„Volksverräter“ – Erneut deklarieren Merkels ideologische Gefolgsleute ein „Unwort des Jahres“

von DOK

Im vergangenen Dezember haben wir hier dargelegt, dass hinter der Ernennung von „postfaktisch“ zum „Wort des Jahres“ eine politische Meinungsmache im Sinne der Kanzlerin steckt und dass diese „Wahl“ durch Personen erfolgte, die vom Kanzleramt finanziell abhängig sind.

Wie man auf google-Trends überprüfen konnte, hatte das Wort im öffentlichen Diskurs 2016 keinerlei Relevanz. Die „Wahl“ war eindeutig politisch motiviert, um einen Trend zu setzen, alternative Medien zu diffamieren und Mainstreammedien als seriös erscheinen zu lassen.

Die heutige Ernennung von „Volksverräter“ zum „Unwort des Jahres“ folgt dem gleichen Schema. Auch hier ist in der Lügenpresse von einer „Wahl“ die Rede, obwohl es keinerlei Wahl gab. „Gewählt“ wurde das Wort von einer selbsternannten „Jury“ aus Sprach- und Meinungswächtern, die sich vorgeblich gegen totalitaristische Ideologie wenden, ihrerseits aber totalitaristische Methoden benutzen, wenn sie den Bürgern ex cathedra ins Stammbuch schreiben wollen, welche Worte benutzt werden dürfen und welche nicht.

2014: „Lügenpresse“ ist für selbsternannte Jury das Unwort des Jahres

2015: Meinungsmacher bestimmen „Gutmensch“ zum Unwort des Jahres

Eine Parallele zur Deklaration des 2016 irrelevanten Wortes „postfaktisch“ zeigt sich darüberhinaus in der Tatsache, dass der Begriff „Volksverräter“ im öffentlichen Diskurs des vergangenen Jahres von noch einmal geringerer Bedeutung war, als das beim sowieso schon unbedeutenden Begriff „postfaktisch“ der Fall war.

Ein Vergleich auf google-Trends zeigt, dass der Begriff „Volksverräter“ (blaue Linie) noch einmal wesentlich unbedeutender ist als „postfaktisch“ (rote Linie). Es geht also auch hier nicht darum, im Rückblick auf das vergangene Jahr vermeintlich doppeldeutige oder fälschlich verwendete Begriffe zu entlarven, sondern politische Botschaften und verbale No-Go-Areas überhaupt erst in den Diskurs einzubringen.

Dabei ist das Wort „Volksverräter“ ziemlich unmissverständlich und bezieht sich in seiner heutigen Verwendung auf Politiker, die eigentlich gewählt und mandatiert sind, Volk und Land zu beschützen und „seinen Nutzen zu mehren“, stattdessen aber die Interessen der Bürger und des Landes verraten, indem sie dem Land und seinen Bürgern Schaden zufügen. Ob Letzteres heute der Fall ist, kann und muss jederzeit für Debatten offenstehen.

Ziel der Ernennung ist es aber, Bürgern, die in der Regierungspolitik einen Verrat an den Interessen Deutschlands sehen, buchstäblich die Worte zu nehmen. In diesem Fall ist die No-Go-Area einmal mehr die NS-Vergangenheit, die heute ausgerechnet von selbsternannten Tugendwächtern im Kielwasser der Herrschenden dazu missbraucht wird, Denk- und Meinungsverbote zu errichten, die typisch für den Totalitarismus der Nationalsozialisten waren.


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