Was von den Sozialdemokraten blieb: »Eine ideologische Sekte«

von Heinz-Wilhelm Bertram

Zitate von hohen SPD-Funktionären aus diesen Tagen belegen: In der Partei des Niedergangs funktioniert vor allem noch eines, nämlich der Betrieb in der Hirnwaschanlage, die die Chefideologen betreiben. Ansonsten regiert der Realitätsverlust. Wertekonferenz der SPD - Gabriel

Beginnen wir mit einem Zitat:

»Die sozialdemokratische Partei wird zur ideologischen Sekte. Rote Traditionalisten halten verstaubte Dogmen hoch und bevormunden so mit sehr rigiden Verhaltensweisen Menschen. Dadurch entstehen veritable Konflikte. Wir waren einmal eine Partei der Offenheit und der Moderne. Davon ist heute nicht mehr viel zu spüren.«

Trefflicher als mit diesen Worten ließe sich der Zustand der SPD von heute kaum beschreiben. Alles, was sie aufzubieten hat, um die Wähler massenhaft in die Arme ihrer Konkurrenz zu treiben, vor allem in die der AfD, ist in dieser Aussage enthalten.

Doch nun darf gestaunt werden: Obiges Zitat ist gar nicht auf die SPD gemünzt. Es gilt der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ). Klaus Luger, Mitglied der SPÖ und Bürgermeister von Linz, hat genau diese Sätze dem Standard in einem Interview gesagt.

Lieber Herr Luger, wir bitten freundlichst um Erlaubnis, Ihre scharfsinnige und wahrheitsgemäße Analyse 1:1 auf die SPD beziehen zu dürfen. Es wäre sonst eine verschenkte Chance. Die SPD als »ideologische Sekte«: Warum ist eigentlich keiner vor Ihnen darauf gekommen, wo doch die Hirnwaschanlage die betriebsamste Einrichtung im gesamten Willy-Brandt-Haus ist?

Die Leitung der SPD-Hirnwaschanlage liegt unbestritten bei Heiko Maas. Der sogenannte Bundesjustizminister dreht an den Stellschrauben, die den Menschen das Denken vorschreiben und ihnen ihre Meinungen vorgeben sollen. Maas hat seiner Paragraphenwerkstatt anscheinend vollends den Rücken gekehrt, um in der SPD-Ideologiezentrale im Dreischichtenbetrieb arbeiten zu können.

Nur Linke sind »Gegendemonstranten«, Rechte sind »Pack«

Der Denkvorschreiber Maas marschiert in Berlin gerne mal strammen Schrittes inmitten der sogenannten Gegendemonstranten. Dies sind für die Herrschercliquen im Allgemeinen und für Sozialisten im Besonderen unverzichtbare Mitstreiter.

Bei Demos gegen die AfD bewerfen Teile der Gegendemonstranten Polizisten mit Pflastersteinen, fackeln Autos ab, verprügeln Pegida-Teilnehmer, verüben Säureattentate. Sie versuchen, andersdenkenden Menschen Angst und Schrecken einzujagen, was sozialistische Politiker einfach toll finden.

Wenn nun aber der Herr Maas in Zwickau eine Rede zum 1. Mai halten will und die »Gegendemonstranten« trillern ihn zu Hunderten aus und rufen »Hau ab!«, dann sind das plötzlich keine »Gegendemonstranten« oder »Aktivisten« mehr. Dann ist das in der Semantik der SPD und angeschlossener Propagandazeitungen »Pack« und »rechter Pöbel«.

Der belämmerte Herr Maas, der seine Rede notgedrungen abkürzte, war garantiert noch nie so flink zu seiner gepanzerten Karosse zurückgespurtet wie in Zwickau. Im sicheren Leitstand zu Berlin war er aber gleich wieder der Alte:

»Auch in Zukunft wird mich niemand daran hindern zu sprechen, wenn ich dazu eingeladen bin, egal wann und wo. Es ist aber erschreckend, wenn die Polizei bei Mai-Kundgebungen des DGB die Bühne schützen muss. Wer freie Reden stört, hat nichts verstanden.«

Bitte noch 20 Millionen für Trillerpfeifen und den Facebook-Schnüffeldienst

Es ist davon auszugehen, dass der SPD-Chefideologe gleich nach dieser Drohung die Kassenwartin der Hirnwaschzentrale zu sich bat: Die Genossin Manuela Schwesig möchte doch bitte schön für den »Kampf gegen Rechts« noch 20 Millionen Euro drauflegen. Für das Antifa-Reisebüro, für einen neuen Pflasterstein-Pickup und vor allem für den Facebook-Schnüffeldienst. Nicht zu vergessen wären zwei Paletten Trillerpfeifen. Damit die freien Reden der AfD erfolgreich gestört werden können.

