Wie ein Nadelstich in das Herz unseres Volkes

von Staatsstreich

Die kühle Abendluft zieht wohltuend durch das geöffnete Seitenfenster. Gemächlich schiebt sich mein Auto an schier endlos aneinandergereihte Betonklötzer vorbei. Trist recken sich unzählige Plattenbauten in den Himmel. Alles hier wirkt grau in grau, ja geradezu seelenlos und geisttötend.

Auf dem Bürgersteig gehen Anwohner mit ihren Hunden spazieren. Andere schleppen ihren Einkauf in bunten Plastiktüten nach Hause. Viele der vorbeiziehenden Gesichter wirken leer, ausdruckslos und einfältig. Es ist die Armut, die sie hier gefangen hält, die sie hier existieren, aber nicht leben lässt. Es ist die systematische Verdummung, die sie lähmt und knebelt, aber nicht aufbegehren lässt. Abgestumpft ergeben sie sich ihrem vermeintlichen Schicksal. Sie scheinen kaum noch in der Lage, ihre geistigen Fesseln zu sprengen, um sich aus ihrem Gedankengefängnis zu befreien.

Hier im Rostocker Ortsteil Toitenwinkel scheint jede Straße, jeder Wohnblock, ja selbst jede Wohnung der anderen zu gleichen. Der Geist der Hässlichkeit haftet buchstäblich an den Fassaden. Er klebt geradezu an den Wänden jener einförmigen Mietkasernen. Das DDR-Regime lag bereits in seinen letzten Atemzügen, als hier jene trostlose Eintönigkeit in Beton gegossen wurde. Heute dient sie den neuen Machthabern, um all jene, welche sich nicht in ihrer leistungsorientierten Gesellschaft zurechtfinden, bedenkenlos abzustellen.

Weitläufig zieht sich die Toitenwinkler Allee am nördlichen Rande jener Rostocker Plattenbausiedlung entlang. An ihrem westlichen Ende mündet sie in den Weidendamm, welcher das Wohngebiet in südwestliche Richtung einfasst. Nur einige Meter bevor der Weidendamm in die Hafenallee mündet, welche das Wohnviertel ihrerseits in Richtung Süden einschließt, biege ich links in eine Nebenstraße. Der Name auf dem Straßenschild deutet mir unverkennbar an, dass ich mein Fahrtziel erreicht habe. So sind die Worte „Ilja-Ehrenburg-Straße“, in großen Buchstaben auf dem weißen Schild am Straßenrand zu lesen.

Gepflegte Rasenflächen und ein Wechselspiel leuchtend grüner Baum- und Strauchanlagen umsäumen die Straße und bringen etwas Farbe vor die grauen Plattenbauten. In einer Baumkrone zwitschert eine Amsel ihr schrilles Liedchen in die angenehme Abendluft. Einen Moment lang beobachte ich das bunte Treiben der Spatzen. Aufgeregt hopsen sie zwitschernd durch die Sträucher und gleichen einer kindlichen Rasselbande, welche vor dem Schlafengehen partout nicht zur Ruhe kommen will. Mein Blick richtet sich auf das Straßenschild. Es steht im Schatten einer jungen Birke und scheint die in der BRD wie eine Monstranz vor sich hergetragene Verachtung der eigenen Herkunft auf sich zu manifestieren. Die Ignoranz über vergangene Verbrechen gegen das deutsche Volk scheint auf jenem Straßenschild geradezu sein Denkmal gefunden zu haben. So durchdrang den in Kiew geborenen jüdischen Schriftsteller und Journalisten Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg (1891-1967) ein derart abartiger Deutschenhass, wie er in seiner Böswilligkeit kaum zu übertreffen ist.

