VAXXED – Der Film, den die Pharmaindustrie verhindern will

Von Rui Filipe Gutschmidt

„Wir veröffentlichen seit über 10 Jahren Filme im Kino, DVD, VOD, TV. So etwas haben wir noch nie erlebt. Wir kämpfen für eine freie Meinungsäußerung und werden den Film nicht zurück ziehen. Wir denken, dass große Pharma-Firmen hinter dem Shitstorm stecken. Wir hoffen auf mutige Journalisten, die sich nicht einschüchtern lassen.“ Bei Contra-Magazin fanden sie diese…

Die Busch Media Group GmbH & Co KG sind ein unabhängiger Kinoverleih, die ab April den kontrovers diskutierten Film VAXXED in die deutschsprachigen Kinos bringen möchte. Doch dieses Unterfangen stellte sich als schwieriger heraus, als Simon Busch und sein Team sich das vorgestellt hatten. Der Film zeigt die dunkle Seite der Pharmaindustrie, was diese nicht lustig finden. Da ist es nicht leicht, im deutschsprachigem Raum Pressevertreter zu finden, die über so etwas berichten. Simon Busch aber wurde diesbezüglich fündig: „… das Contra Magazin steht wie kaum ein anderer Nachrichtenkanal in Deutschland für Presse- und Meinungsfreiheit ohne Zensur. Daher bitten wir Sie um Unterstützung. (…) Gegner des Films und Presse versuchen, mit teils unlauteren Mitteln den Kinostart zu verhindern“, war da in der Mail an uns zu lesen.

Als Gegner des Films gilt die Pharmaindustrie, da diese in diesem Film als gierige Lobby dargestellt wird, die – in diesem Fall – die Gesundheit der Kinder wissentlich gefährdet, um das aktuelle, extrem lukrative Impfprogramm nicht in Frage gestellt zu sehen. Doch was genau zeigt der Film? Warum machen sich die Pharmariesen so viel Mühe oder ist das ganze womöglich ein Marketingtrick? Letzteres wohl kaum. Blutige Nasen bei Kinomitarbeitern und daraufhin abgesagte Vorstellungen dürften wohl eher nicht im Interesse der Filmemacher und des Kinoverleihs liegen. Hierzu ein paar uns zur Verfügung gestellte Informationen:

„VAXXED – Die schockierende Wahrheit?!“ hat inzwischen über 70 Städte und 30 Staaten in den USA und Kanada erreicht. In Deutschland beginnt der öffentliche Diskurs ab April 2017. Zu Beginn der deutschen Kinotour wird sich der Regisseur Dr. Andrew Wakefield persönlich den Fragen des Publikums stellen.

Robert De Niro sagte dazu:“ Alles worum ich bitte ist, dass dieser Film gesehen wird. Menschen können dann selber urteilen, aber Sie müssen ihn sehen!“ Oscar-Preisträger Robert De Niro unterstützt VAXXED also öffentlich. Der Film ist es wert zumindest diskutiert zu werden. Trotz schärfster Kritik der Pharma-Lobby, oder gerade deshalb, wurde er von Robert de Niro und anderen bekannten Persönlichkeiten unterstützt. Aber auch Robert de Niro konnte dem Druck nicht standhalten und strich den Film von seinem Festival.

Doch was genau will die Pharmaindustrie vertuschen? Was zeigt der Film?

VAXXED ist eine aufrüttelnde Dokumentation über die Geschichte des Whistleblowers Dr. William Thompson, der als Insider einen Skandal in der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC aufdeckte, diesen untersuchte und 2004 einen möglichen Zusammenhang zwischen Mehrfachimpfungen und dem Entstehen von Autismus entdeckte. Als die statistischen Daten der Studie tatsächlich alarmierende Ergebnisse aufzeigten, manipulierte das CDC die Zahlen, um die Ungefährlichkeit der Impfungen zu belegen.

Zehn Jahre danach riskieren die VAXXED-Filmemacher Kopf und Kragen, um die Verschwörung aufzudecken und die geheimen Daten ans Licht der Öffentlichkeit zu bringen. Interviews mit Insidern, Ärzten, Politikern und vor allem Berichte von betroffenen Eltern, zeigen eindrücklich das Ausmaß und die verheerenden Folgen für Menschlichkeit und Gesundheit.

