„Welt“ blamiert? – Weidel-Mail definitiv ein Fake?

von Max Erdinger

Die Weidel-Mail soll definitiv ein Fake sein. Das zumindest behauptet David Berger auf seinem Blog philosphia perennis. Aktionskünstler des Ping-Pong-Kollektivs sollen die Urheberschaft für sich beanspruchen. Die ganze Aktion sei Satire gewesen. Ping-Pong hätte auf die Leichtgläubigkeit des MSM und seiner Leser hinweisen wollen.

Die Aktion wäre ihnen gelungen – und hätte außerdem ein paar Information zu Tage gefördert, die ohne die angeblich gefakte Weidel-Mail übersehen worden wären. Ohne die Aktion wüssten wahrscheinlich viele heute nicht, daß die Ehefrau von FDP-Chef Lindner Vize-Chefredakteurin der „Welt/N24“ ist und ihr Gehalt vom Springer-Verlag bezieht. Auch wurde offensichtlich, welcher Methoden sich ein Blatt wie die „Welt“ bedient, wenn es sich in die Enge getrieben sieht. Jouwatch berichtete heute morgen.

Daß die Weidel-Mail definitiv ein Fake sei, berichtet im Augenblick noch niemand aus dem Medien-Mainstream. Lediglich David Bergers „philosophia perennis“ bringt die Meldung. Google spuckt im Zusammenhang mit Ping-Pong, Aktionskünstler und Weidel-Mail zwar ein paar andere Medien aus, Blogs wie die Europenews und Manfred O. z.B., oder aber die AfD selbst, hier den Kreisverband Rosenheim. Alle berufen sich aber auf Bergers Blog „philosophia perennis“. Insofern wäre diese Meldung wegen der dünnen Quellenlage etwas heikel. Was meineneinen etwas stutzig macht, das ist, daß Google auch über ein Aktionskünstler-Kollektiv namens Ping-Pong nichts hergibt.

Allerdings hat sich ein verdienter Zeitgenosse die Mühe gemacht, die angebliche Weidel-Mail selbst etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Er kann sich nur noch wundern. Hier seine Analyse im Bild:

Wenn die Mail satirische Aktionskunst sein soll, geschaffen in der Absicht, die Leichtgläubigkeit der Mainstreammedien und ihrer Leser offenzulegen, dann wäre das nur teilweise gelungen. Eine derartig plumpe Fälschung, wenn sie denn eine ist, hätte der „Welt“ auffallen müssen. Wenn sie der „Welt“ aufgefallen wäre – und sie trotz der Fälschung die Medienkampagne gegen Weidel losgetreten hätte, dann wäre das der Beweis, daß niemand hereingefallen ist, sondern daß Alice Weidel mit voller Absicht verleumdet wurde. Dann müsste die „Welt“ Länge mal Breite verklagt werden.

Aber auch hier wieder: Wer will wissen, ob das gegenständliche Foto kein Fake-Foto einer mutmaßlichen Fake-Mail ist?

Die Sache ist jedenfalls spannend. Jouwatch bleibt minütlich am Ball. Fake oder nicht Fake?


Quelle und Kommentare hier:
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