Wie ein Nadelstich in das Herz unseres Volkes – Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock- Toitenwinkel

Während des Zweiten Weltkrieges verfasste Ilja Ehrenburg im Dienste der Sowjetunion rund 1500 antideutsche Artikel in diversen Zeitungsblättern. Neben zahlreichen Hetzschriften in mehreren sowjetischen Druckmedien schrieb er beinahe 450 Hass-Artikel für das sowjetische Armeeblatt Krasnaja Swesda (Roter Stern), für welches er als Redakteur tätig war. Sein Einfluss reichte jedoch weit über die Grenzen der damaligen Sowjetunion. So brachte er seinen Hass auch für die US-amerikanische Nachrichtenagentur United Press oder für das Organ der „Freien Französischen Streitkräfte“ La Marseillaise zu Papier. Ebenso schrieb er für britische, schwedische und zahlreiche andere Zeitungen oder sprach im sowjetischen, US-amerikanischen sowie britischen Rundfunk und schürte somit großflächig Hass und Missgunst gegen das deutsche Volk.

Sich der antideutschen Haltung Ehrenburgs durchaus bewusst, beauftragte Josef Stalin den jüdischen Schriftsteller kurz nach Beginn des Russlandfeldzuges, welcher einer sowjetischen Invasion zuvorkam, „Haß, Haß und nochmals Haß“ zu erzeugen. Dieser legte dann auch voller Inbrunst los und verfasste täglich bis zu fünf Artikel vollgestopft mit Lüge, Verleumdung, Hetze und abartigen Mordfantasien.

„Deutsche sind keine Menschen. Deutsche sind zweibeinige Tiere, abscheuliche Geschöpfe, Bestien“,

war da noch eines der harmloseren Ergüsse aus der Feder Ilja Ehrenburgs.

„Wir sagen nicht mehr ‚Guten Morgen‘ oder ‚Gute Nacht‘. Wir sagen am Morgen: ‚Töte den Deutschen‘ und in der Nacht: ‚Töte den Deutschen‘. Die Deutschen haben unser Leben verdunkelt. Wir wollen leben. Und wir müssen die Deutschen töten“,

brachte er sein Erbrochenes zu Papier und gierte von seinem Schreibtisch aus buchstäblich nach Gewalt und Tod.

In seinen Hass-Tiraden, welche den Rotarmisten in Form von Zeitungsartikeln oder Flugblättern, in Rundfunkbeiträgen oder durch vorlesende Offiziere eingehämmert wurden, sprach Ehrenburg den Deutschen immer wieder das Menschsein ab. So schrieb er in seinem Buch „Woina“ (Der Krieg), welches 1943 erschien und dessen folgende Textauszüge in der Frontzeitung Krasnaja Swesda sowie auf Flugblättern gedruckt wurden:

„Die Deutschen sind keine Menschen. Von jetzt ab ist das Wort ‚Deutscher’ für uns der allerschlimmste Fluch. Von jetzt ab bringt das Wort ‚Deutscher’ ein Gewehr zur Entladung. Wir werden nicht sprechen. Wir werden uns nicht aufregen. Wir werden töten. Wenn du nicht im Lauf eines Tages wenigstens einen Deutschen getötet hast, so ist es für dich ein verlorener Tag gewesen. […]

Wenn du einen Deutschen getötet hast, so töte einen zweiten – für uns gibt es nichts Lustigeres als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Kilometer. Zähle nur eines: Die von dir getöteten Deutschen! – dieses bitten dich deine Kinder. Töte den Deutschen! – so ruft es die Heimaterde. Versäume nichts! Versieh dich nicht! Töte!“

Ehrenburgs abstoßende Tötungsfantasien kannten keine moralischen oder sittlichen Grenzen. So giftete er an anderer Stelle:

„Töte den Deutschen, wo du ihn antriffst. Schlag ihn auf der Straße, im Haus, spreng ihn mit der Granate, stich das Bajonett in ihn, die Mistgabel, spalte ihn mit dem Beil, setze ihn auf den Pfahl, zerschneide ihn mit dem Messer, schlag, wie du kannst, aber töte! Töte ihn, und du rettest dein Leben und das deiner Familie. Töte ihn, und du rettest deine Heimat, dein Volk. Überall musst du die Bestie schlagen! Wenn er Halt macht und schläft – zerfleische den Schlafenden. Geht er durch den Wald – wird er dort den Tod finden. Ist er unterwegs – eine Mine soll ihn zerreißen. Fährt er in der Eisenbahn – lass den Zug entgleisen. Zerdrücke, zerspalte, zersteche ihn im Wald, auf dem Feld, auf Straßen, vernichte ihn überall!“

Zweifellos bereitete es Ilja Ehrenburg keine Kopfschmerzen, zum Mord an unzähligen Deutschen aufzurufen. Vielmehr zermarterte er sein hasszerfressenes Gehirn darüber, wie man die Deutschen töten sollte.

