Clicky

“Vergangenheitsbewältigung” – Kapitel 5 von 7

von Georg Franz-Willing

Vergangenheitsbewältigung –
Bundesrepublikanischer Nationalmasochismus

Kapitel 5:

Wer ist an Hitler schuld?


Zu groß aber ist die Zahl der Interessenten an diesem Ge­schäft mit der Vergangenheitsbewältigung. Neben den Ju­den, die mit dem “Holocaust” die neueste Version zur Fort­setzung der Vergangenheitsbewältigung “erfunden” haben, sind vor allem die “staatstragenden” Parteien der Bundes­republik und die mit ihnen zusammenspielenden Massen­medien und deren Hintermänner die Hauptinteressenten der unbegrenzten Fortsetzung der Vergangenheitsbewältigung.

Für sie gilt es, um jeden Preis zu verhindern, daß die Frage “Wer ist an Hitler schuld?” aufs Tapet gebracht wird. Diese peinliche Frage, zur öffentlichen Diskussion gestellt und wahrheitsgemäß beantwortet, wäre für die Parteien keine geringere Katastrophe wie jene von 1933 für sie, denn die Antwort auf die Frage lautet:

die Dummheit, die Feigheit, die Unfähigkeit der Weimarer Parteien SPD, Zentrum, De­mokratische Partei, die “Weimarer Koalition”, haben die Diktatur heraufbeschworen.

Die Weimarer Republik beruh­te auf dem Versailler Diktat und die erste Österreichische Republik auf jenem von St. Germain mit der Kriegsschuld­lüge als Basis.

Es war kein Zufall, daß je ein Vertreter des Zentrums und der SPD ihre Unterschrift unter das Diktat am 28. Juni 1919 setzten. Diese beiden maßgebenden Massenparteien haben 1919 wider ihr Gewissen und wider besseres Wissen die Un­terzeichnung beschlossen, aus Feigheit.

Sie fürchteten den Einmarsch der Alliierten. Wäre der Einmarsch der Alliier­ten nach Innerdeutschland 1919 nicht ein weit geringeres Übel gewesen als ein Zweiter Weltkrieg mit der Zerstörung des Deutschen Reiches und der totalen Besetzung Deutschlands?

Walther Rathenau hatte Anfang Oktober 1918 einen beschwörenden Aufruf gegen eine Kapitulation veröffent­licht. Nach Bekanntwerden der Bestimmungen des Versailler Diktates durch die Sieger schrieb er am 31. Mai 1919:

“In Versailles muß das Äußerste darangesetzt werden, den Vertrag entscheidend zu verbessern. Gelingt es, gut. Dann unterschreiben. Gelingt es nicht: was dann? Dann darf weder aktiver noch passiver Widerstand geleistet wer­den. Dann hat der Unterhändler, Graf Brockdorff-Rantzau, das vollzogene Auflösungsdekret der Nationalversamm­lung, die Demission des Reichspräsidenten und aller Reichs­minister den gegen uns vereinten Regierungen zu übergeben und sie aufzufordern, unverzüglich alle Souveränitätsrechte des Deutschen Reiches und die gesamte Regierungsgewalt zu übernehmen. Damit fällt die Verantwortung für den Frie­den, für die Verwaltung und für alle Leistungen Deutsch­lands den Feinden zu; und sie haben vor der Welt, der Ge­schichte und vor ihren eigenen Völkern die Pflicht, für das Dasein von sechzig Millionen zu sorgen. Ein Fall ohneglei­chen, unerhörter Sturz eines Staates; doch Wahrung der Ehrlichkeit des Gewissens. (…)”

– Wahrung der ‘Ehrlich­keit und des Gewissens’, das kannten die genannten Par­teien nicht! Und weil sie auf Unehrlichkeit und Gewissen­losigkeit ihr Dasein aufbauten, deshalb endete der Weima­rer Staat so schmählich.

Unehrlichkeit und Gewissenlosig­keit sind damals wie heute die “geistige” und “ethische” Grundlage der Parteienherrschaft.

Rathenau hatte seinen Artikel mit dem Satz begonnen:

“Noch immer stehen wir in Deutschland unter der geistigen und politischen Vormundschaft der Umlerner.”

Wie vertraut klingt unseren Ohren heute dieses Wort, wenn wir an die “Umerziehung” und an die “Umerzieher” wie an die “Umerzogenen” denken!

