmundig geprägte Weisheit „Wer Pech anfasst, besudelt sich“ ändern, anstatt „Pech“, „den Westen“ verwenden.

Antonow1Vielleicht wissen inzwischen die meisten von uns, wie die Mitgliedschaft in der Europäischen Union die Wirtschaft und die Industrie der baltischen Staaten zerstörte. Wir können im Ergebnis feststellen: die Atomkraftenergetik ist verlorengegangen, die großen Fabriken sind zerstört, 80-90% des Landes gehören skandinavischen Banken und die Abhängigkeit vom Güterverkehr über die Häfen ist riesig. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung arbeitet in den EU-Länder, was in der Tat zu einer Entvölkerung der Region führt.

In Polen ist fast das gleiche Muster zu beobachten: Meine polnischen Freunde erzählen mit Tränen in den Augen, dass Polen sich durch die Zerstörung großer Teile der Industrie in eine Art „Parkzone der EU“ verwandelte. Was ist dabei so schlecht? Zumindest die Tatsache, dass jetzt Polen zu abhängig von anderen Ländern ist.

Das Beispiel von Ägypten, das jetzt ohne die zahlungskräftigen russischen und anderen Touristen sehr leidet, beantwortet aufschlussreich, wohin solche Abhängigkeit führt. Darüber hinaus: für eine „Parkzone“ braucht es nicht so viele Arbeitsplätze, wodurch mehrere Millionen Polen gezwungen sind, einen Job im Ausland (EU) zu suchen.

In diesem Zusammenhang ist das Beispiel der Ukraine besonders aufschlussreich. Während zwei Jahren der „europäischen Integration“ sank das BIP auf die Hälfte und die Exporte in die EU-Länder sanken auch. Gegen ukrainische Produkte sind neue, restriktive Beschränkungen und eine Zollquote eingeführt, aber die europäischen (und kanadischen) Waren verdrängen ungehindert die ohnehin schwachen ukrainischen Hersteller vom Binnenmarkt.

Die freudentaumelnden „Gewinner“ vom Maidan fragen dazu jetzt verständnislos verwundert: „Wie das?“ Sie hatten nicht verstanden, dass man um etwas kaufen zu können, zuerst etwas verkaufen muss. Um jedoch etwas verkaufen zu können müssten sie es zuerst produzieren und dann zudem einen Platz auf dem Markt erobern können.

Endlich erkennen das aber die Geschäftsleute, die einst den Euro-Maidan unterstützten. Jetzt müssen sie am eigenen Leibe erfahren, dass sie als unbedeutende Konkurrenz sanft aufgefressen werden. Nun erkennen sie zwar die Wahrheit, können jedoch keine rettenden Schlussfolgerungen mehr aus ihrer traurigen Lage ziehen.

Die Schliessung des Konzerns „Antonow“, die gestern angekündigt wurde, ist ein rein amerikanischer Auftrag

Antonow“ war einer der wenigen Flugzeughersteller, der in würdiger Konkurrenz mit der US-amerikanischem „Boeing“ und dem europäischen „Airbus“ hätte bestehen könnte. Jetzt allerdings nicht mehr.

Antonow2Der Verrat an „Antonow“ begann bereits im Jahr 2008, als Frau Timoschenko einen fast unterschriebenen Vertrag für die Lieferung von 150 Flugzeugen an Brasilien platzen liess; sie übergab dabei den Firmen aus dem Westen alle betreffenden Antonow-Patente und die Projektdokumentation. Wie viel genau sie dafür erhielt ist unbekannt, aber offensichtlich nicht wenig.

Aber die westlichen Haie gaben sich damit noch nicht zufrieden, die Amerikaner haben deshalb ihren Kiewer Marionetten befohlen, einen möglichen Konkurrenten endgültig auch formaljuristisch zu beerdigen. Jazenjuk, Jaresko und Ihresgleichen setzten das Gewünschte um. Im Westen heisst das „Lobbyismus“.

Es interessiert scheinbar niemanden in der Ukraine, dass die Schliessung eines solchen Unternehmens einen weiteren Rückgang des BIP bewirkt und dass es Tausende Angestellte, Facharbeiter und Ingenieure sind, die somit auf der Strasse liegen. Der Rückgang der Exporte führt zum Rückgang von Einnahmen in den Staatshaushalt. Hauptsache aber ist, dass die amerikanischen Führer zufrieden sind und ihren treuen ukrainischen Dienern zum Dank wenigstens einen Knochen zum Abknabbern hinwerfen.

„Der Böse“ Putin unterschrieb dem ebenso „Bösen“ Janukowitsch im Herbst 2013 zweiundvierzig (42!)  Verträge, die den ukrainischen Flugzeugbau, die Werft in Nikolaew und viele andere grosse Produktionsunternehmen voll ausgelastet hätten. Aber für die amerikanischen Maidan-Sklaven ist es nicht nötig, sie erwarben Russophobie zusammen mit Nuland Keksen.

Ja doch! Unterstützt nur weiterhin die euch tötenden amerikanischen Marionettenspieler! Zappelt geschäftig weiter an ihren Strippen! Die „Natürliche Auslese“ wurde beileibe nicht abgeschafft, sie gilt immer noch. Evolution entledigt sich hirnloser Individuen. Je heftiger ihr springt, desto schneller sterbt ihr aus – das wird der weltgeschichtlich erste Fall des kollektiven Erhalts des Darwinpreises (Darwin Award) für ein ganzes beschränktes Euro-Maidan-Volk.


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: