Wenn ein Flüchtling in ein Flugzeug steigt, fliegt die Angst mit

Von Marilla Slominski

Ein zweistündiger Flug in die Ferien von Großbritannien nach Italien verwandelte sich für die Passagiere einer Easyjet-Maschine in einen wahren Horrortrip.

Kaum in der Luft wurde die Begrüßungsansage der Stewardess von lauten „Allahu Akbar“ -Rufen übertönt.

Kinder fingen an zu weinen und die Fluggäste befürchteten einen Terroranschlag, bis langsam klar wurde, dass es sich um einen illegalen Migranten handelte, der von der Polizei begleitet nach Italien abgeschoben werden sollte.

Weder von dem Piloten noch von der Crew oder der Polizei gab es irgendeine Erklärung und so verwandelte sich der Flug in die Ferien für die Passagiere an Bord in einen Albtraum.

Ein Passagier, der in der Nähe des aufgebrachten Migranten saß, nahm elf Minuten lang insgesamt 29 „Allahu Akbar“-Rufe, 17 mal „Der Tod kommt“ und 9 mal „Wir werden alle sterben“ mit seinem Handy auf.

Statt die verängstigten Passagiere zu beruhigen, gab die Crew auch noch die Anweisung sämtliche Ton und Videoaufnahmen, die die Fluggäste gemacht hatten zu löschen.

Bei dem aufgebrachten Migranten soll es sich um einen abgelehnten Asylbewerber handeln, der ein Jahr in Abschiebehaft gesessen hatte. Nach den Dublin-Regeln wurde er in das Land zurückgebracht, in dem er zuerst angekommen war – Italien.

Ein junges Pärchen, das auf der Reise in die Flitterwochen war und nur fünf Reihen vor dem Mann saß, ist geschockt:

“Es war wirklich beängstigend. Ich fühlte mich ernsthaft bedroht und war in Tränen aufgelöst. Es war die schlimmste Situation, die man sich vorstellen kann. Wir wussten nicht, ob wir den Flieger je wiederlebend verlassen würden. Wir hatten keine Ahnung, wer der Mann war oder was überhaupt vor sich ging. Schon als wir die Maschine betraten, bewegten sich die Sitze, als wenn jemand treten um sich treten würde, ich dachte erst, einer hätte einen Anfall“,

berichtet die 33jährige Lucy O`Sullivan.

”Als wir näherkamen, sahen wir, wie einige versuchten, den Mann zu bändigen. Da uns keiner sagte, was los war, dachten wir, wir werden die Opfer eines Terroranschlags.“


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