„Das Problem ist, ob es besser ist, die Deutschen mit Äxten oder mit Knüppeln zu erschlagen?“, tropfte sein abartiger Hass aus ihm heraus.

Als die Rote Armee vor den Grenzen des Deutschen Reiches stand und sich für den Einmarsch neu formierte, verteilte auch der jüdische Schreibtischtäter Ilja Ehrenburg seinen erbrochenen Hass auf Schreibmaschinenpapier und richtete diesen unmissverständlich gegen deutsche Frauen.

„Die Deutschen werden die Stunde verfluchen, da sie unseren Boden betraten. Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne – Wüteriche – geboren haben. Wir werden nicht schänden. Wir werden nicht verfluchen. Wir werden nicht hören. Wir werden totschlagen“, triefte es in all seiner verkommenen Bosheit aus ihm heraus.

An anderer Stelle geiferte er:

„Wir verachten sie, weil sie die Mütter, Frauen und Schwestern von Henkern sind […] und brauchen keine blonden Hyänen. Wir gehen nach Deutschland wegen etwas anderem: wegen Deutschland selber, und mit dieser blonden Hexe wird es kein gutes Ende nehmen.“

Bei derart abstoßenden Formulierungen scheint es beinahe unerheblich, ob Ilja Ehrenburg der Verfasser jenes umstrittenen Flugblattes ist, welches zu Beginn der sowjetischen Oktoberoffensive 1944 an die Rote Armee verteilt worden sein soll und in welchem die sowjetischen Soldaten direkt zur Vergewaltigung deutscher Frauen aufgefordert wurden. Der Wortlaut passt jedoch allemal in das widerwärtige Repertoire des jüdischen Schriftstellers:

„Tötet, ihr tapferen Rotarmisten, tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist, die Lebenden nicht und die Ungeborenen nicht. Folgt der Weisung des Genossen Stalin und zerstampft das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassehochmut der germanischen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute! Tötet, ihr tapferen, vorwärtsstürmenden Rotarmisten!“

Freilich hat Ehrenburg nach dem Krieg mehrfach bestritten, einen solchen Aufruf geschrieben zu haben und durchaus scheint bis heute kein Original jenes Flugblattes aufgetaucht zu sein. Dem SPIEGEL gegenüber äußerte er etwa im Jahre 1962:

„Wenn jemand beweist und zeigt, wo ich das geschrieben habe – die Frauen zu vergewaltigen –, bin ich bereit, mich auf die Knie zu werfen, ich weiß nicht vor wem, selbst vor den Überresten Hitlers. Ich habe das niemals geschrieben. Ich bin kein umgekehrter Rassist.“

Allerdings dürften seine überladenen Beteuerungen kaum zu seiner Entlastung ausreichen. So gab er hier sein Indianerehrenwort „kein umgekehrter Rassist“ gewesen zu sein. Seine antideutschen Hetzschriften im Zweiten Weltkrieg waren jedoch zu einem Großteil rassistisch motiviert.

Ebenso existieren Berichte, die zweifellos für die Existenz jenes Flugblattes sprechen. So schreibt der SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 5. September 1962, dass

„sich heute noch viele ehemalige deutsche Soldaten und Offiziere fest daran erinnern, an der Ostfront einen Ehrenburg-Aufruf zur Vergewaltigung deutscher Frauen entweder in erbeutetem russischem Propaganda-Material gelesen oder aus sowjetischen Frontlautsprechern gehört oder durch die Vernehmung gefangener Rotarmisten erfahren zu haben. So schrieb ein ehemaliger Stabsoffizier der Wehrmacht-‚Heeresgruppe Mitte’ Ende 1960 an das Bundesarchiv in Koblenz, das ebenfalls Ehrenburg-Recherchen betreibt: ‚Ich erinnere mich genau, dass wir meines Erachtens verschiedene Flugblätter von Ilja Ehrenburg bei der Heeresgruppe Mitte bekommen hatten. Dass dabei von ‚flachshaarigen Frauen als Beute’ die Rede war, steht außer Zweifel’“

In der Preußischen Allgemeinen Zeitung vom 9. April 2013 findet sich ein weiterer, noch stichhaltigerer Hinweis zu Ehrenburgs Urheberschaft für das umstrittene Flugblatt. So berichtet Ingo von Münch, dass

„die Information beispielsweise eines russischen Soldaten namens Janek Tyrczinski zur Vergewaltigung deutscher Frauen bekannt [sei], deren Inhalt auf ein solches Flugblatt hinweist“.