“Es war keine Revolution. Bloß ein Zusammenbruch”,

so beurteilte Rathenau die Lage 1919:

“Unsere Demokratie ist Fäulnis vor der Reife.”

Das war die Weimarer Republik! Von den “Umlernern”, den Erzbergers und Scheidemanns, führt nach dem Ersten Weltkrieg ein gerader Weg zu den “Umerzogenen” nach dem Zweiten Weltkrieg, den Frahms und Wehners, den Weizsäckers und Süßmuths.

Linksliberal ist die herrschende Gesinnung der maßgeben­ den Kräfte der Wohlstandsgesellschaft. Sucht man sie zu de­finieren, so muß man Mephistos Worte zitieren: “Ich bin der Geist, der stets verneint. So ist denn alles, was ihr Sün­de, Zerstörung, kurz das Böse nennt, mein eigentliches Ele­ment.”

In der Volksrepublik China wird neuerdings der Mongo­lenherrscher Dschingis-Khan zum Nationalhelden erhoben. Für den europäischen Geschichtsbetrachter gilt er als einer der furchtbarsten Gestalten der Geschichte. Chinesische Wissenschaftler hatten laut “China Daily” festgestellt, daß sich Dschingis-Khan mit der Einigung der mongolischen Stämme und der Eroberung Chinas und Nord- und Mittel­asiens sowie Osteuropas als großer Stratege, als erstrangiger Staatsmann und bedeutender Denker ausgewiesen habe. Deswegen gilt er jetzt als chinesischer Nationalheld!

Dschingis-Khan, Schreckgestalt als Eroberer und Massen­schlächter, ähnlich wie einer seiner Nachfolger, Tamerlan, wurde als “Massenmörder” noch weit übertroffen von Stalin.

Die Zahl der Gesamtopfer der kommunistischen Mensch­heitsbeglücker wird auf 49 Millionen für die Zeit von 1917 bis 1947 geschätzt; davon fällt der Löwenanteil auf Stalin, der von 1925—1953 regierte.

Ohne das bolschewistische Rußland, ohne den blutigen Diktator Stalin ist der Gegen­spieler Hitler gar nicht verständlich, wäre er gar nicht mög­lich gewesen.

Der serbische Kommunist und Partisanenfüh­rer Milovan Djilas, der Stalin persönlich kannte, schreibt über ihn:

“Bei Stalin war jedes Verbrechen möglich, denn es gibt kein einziges, das er nicht begangen hätte.

Mit welchem Maß wir ihn auch messen wollen, ihm wird jedenfalls — hoffen wir – für alle Zeiten der Ruhm zufallen, der größte Verbrecher der Geschichte zu sein (…)

Vom Standpunkt der Humanität und der Freiheit betrachtet, kennt die Geschich­te keinen brutaleren und zynischeren Despoten als Stalin. Er war methodisch, allumfassend und total wie ein Verbrecher (…)

Er war einer jener seltenen schrecklichen Dogmatiker, die fähig sind, neun Zehntel der Menschheit zu vernichten, um das letzte Zehntel ‘glücklich zu machen’ (…)

Alles in al­lem war Stalin ein Ungeheuer, das, während es abstrakten, absoluten und fundamental utopischen Ideen anhing, in der Praxis nur den Erfolg anerkannte, und auch nichts anderes anzuerkennen vermochte, Erfolg, Gewalttat, physische und geistige Vernichtung. Seien wir aber nicht ungerecht gegen Stalin! Was er vollenden wollte und sogar das, was er voll­ endet hat, hätte auf andere Art nicht vollendet werden kön­nen (…)

Er war der Schöpfer eines geschlossenen sozialen Systems und zur Zeit auch dessen Werkzeug (…)”

Die Revolution in Mitteleuropa unter sozialistisch-kom­munistischem Vorzeichen war im Herbst 1918 durch Präsi­dent Wilsons Politik ausgelöst worden. Die Amerikaner hatten den Krieg gegen Deutschland entschieden, den Sturz der Monarchie zielbewußt angestrebt.

Der Gefreite Adolf Hitler war 1919 wie viele national bewußte Soldaten auch zum Kampf gegen die Räterepublik mit der Spartakisten­herrschaft in der bayerischen Landeshauptstadt angetreten, gleichzeitig zum Kampf gegen die Friedensdiktate von Ver­sailles und St. Germain.

Das ideologische Vorzeichen des Nationalsozialismus hieß Anti-Kommunismus und Antise­mitismus, weil die Juden die führende Rolle in der gesam­ten Umsturzbewegung Ost- und Mitteleuropas spielten.