Da wir gerade bei der Genossin Schwesig sind: Die Familienministerin wehrte sich im Tagesspiegel am Sonntag heftig gegen den Vorwurf, eine »Rabenmutter« und »Egoistin« zu sein, weil sie nur zwei Monate nach der Geburt ihrer Tochter Julia an ihren Arbeitsplatz im Ministerium zurückgekehrt sei.

Entsprechende Vorhaltungen habe es in den sozialen Medien gegeben. Schwesig sagte dazu: »Die Rabenmütter-Debatte finde ich unerträglich«.

Klar doch, die Mutter eines Neugeborenen gehört an den Arbeitsplatz! Aber zackig! Arbeit für alle! Hoch lebe die DDR! Es triumphiere das marxistische Dogma über das Urbedürfnis des Kleinkindes nach allgegenwärtigem Schutz durch die Leiblichkeit der Mutter! Steuergelder her! Dann können die Antifa-Faschisten, im SPD-Jargon »Gegendemonstranten«, neben Trillerpfeifen auch noch Farbbeutel und Buttersäure einkaufen.

Auch Olaf Scholz hat jüngst in der SPD-Hirnwaschzentrale vorbeigeschaut. Ein wichtiger Mann. In Hamburg sorgt er als Oberbürgermeister dafür, dass »Gegendemonstranten« AfD-Anhänger bei Demos unbedrängt von der Polizei mit Eiern bewerfen können.

Eher die AfD wird die halluzinierende SPD »stellen«

Der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Scholz, der auch Treuhand-Aufsichtsrat im Medienimperium der SPD ist, schlug jetzt vor, die AfD inhaltlich zu stellen statt sie zu »dämonisieren«. Ist das nicht niedlich? Der Sekten-Dämon und Medien-Krake SPD möchte also großzügig davon absehen, die AfD dem Satan gleichzustellen.

Stattdessen soll die AfD inhaltlich gestellt werden. Fragt sich nur, wer hier wen stellt: Die abgewrackte Volkspartei die aufstrebenden Realisten – oder nicht eher umgekehrt? Jeder Normalbürger weiß, es wird viel eher die rationale AfD sein, die die halluzinierenden SPD-Sterndeuter festsetzen und demaskieren wird.

Einer aus ihrem Zirkel ist auch Torsten Albig. Er darf sich Ministerpräsident von Schleswig-Holstein nennen. Albig veranschaulicht beispielhaft, wie unendlich weit die SPD davon entfernt ist, eine realistische Einschätzung gesellschaftlicher Phänomene vorzunehmen. Und dass sie stattdessen lieber in versponnenen Sphären fabuliert. Der immer schon besonders begabte SPD-Hellseher Albig sagte jetzt doch tatsächlich der Welt – bitte festhalten: »Die Flüchtlingskrise hat es so nie gegeben.« Sie sei eine Erfindung von Medien und Politik.

In der Traumwelt der SPD-Phantasten bezahlen immer nur die anderen

Gott hilf! Von welchen erdenfernen Aliens ist der Mann besetzt? Warum gibt es in der SPD keine Aufpasser, die Albig von öffentlichen Mikrophonen fernhalten? Wenn es die »Flüchtlings«-Krise »so« nicht gab, dann gab und gibt es auch die immensen Kosten nicht, die sie den Kommunen abverlangt und die dringend notwendige milliardenschwere Renovierungsarbeiten an maroder Infrastruktur verhindern; es gab keine Silvestergewalt auf der Kölner Domplatte, es gibt keine überproportionale »Flüchtlings«-Kriminalität, keine wegen der Behandlungskosten von »Flüchtlingen« gestiegenen Krankenkassenbeiträge, keine »Integrations«- und Abschiebeprobleme etc.

In welcher Welt lebt der arme Torsten Albig? Nun, er lebt in der Welt der Phantasten. In der Welt der Utopisten und Illusionisten, der Tagträumer und Schlafwandler, der Mond- und Sternengucker. Er lebt dort, wo immer die anderen alles bezahlen. Also in der SPD.

Genau wie Maas, Schwesig und Scholz – und noch viel mehr SPD-Funktionäre – lebt Albig im Reich der SPD-Ideologie. Dieses Reich wird nicht von Sachverstand, Ratio und Realität regiert. Es hat nichts und gar nichts mehr mit Sachverstand, Ratio und Realität zu tun. Alles was zählt, ist, wie SPÖ-Mann Klaus Luger eingangs scharfsinnig feststellt, ein perfider Bevormundungsplan, den sich eine »ideologische Sekte« zusammengebastelt hat.

Die Quittung für dieses Herrenmenschen- und Hirnwäschemodell wird die SPD in voller Härte erst noch erhalten. Zwickau war, die Umfrageergebnisse sind erst der Anfang. Die SPD wird so schnell keinen mehr stellen.

Aktualisierung:

Zwischenzeitlich hat Österreichs SPÖ-Bundeskanzler Faymann seinen Rücktritt eingereicht.


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