VAXXED ist kein Film, der sich generell gegen Impfungen ausspricht. Stattdessen wirbt die Produktion des mehrfachen Emmy-Preisträgers Del Bigtree für ein verantwortungsvolles Impfen und die Erforschung sicherer Impfstoffe.

Die Konsequenzen für Whistleblower Dr. Andrew Wakefield waren verheerend. Die Mächtigen machen keine halben Sachen und statuierten ein Exempel an dem einst renommierten Forscher: Andrew Wakefield ist sehr umstritten. Er hat in Großbritannien seine Approbation verloren, genau wie sein damaliger Vorgesetzter und Leiter der Studie, Prof. Walker-Smith. Was jedoch kategorisch verschwiegen wird: Prof. Walker-Smith hatte gegen dieses Urteil erfolgreich geklagt. Der Ärztekammer wurden vom Gericht unzureichende Beweisführung und falsche Schlussfolgerungen bescheinigt. Der Richter sprach sich in seinem Schlussurteil gegenüber den Klägern wie folgt aus: „Es wäre ein Unglück, wenn so etwas noch einmal vorkommt“. 90 Prozent der von der Kammer erhobenen Anklagepunkte gegen Dr. Wakefield waren deckungsgleich mit denjenigen, die gegenüber Professor Walker-Smith erhoben wurden. Dennoch blieb das Berufsverbot gegenüber Wakefield bestehen, da er die finanziellen Mittel für eine Gegenklage nicht aufbringen konnte. Diese Tatsache, wie auch das Zurückerlangen der Approbation von Professor Walker-Smith, sind weitgehend unveröffentlicht geblieben.

Als Autor, der für seine Skepsis gegenüber den sogenannten Verschwörungstheorien bekannt ist, bin ich eher unverdächtig, wenn ich über das Thema „Impfschäden“ schreibe. Doch es geht hier nicht um irgendwelche an den Haaren herbeigezogene Zusammenhänge zwischen Impfungen und körperliche Defekte. Hier wird nicht der Zika-Virus geleugnet, um Impfungen für die Missbildungen bei Neugeborenen verantwortlich zu machen, sondern der Zusammenhang, zwischen Mehrfachimpfungen und Autismus wird hier aufgezeigt. Doch es wäre nur halb so schlimm, wenn die Zulassungsbehörde in den USA ihrer Pflicht nachgekommen wäre und die Resultate der Studie dazu genutzt hätte, um die genauen Ursachen des Autismus erforschen zu lassen. Statt dessen aber, wurden die Daten gefälscht, der Bericht unter den Teppich gekehrt und der Mann, der den Mut hatte diese Vorgehensweise zu denunzieren, wurde diskreditiert. Ein weiterer Rufmord an einem Whistleblower also.

Damit aber nicht genug. Auch der Kinoverleih, der versucht den Film – den man unter großen Schwierigkeiten 10 Jahre später machte – in Deutschland zu zeigen, wird jetzt zum Opfer der Mafiamethoden der Pharma-Lobby. Die genauen Umstände der Drohungen, die einige Kinos zur Absage des Films veranlassten und was Johannes Hannes Bode damit zu tun haben soll, ist mir derzeit noch nicht klar. Doch eine weitere Recherche wird diesbezüglich stattfinden. Auch sind wir vom Contra Magazin bemüht, den Film in voller Länge sehen zu können, um besser in der Lage zu sein, über dessen Inhalt zu schreiben.

Die Kontroverse ist einer der höchsten Werte der modernen Demokratie. In einer freien Gesellschaft muss der Mensch im Stande sein, seine Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen und, wie in diesem Fall, eine Diskussion über jedwedes Thema anzustoßen. Die Meinungsfreiheit steht hier also auf dem Spiel und nicht die Impfschäden oder ob Mehrfachimpfungen nun Autismus verursachen oder nicht. Die Vertuschungsaktion spricht dabei Bände und dennoch ist ein Zusammenhang nicht bewiesen. Doch man forscht auch nicht weiter und geht diesen Zweifeln nicht auf den Grund. Warum ist das wohl so? Mehr zu dem Thema ist jedenfalls zu erwarten.


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