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Was ist los in diesem Land? – Spaltung der Gesellschaft läuft auf Hochtouren

Satt geht nicht auf die Straße!

Man hatte aus der Vergangenheit gelernt.
Rückblick in die 30er Jahre:

Wirtschaftliche Not bestimmte in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg den Alltag eines Großteils der Deutschen. Dem auch während der ”Goldenen Zwanziger” grassierenden Elend der am Rande des Existenzminimums lebenden Arbeiterfamilien stand eine Kunst- und Kulturszene mit einem avantgardistischen Lebensstil kaum dagewesener Intensität gegenüber.

Die Folgen des Ersten Weltkriegs waren im Alltagsleben der Deutschen nach Kriegsende stets präsent. Kriegsversehrte prägten ebenso das Straßenbild wie unterernährte Kinder und Erwachsene, die nach den entbehrungsreichen Jahren der staatlichen Nahrungsmittelrationierung sehnsüchtig auf ausreichende Mahlzeiten und einen vollen Speiseplan hofften.

Der chronische Mangel an Grundnahrungsmitteln förderte Hamsterfahrten und einen regen Schleichhandel, bei dem sämtliche Arten von Wertgegenständen gegen Kartoffeln, Eier, Mehl oder Zucker getauscht wurden. Arbeitslosigkeit sowie Hunger und soziales Elend führten zu einer Kriminalisierung des Alltags, bei dem im Kampf ums nackte Überleben Diebstähle von Lebensmitteln und Plünderungen von Geschäften mancherorts gravierende Ausmaße annahmen.

Die galoppierende Inflation verschärfte 1923 die Situation und machte über Nacht Millionen vormals kaufkräftiger Bürger und von Vermögenszinsen lebender “Rentiers” zu Bettlern, während Spekulanten und Kriegsgewinnler ihren neuen Reichtum in Amüsierbetrieben schamlos zur Schau stellten.

Die psychologischen Folgen der Geldentwertung waren für einen Großteil der Deutschen ebenso tiefgreifend wie 1918 die unerwartete Kriegsniederlage, die das nationale Selbstwertgefühl verletzte. Massenvernichtung und Selbstbehauptung in den Materialschlachten prägten die Frontsoldaten ihr Leben lang.

Das Kriegserlebnis kompensierten Millionen von ihnen in einem nachgemachten Soldatentum, zunächst in Freikorps, später in Kriegervereinen oder paramilitärischen Verbänden wie dem Stahlhelm. Andere schworen sich, nie wieder zu den Waffen zu greifen, und ereiferten sich für den Pazifismus.

Das harte Alltagsleben der Landbevölkerung mit im Sommer bis zu 18stündiger Arbeitszeit auf dem Felde spiegelte in keiner Weise die verbreitete “Agrarromantik” in der Weimarer Republik wider. Modernisierung und Fortschrittsglaube riefen als Gegenreaktion eine Rückbesinnung auf die Natur hervor.

Dem Ruf “Zurück zur Natur” folgte die “auf Fahrt” gehende sozialdemokratische ebenso wie die Bündische Jugend, die als Pfadfinder oder Wandervögel singend und Gitarre spielend durch die Lande zog, um der städtischen Massenkultur und der “Amerikanisierung” des Alltagslebens zu entfliehen.

Dennoch verwischte die Massenkultur vielfach die Milieugrenzen zwischen arm und reich, Stadt und Land, Arbeiterschaft und Bürgertum. Ins Kino gingen Menschen aller Klassen und Schichten, und sie alle sangen denselben Schlager oder lasen dieselben Boulevardblätter. Trotz des oft propagierten eigenständigen Milieus nahmen viele Arbeiter bürgerliche Riten an und an der Mode der Zeit teil.

Der Mitte der Zwanziger Jahre im Bürgertum beliebte Strohhut ersetzte auch in Arbeiterkreisen vor allem an Sonntagen immer öfter die “Klassenbewusstsein demonstrierende” Schlägermütze.

Dennoch dominierten in der Weimarer Republik soziale und ideologische Klassengegensätze, die nach 1918 in den Parteien als Trägern der politischen Macht manifestiert wurden. Klassenbewusstsein prägte vor allem einen Großteil der Arbeiterschaft, die etwa 45 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung im Deutschen Reich ausmachte.

Sie bildete in den Zwanziger Jahren das soziale Fundament von SPD und KPD. In einem dichten Netz von Organisationen und Vereinen entstand ein sozialistisches Milieu, das sich bewusst als Alternative zur bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Alltagsnormen verstand und das alltägliche Leben des Arbeiters “von der Wiege bis zur Bahre” begleiten wollte.

Anfang 1931 waren in Deutschland rund fünf Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Das soziale System der Weimarer Republik war den Folgen der Wirtschaftskrise nicht gewachsen. Massenverelendung kennzeichneten die Alltagssituation breiter Bevölkerungsschichten. Resignation und Verzweifelung waren Begleiterscheinungen der Krise, in der Tausende ihr als nutzlos empfundenes Leben freiwillig beendeten.

Um dem gefürchteten sozialen Abstieg und der Obdachlosigkeit zu entgehen, mussten Arbeitslose jede Gelegenheit eines kleinen Verdienstes ergreifen. Viele sahen nun in Adolf Hitler “die letzte Hoffnung” auf Arbeit und Auskommen. Unter den Bedingungen der Angst und Hoffnungslosigkeit von Millionen Menschen entfalteten die Nationalsozialisten ab 1930 eine hasserfüllte Propaganda gegen Republik und Demokratie bisher unbekannten Ausmaßes, deren Erfolg ihnen den Weg zur Machtübernahme 1933 ebnete.

Rückblick Ende

Und nun versucht hier mal Parallelen zu finden. Es gibt genügend davon, aber verhungern muss mittlerweile niemand mehr. Und die Grundsicherungen wurden genau aus diesem Grund eingeführt. Um eine Wiederholung dessen zu verhindern. Aber auch um den Pöbel allgemein ruhig zu stellen.

Dazu kommen über 70 Jahre der Umerziehung und tiefen Spaltung der Gesellschaft. Wenn es also Unruhen geben wird, so macht das die gespaltene Gesellschaft schön untereinander aus. Rechts gegen Links, Christen gegen Moslems, schwarz gegen weiß, neu gegen alt. Wenn wir hier etwas zum Positiven verändern wollen, so geht es nur gemeinsam!

Und das muss in die Köpfe der Menschen.

Wir sind das Volk und als solches müssen wir auch zusammen halten, eine vernünftige Basis für unsere Zukunft finden, und für genau diese zusammen eintreten. Wacht auf und fangt an Euren Verstand zu benutzen.

Da muss man schon mal sein Weltbild etwas zurecht rücken und auch Zugeständnisse machen. Sowohl die Einen, wie auch die Anderen! Wenn wir uns weiterhin der Spaltung fügen, werden wir am Ende die Verlierer sein.

Wir wollen alle das Selbe,

“Frieden und Freiheit”!


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