„Außerdem hatte man uns zum Hass gegen die Deutschen erzogen. In Flugblättern, die wir an der Front bekamen, stand immer wieder: ‚Tötet die deutschen Männer und schändet die deutschen Frauen. Brecht ihren rassischen Hochmut!’ Es war uns also nicht verboten, sondern wir wurden dazu aufgefordert“,

zitiert der Autor den ehemaligen Sowjetsoldaten Janek Tyrczinski.

„Die Diktion ‚Brecht ihren rassischen Hochmut’ in diesem Flugblatt entspricht unübersehbar derjenigen in dem von Ehrenburg abgeleugneten Flugblatttext“,

kommt der Autor in der Preußischen Allgemeinen Zeitung dann auch folgerichtig zum Punkt.

Ebenso hält die Behauptung Ilja Ehrenburgs, dass Joseph Goebbels für die Urheberschaft des umstrittenen Flugblattes verantwortlich sei, keiner genauen Überprüfung stand.

„Ich wusste es schon während des Krieges, als Dr. Goebbels die geradezu teuflische Idee hatte, einen solchen Aufruf zu fabrizieren und ihn mit meinem Namen zu unterschreiben“,

äußerte er da etwa im Jahre 1962 gegenüber dem SPIEGEL und schien seine „teuflischen“ Hass-Pamphlete gegen das deutsche Volk völlig vergessen zu haben.

„Hätte Goebbels wirklich den Aufruf zu Propagandazwecken erfunden, wäre der Text damals weidlich in der parteioffiziellen Presse ausgeschlachtet worden“,

hält ihm DER SPIEGEL dann auch entgegen. Das Münchner „Institut für Zeitgeschichte“, welches in dieser Angelegenheit um Aufklärung gebeten wurde, konnte dann auch keine Belege für Ehrenburgs Behauptung finden.

„Bemerkenswerterweise fanden wir den Aufruf auch nicht im Völkischen Beobachter, den wir von Juli 1944 bis April 1945 durchgesehen haben“,

gab das Institut zu Protokoll und widerlegte somit Ehrenburgs abwegige Behauptung.

Ehrenburgs Urheberschaft für die umstrittene Vergewaltigungsaufforderung lässt sich – obgleich vieles dafür spricht – wohl nie gänzlich belegen. Allerdings bleibt er auch ohne jenen eindeutigen Beweis einer der verkommensten und widerwärtigsten Schreibtischtäter des vergangenen Jahrhunderts. In zahlreichen Hass-Artikeln impfte er den sowjetischen Soldaten sein geistiges Gift in die Hirne und formte somit jene Bestie, welche gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren plündernd, vergewaltigend und mordend durch deutsche Dörfer und Städte zog.

Sein Einfluss auf die sowjetischen Soldaten war immens. So erinnert sich eine Chiffreurin aus dem Hauptquartier der 1. Weißrussischen Front:

„In unserer Kantine war eine große Losung an die Wand gemalt: ‚Hast Du schon einen Deutschen getötet? Töte einen!’ Wir standen unter dem starken Einfluss von Ehrenburgs Appellen“.

In seinem Buch „Frau, komm!“ schreibt Ingo von Münch weiter:

„Ilja Ehrenburg war zu jener Zeit gewiss nicht der einzige Propagandist, der auf die Stimmung der sowjetischen Soldaten einwirkte, aber offenkundig der einflussreichste.“

Ehrenburgs Schriften galten in der Truppe gar

„als so heilig, dass die Männer das Papier seiner Druckschriften als eine Ausnahme von wenigen nie zum Zigarettendrehen benutzten“, heißt es an anderer Stelle weiter.

