Warum Heiko Maas recht hat und wir ihm dankbar sein sollten

von Wolfgang van de Rydt

Dieser Mann hat Unvorstellbares für unser Land geleistet und ich muss zugeben, dass ich mich gründlich in ihm getäuscht habe. Es grenzt an ein Wunder, was gestern geschehen ist, nein, es ist ein Wunder und ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte. Aber lassen Sie mich der Reihe nach erzählen.

Ich nehme alles zurück, was ich je über diesen Mann geschrieben, gesagt und gedacht habe. Es ist mir so unglaublich peinlich, aber man muss zu seinen Fehlern stehen und sich in Demut üben, wenn man sich getäuscht hat.

Denn Heiko Maas ist ein wahrer Wundertäter, anders kann ich es nicht beschreiben. Ich komme mir vor wie der ungläubige Thomas, der erst dann überzeugt davon war, dass sein Herr und Meister von den Toten wieder auferstanden war, als er mit eigenen Händen in die Wundmale Christi fassen durfte. Ähnlich ist es mir ergangen, als gestern dieses Gesetz beschlossen wurde, von dem alle seit Tagen nur reden und sich fürchterlich erzürnten.

Wie bitte, man sagt wirklich nur „Gesetz“ dazu? Es ist eine Offenbarung, es ist das Wort Gottes, das neue Neue Testament, das Heiko-Evangelium. Es spendet uns Trost und Frieden in dieser unguten Zeit.

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, so fürchte ich nun kein Unglück mehr, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Und nun will ich von seinen Wundern erzählen, die er an mir und den meinen vollbracht hat. Nach dem das Wort Gottes im Reichstag zu Berlin verkündet wurde, rief mich der erste Freund und Autor über Skype an. Kreidebleich war sein Gesicht, seine Stimme zitterte. In der letzten Zeit hatte ich ihn fast nur noch schimpfen und nörgeln hören, er hatte immer schlechte Laune und konnte auch kaum einen Text schreiben, in dem nicht mindestens drei vulgäre Ausdrücke in jedem zweiten Satz vorkamen, die ich alle redigieren musste. Die Diskussionen darüber waren so anstrengend, dass unser bisher gutes Verhältnis dadurch belastet wurde. Eigentlich wollte er immer weg aus Deutschland und seine besten Jahre im Süden verbringen, aber dazu kam es nie. Seine ersten Worte in die Kamera waren:

„Der Maas hat’s wirklich durchgezogen.“

Dann holte er tief Luft und sagte:

„Und weißt du was? Ich schmeiß hin. Ich hau jetzt ab. Mein Haus kommt heute noch bei Immobilienscout rein und dann mache ich endlich Urlaub bis ich Pflegefall bin.“

Jetzt sah er gar nicht mehr so unglücklich aus. Heiko Maas hat geschafft, was mir nie gelungen war – einen Miesepeter davon zu überzeugen, nicht länger dem eigenen Glück im Weg zu stehen. Eine Wunderheilung aus der Ferne, wie es sie nur selten gibt. Das hier war kein Astro-TV für 50ct die Minute, sondern richtiges Leben und irgendwie ganz großes Kino in einem. Und ich mittendrin dank Heiko Maas, der mich gleich mit von dem Nörgler befreit hat.

Da erst wurde ich mir seiner wahren Größe bewusst und neigte voller Scham mein Haupt und bekannte mich zu meinen Sünden. Dass seine zu Papier gebrachten Worte eine solche Strahlkraft besitzen, kann nur daran liegen, dass sie wahrhaft göttlicher Natur und nichts als die reine Wahrheit sind.

Mir fiel es wie Schuppen von den Augen und noch größer wurde meine Scham, denn ich erkannte das Licht des Herrn, wie es wahre Wunder wirkte an mir und meinem Freunde. Es werde Licht, sprach der Herr, und es ward Licht und sein Gesandter sprach, es weiche der Hass und es ward Liebe. Ich sah sie funkeln in den Augen des missmutigen Peters, als er von dieser Bürde befreit ward.

Unterdessen drang die Kunde weiterer wundersamer Heilungen auf vielfältige Art und Weise zu mir vor. Mein Nachbar rief vom Balkon zu mir her:

„Ich sag jetzt gar nichts mehr, ich rege mich nicht mehr auf.“

Das hatte ich ihm immer schon geraten wegen seines hohen Blutdrucks, aber wer bin ich gegen Heiko? Wieder offenbarte sich mir seine Größe und so erging es mir noch weitere Male, als ich in den elektronischen Briefkasten schaute und ähnliches zu lesen bekam:

„Ich höre jetzt auf mit dem Schimpfen“ – „das bringt doch eh nichts“ – „man verschwendet doch nur seine Energie“ – „statt mich zu ärgern gehe ich lieber mit dem Hund spazieren“

und einer hatte gar geschrieben:

„Dann sage ich meiner Frau mal wieder, dass ich sie liebe und nehme sie in den Arm.“

Das alles hat Heiko Maas kraft seines Wortes vollbracht. Und mir war so, als riefe mir eine Stimme zu, die Kunde davon zu verbreiten, die Wunder des Herrn zu lobpreisen. Und kaum, dass ich begann, diese Zeilen zu verfassen, spürte ich, wie gut es mir tat. Wir alle sollten Heiko Maas unsere Dankbarkeit zeigen. Denn an ihm und durch ihn kam das Licht zurück auf diese Welt. Ich dachte an die Worte des frommen Hauptmanns von Karfarnaum:

„Ich ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“

Nun habe ich sie erst wirklich verstanden.


Quelle und Kommentare hier:
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