Die Greueltaten der bolschewistischen Revolution in Rußland, der von den Juden Trotzki und Fränkel begründete staat­liche Terror mit Konzentrationslagern, dann ab 1925 von Stalin zum Staatsprinzip erhoben zur Erzwingung einer so­ zialistischen Herrschaft, beruhend auf dem dialektischen Materialismus, dem Marxismus-Leninismus, wirkten prä­gend auf Entstehung und Entwicklung der nationalsoziali­stischen Bewegung unter Hitlers Führung.

Der Angreifer bestimmt nicht nur Ort und Zeit des Kampf­geschehens, sondern auch Art und Weise der Kampfmittel und Kampfmethoden. Es handelte sich um den in Rußland zur Staatsidee erhobenen Kommunismus.

Die Kommunisti­sche Partei Deutschlands war die am meisten Moskauhöri­ge Partei unter allen kommunistischen Parteien im “Freien Westen”. Sie erhielt ihre Weisungen unmittelbar aus Mos­kau. Bereits 1923 hatte die KPD auf Befehl Moskaus eine Oktoberrevolution in Deutschland durchzuführen versucht; sie scheiterte am Widerstand der Reichswehr.

Der kommu­nistische Aufstand in Berlin hatte im Jahre 1919 nicht weni­ger als 1500 Tote gefordert, die bayerische Räterepublik 700 Tote. Der “Roten Armee” in Deutschland, den parami­litärischen Verbänden des “Rotfrontkämpferbundes” und des sozialdemokratischen “Reichsbanners” trat Hitler mit der von ihm gegründeten SA entgegen, um den herrschen­ den roten Terror durch einen stärkeren Gegenterror zu brechen und das Recht auf die Straße auch für die “Rechte” zu erkämpfen.

Der Straßenterror ist marxistisch-sozialisti­scher Herkunft, entstanden im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert mit der Parole:

“Und willst Du nicht mein Bru­der sein, so schlag’ ich dir den Schädel ein.”

Hitlers geschichtliche Erscheinung ist keine “actio”, son­dern eine Re-Actio gegen die Diktate der alliierten Sieger­mächte, gegen den roten Terror des bolschewistischen Imperialismus Rußlands, der Dritten Internationale.

Der “Vater” der Hitlerbewegung sind die genannten Dik­tate der alliierten Siegermächte, die “Mutter” ist die Weima­rer Republik, “die freieste Demokratie der Welt”, und Hit­ler selbst ist ein klassisches Produkt der egalitären Demo­kratie.

Die ersten fünf Jahre der Weimarer Republik von der Re­volution im Herbst 1918 bis zur Jahreswende 1923/24 waren von mehr als zwanzig kommunistischen Aufständen und Umsturzversuchen geprägt. Dem Versuch einer kommuni­stischen Machtergreifung in Deutschland lag die Erkenntnis Lenins zugrunde, daß die Bolschewisierung der Welt die kommunistische Eroberung Deutschlands zur Vorausset­zung haben.

“Die proletarische Revolution in Deutschland wird von der Wurzel her eine noch größere internationale Bedeutung haben als die russische Revolution”,

stellte Si­nowjew unter dem Eindruck der Oktoberereignisse 1923 fest. Sinowjew war einer der maßgeblichen jüdischen Füh­rer der bolschewistischen Revolution in Rußland. Stalin selbst schrieb in seinem Brief an den deutschen Kommuni­stenführer Thalheimer am 10. 10. 1923:

“Der Sieg der Revolution in Deutschland wird für das europäische und ameri­kanische Proletariat größere Bedeutung haben als der Sieg der russischen Revolution vor sechs Jahren. Der Sieg des deutschen Proletariats wird ohne Zweifel das Zentrum der Weltrevolution von Moskau nach Berlin verlagern.”

Die Kommunistische Partei wuchs unter dem Druck der Deflationskatastrophe von 1929 zu einer echten Bedrohung des Deutschen Reiches heran. Ende 1932 zählte die KPD 6,500.000 Wähler und hatte 106 Abgeordnete im Reichstag.

Unter solchen Vorzeichen übernahm Hitler am 30. Januar 1933 die Regierung.

Das wird heute von der herrschenden, linksliberal bestimmten veröffentlichten Meinung totge­schwiegen!


Nächstes Kapitel:

Hexenjagt im westlichen Ausland in den siebziger und achziger Jahren