Ebenso lässt sich die, allen voran in linken Kreisen, ständig vorgetragene These, Ilja Ehrenburg ging es in seinen Hetzschriften vordergründig um die Nationalsozialisten und nicht um das deutsche Volk in seiner Gesamtheit, was die Sache im Kern zweifellos nicht besser macht, ohne weiteres widerlegen.

So ist durchaus davon auszugehen, dass der jüdische Schriftsteller und Journalist, welcher bis zum Zweiten Weltkrieg zahlreiche Romane, Gedichtbände und diverse politische sowie zeitgeschichtliche Publikationen verfasste, seine Worte wohlüberlegt gebrauchte und den von ihm maßgeblich angefeuerten Hass gegen das deutsche Volk genauso beabsichtigte. Formulierungen wie „die Deutschen“ lassen nur schwerlich mit „Nationalsozialisten“ übersetzen. Wenn Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg seinen abartigen Hass gegen „die Deutschen“ zu Papier brachte, dann meinte er nicht „die Nationalsozialisten“ oder die in seiner Diktion häufiger anzutreffenden „Faschisten“, nein, dann meinte er genau das, was er geschrieben hat, nämlich „die Deutschen“.

„Jetzt gibt es keine Bücher, keine Liebe, keine Sterne, nichts außer dem einzigen Gedanken: die Deutschen zu töten. Sie alle zu töten. Zu vergraben“

heißt es da etwa in seinem Buch „Woina“ (Der Krieg). Noch tiefer in die hasserfüllten Mordgedanken Ilja Ehrenburgs lässt jene Äußerung blicken, welche er am 3. März 1945 formulierte:

„Die einzige historische Mission, wie ich sie sehe, besteht bescheiden und ehrenwert darin, die Bevölkerung von Deutschland zu vermindern.“

„Nun könnte man Ehrenburg aus dem Gedächtnis streichen und den Deckel der Geschichte über seine unmenschlichen Hass-Tiraden zuklappen lassen – wenn, ja wenn er nur Geschichte wäre. Aber Ehrenburg ist leider nicht nur Geschichte, sondern – jedenfalls in einer deutschen Stadt – Gegenwart. In Rostock gibt es noch heute […] eine Ilja-Ehrenburg-Straße. Geehrt wird also ein Kriegspropagandist, der nichts ‚lustiger’ fand als ‚deutsche Leichen’“,

fasst Ingo von Münch in der Preußischen Allgemeinen Zeitung jenen unhaltbaren Zustand zusammen.

„Dass ein Antrag auf Umbenennung der Ilja-Ehrenburg-Straße in Rostock bisher keine politische Mehrheit gefunden hat, ist eine Schande für diese schöne Stadt“, wirft er anklagend hinterher.

Und durchaus gab es in der Rostocker Bürgerschaft einen Antrag der NPD-Abgeordneten, welcher das Ziel verfolgte, die Ilja-Ehrenburg-Straße umzubenennen. Allerdings scheiterte dieser an der ignoranten Geisteshaltung der Rostocker BRD-Vertreter. Genau an jenen also, welche sonst keine Gelegenheit ungenutzt lassen, ihre Lippenbekenntnisse für mehr Menschlichkeit abzuspulen oder bei halluziniertem Hass lauthals anfangen zu protestieren.

In der Baumkrone zwitschert die Amsel noch immer ihr schrilles Liedchen und auch die aufgeregt umherhopsenden Spatzen sind noch nicht zur Ruhe gekommen. Seicht wiegen die Blätter und Zweige jener jungen Birke in der angenehmen Abendluft. Wie ein Nadelstich in das Herz unseres Volkes steckt in ihrem Schatten jenes Straßenschild fest verankert in unserer Heimaterde. „Ilja-Ehrenburg-Straße“, so das schmerzende Brandmal, welches der gefesselten Seele unseres Volkes in die Haut gebrannt wurde.

„Jeder Tat geht ein Gedanke voraus“ – Widerstand muss nicht auf Hochglanz gedruckt sein – Volkstreue Aktion zum 8. Mai 2017 in Güstrow


Quelle und Kommentare hier:
Print Friendly, PDF & Email

Das könnte Dich auch interessieren: